Pro Natura ist erfreut über den heutigen Entscheid des Nationalrats zugunsten einer Mehrwertabgabe bei Einzonungen. Dies sei ein grosser Schritt in Richtung einer nachhaltigen Nutzung des Bodens, wie die Naturschutzorganisation in einer Mitteilung schreibt. Der Entscheid gibt den Gemeinden und Kantonen die Mittel in die Hand, überdimensionierte Bauzonen auf das gesetzlich vorgeschriebene Mass zu verkleinern. Der beschlossene [...]
Tourismus-, Städte- und Gemeindeverband sowie die kantonalen Baudirektoren unterstützen die Initianten der Landschaftsinitiative in ihrem Kernanliegen: zwingende Verkleinerung von zu grossen Bauzonen. Diese breit abgestützte Forderung verhallte in der Umweltkommission (UREK) des Nationalrates am 20. Februar jedoch ungehört. Ohne sie kann das Zersiedelungsproblem der Schweiz nicht gelöst werden.
Pro Natura sagt ebenfalls Ja zur Volksinitiative “Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen!”. Sie erachtet die Initiative als wichtiges Instrument, um der Zersiedelung in Tourismusgebieten Grenzen zu setzen. Die überbordende spekulative Kapitalanlage in Form von teuren Zweitwohnungen gefährdet zunehmend das tatsächliche Kapital des Tourismus – die Berglandschaft.
Zweitwohnungen heizen die Immobilienpreise in Bergregionen an. Sie tragen jedoch auch dazu bei, dass die Autokolonnen in den Ferienorten weiter anwachsen, so der VCS Verkehrs-Club der Schweiz. Auch er unterstützt die Volksinitiative «Schluss mit dem uferlosen Bau von Zweitwohnungen!», die am 11. März vors Volk kommt.
Der Schweizer Heimatschutz befürwortet die Volksinitiative «Schluss mit dem uferlosen Bau von Zweitwohnungen» von Helvetia Nostra. Die Initiative greife mit der klaren Forderung nach Begrenzung des Zweitwohnungsbaus eine aktuelle Problematik auf. Der Schweizer Heimatschutz unterstützt die Zielvorgabe des Volksbegehrens zur Eindämmung des Bodenverbrauchs und zum Wohl der Landschaft. Zweitwohnungen seien in Tourismusregionen ein wichtiger Beherbergungszweig, [...]
Vor 40 Jahren beschloss das Parlament im Eilzugstempo dringliche Massnahmen gegen die Zersiedelung. Und doch ist seither die Landschaft im Eiltempo verbaut worden. Endlich kann der Nationalrat ernst machen mit einer glaubwürdigen Raumplanung – in dem er dem lösungsorientierten Gesetzesvorschlag des Ständerats zustimmt, so der Verein „Ja zur Lanschaftsinitiative“.
Das Kloster Einsiedeln darf auf der mehrfach geschützten Insel Ufenau im Zürichsee kein neues Restaurant bauen. Dies hat das Bundesgericht entschieden. Der Umweltschutzverein Aqua Viva hatte Beschwerde eingereicht. Laut dem Gericht ist das Projekt des Star-Architekts Peter Zumtor mit dem Moorschutz nicht vereinbar. Das Kloster hatte vier Baugesuche für Änderungsvorhaben in der Moorlandschaft eingereicht. Kernstück [...]
Die Alpenschutzorganisation mountain wilderness erhebt Einsprache gegen die Zonen- und Erschliessungsplanänderung für die Skigebietsverbindung Lenzerheide-Arosa. Sie befürchtet einen massiven Eingriff ins Landschaftsbild, erhöhten Druck auf die Natur und kritisiert zudem die fehlende Verkehrsplanung.
Wenige Tage vor der entscheidenden Sitzung warnt der WWF eindringlich vor den verheerenden Folgen des Baus eines Staudamms am Mekong. Der WWF fordert die zuständigen Minister von Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam auf, die Planungen des laotischen Wasserkraftprojektes Xayaburi am Mekong zu stoppen. Die Minister kommen in der kommenden Woche zusammen, um über das Projekt zu entscheiden. Die bisherigen Planungen wurden von den Anrainerstaaten im April als völlig unzureichend und unvollständig bewertet, weswegen sie dem Projekt bisher ihre erforderliche Zustimmung verweigert und die Entscheidung auf Ministerebene verschoben haben.
„Gründen wir einen neuen Nationalpark!“ forderte Pro Natura zum Start ins neue Jahrtausend und stellte dem ersten neuen Nationalpark eine Million Franken in Aussicht. Am Samstag konnte dieses Preisgeld dem Nationalpark-Kandidaten „Parco Nazionale del Locarnese“ auf dem Monte Verità bei Ascona feierlich zugesprochen werden. Die Million Schweizer Franken wird dereinst für die Entgeltung der Leistungen der naturbelassenen Kernzonen den Grundeigentümern zugute kommen, wie Pro Natura in der aktuellen Medienmittelung schreibt. Eine wichtige Wegmarke auf dem Weg zu einem neuen Nationalpark für die Schweiz.