Die Trägerorganisationen der Landschaftsinitiative bedauern, dass die Umweltkommission des Ständerats (UREK-S) wie der Bundesrat die Landschaftsinitiative ablehnt. Erfreut sind sie darüber, dass die Kommission überdimensionierte Bauzonen reduzieren und die Mittel dafür über die Mehrwertabschöpfung generieren will.
Nachdem die Kibag die Durchführung eines runden Tisches zur Besprechung der Naturschutzanliegen abgelehnt hatte, bot die Landschaftsschutzorganisation Ripa Inculta! an, eine objektive Umweltexpertise zu finanzieren. Um diese Expertise durchzuführen, müssen die Wissenschaftler die Nuoler Bucht betreten können. Diesen Zugang hat die Kibag aber schriftlich verwehrt.
Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) fordert einen Einzonungsstopp für Gemeinden, die über überdimensionierte Bauzonen verfügen. Dabei wird vom Bundesrat einen dringlichen Bundesbeschluss über die Raumplanung , worin ein Einzonungsstopp festgeschrieben ist, verlangt.
Das Kantonsmonitoring von Avenir Suisse mit dem Inventar der kantonalen Instrumente zur Siedlungssteuerung deckt den Handlungsbedarf in der schweizerischen Raumplanung auf. Die Hauptfolgerungen des liberalen Think Tanks decken sich mit den Forderungen der Landschaftsinitiative, wobei die Siedlungsfläche nicht weiter anwachsen darf.
Letze Woche hat das Parlament der Verlängerung des Fonds Landschaft Schweiz (FLS) zugestimmt. Der FLS-Präsident Suter sieht den Entscheid als Vertrauensbeweis und Zeichen der Anerkennung für den FLS und seine Arbeit bei der Pflege und Aufwertung naturnaher Kulturlandschaften.
Mindestens 150′000 Tonnen Torf pro Jahr werden in die Schweiz importiert. Durch den Gebrauch von Torf haltiger Erde in der Hobby-Gärtnerei und im kommerziellen Gartenbau unterstützt die Schweiz die Zerstörung von jährlich 1200 Quadratkilometern Mooren und Moorlandschaften, besonders in Osteuropa. Nun fordert Pro Natura vom Bund den Ausstieg aus dem Torfgeschäft, auf Grund von Klima- und Moorschutzgründen.
Das Amt für Verkehr des Kantons Zürich will eine baufällige Strasse mitten durch das Naturschutzgebiet Neeracherried nicht aufheben sondern sanieren. Damit verstösst das Amt gegen den Moorschutz und die Richtplanung des Kantons, welche die Aufhebung der Strasse plant. Nun fordern der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz und der Kantonalverband ZVS/BirdLife Zürich die Verwaltung auf, den Kantonsratbeschluss und die Umfahrung des Moores umzusetzen.
Die Konferenz der Beauftragten für Natur- und Landschaftsschutz (KBNL) fordert die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Naturschutzarbeit.
JardinSuisse, der Unternehmerverband Gärtner Schweiz, setzt sich für mehr Pflanzen im Siedlungsraum ein. Der Verband fordert ein Ende der “schleichenden Entgrünung”, insbesondere mehr Grünflächen entlang von Schweizer Strassen und in Schweizer Städten.
Am Mittwoch wurde das Delta vivo (”Lebendiges Delta”) in den Bolle di Magadino feierlich eröffnet. Das neugestaltete Delta am Ticino-Fluss wurde von Bundesrat Moritz Leuenberger und dem Tessiner Staatsrat Marco Boradori seiner Bestimmung übergeben: den Zug- und Brutvögeln und der ganzen restlichen Biodiversität.