Die Uno-Klimakonferenz in Durban hat zählbare Resultate gebracht: eine zweite Verpflichtungsperiode zum Kyoto-Protokoll ist so gut wie beschlossen und bis spätestens 2015 soll ein neues weltweites Klimaschutzabkommen ausgearbeitet sein. Das ist wichtig, aber angesichts der Herausforderung zu wenig, so der WWF in der aktuellen Medienmitteilung.
Der WWF kritisiert, dass der Prozess der Verhandlungen in den letzten 17 Jahren viel zu langsam ging, egal wie die Entscheidungen heute Nacht ausfallen werden. Die Umweltorganisation sieht derzeit keine Ambitionen der Regierungen die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten. Die Szenarien deuten eher darauf hin, dass wir auf eine Welt zusteuern, die um vier Grad heisser sein wird als heute. Das bedeutet eine instabile Zukunft für die Ernährung und die Wasserversorgung der Menschheit und den gesamten Planeten, so der WWF.
Infolge des Verdachts, dass in Italien 700‘000 Tonnen Nahrungsmittel fälschlicherweise als Bio-Ware gehandelt wurden, hat Bio Suisse sofortige Massnahmen ergriffen. Seit Dienstag, 6. Dezember sind vorsorglich sämtliche Bio- Erzeugnisse des italienischen Unternehmens Sunny Land gesperrt, so Bio Suisse in der aktuellen Medienmitteilung.
Der Direktor des WWF International, der US-Amerikaner Jim Leape, ist besorgt über die Entwicklungen in Durban. „Der Verhandlungsprozess ist zu wichtig für die schwer vom Klimawandel betroffenen Länder, als dass er durch die Regierungen einiger Länder vereitelt werden darf. In erster Linie brauchen wir ein Paket, das den Grünen Klimafonds endlich installiert und ausreichend Geld um ihn zu füllen“, so Leape. Der WWF-Chef kritisiert, dass die Verhandlungen zu konkreten Reduktionszielen viel zu wenig ambitioniert sind. „Es liegt noch kein einziges Szenario auf dem Tisch, das die Klimakatastrophe abwenden könnte. Die Ursache für dieses Manko ist nicht die Art der Verhandlungen sondern die Schuld liegt klar auf der Seite der Regierungen“, betont Leape und streicht hier vor allem die negative Rolle der USA heraus.
Die Schweiz beginnt sich in der Klimapolitik zu bewegen, was ihr ein besseres Resultat im Klima-Länderrating einbringt. Sie liegt neu auf Rang 9. Aber ausgerechnet in der wichtigsten Kategorie, der Entwicklung der CO2-Emissionen, schneidet die Schweiz erneut sehr schlecht ab, so die aktuelle Medienmitteilung des WWF.
Während andernorts das Artensterben beschleunigt abläuft, begünstigen die erfolgreiche Bekämpfung der Überdüngung und steigende Temperaturen im Zürichsee seit den 1970er Jahren offenbar eine wachsende Biodiversität beim Plankton. Ob sich das langfristig auch positiv auf die Fischvielfalt auswirken wird, ist offen. Genau unter Beobachtung stehen die neuen Arten bei der Wasserversorgung, denn unter ihnen sind auch Organismen, die giftige Stoffe produzieren können.
Nach Monaten ohne Regen macht das Rekordniedrigwasser an der Donau europaweit Schlagzeilen. An der Fliessstrecke östlich von Wien liegt der Pegel derzeit bei 1,20 Metern. In Bulgarien am Unterlauf der Donau, sank der Pegel zuletzt auf den niedrigsten Stand seit 1941. „Extremwetter werden in Zukunft klimawandelbedingt noch viel häufiger auftreten“, ist Andreas Beckmann, Direktor des WWF Donau-Karpaten-Programms, überzeugt. Um deren Auswirkungen abzumildern, müssen wir unsere Ökosysteme wie natürliche Flüsse und Feuchtgebiete bestmöglich schützen und ihre Widerstandskraft mobilisieren, so der WWF in der aktuellen Medienmitteilung.
Wird die weltweite Entwaldung nicht gebremst, gehen in den nächsten knapp 20 Jahren 1,25 Millionen Quadratkilometer Wald verloren. Dies hätte schlimme Konsequenzen für das Klima. Handeln die Länder an der heute beginnenden Uno-Klimakonferenz in Durban entschlossen, können sie den Waldverlust stoppen.
Vom 28. November bis zum 9. Dezember 2011 findet im südafrikanischen Durban die 17. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention statt. Auf der sogenannten COP17 werden Delegierte aus 193 Ländern über einen neuen Weltklimavertrag und die Zukunft des Kyoto-Protokolls verhandeln. Die kommende Klimakonferenz steht vor einer schwierigen Aufgabe; nur schleppend kommen die Verhandlungen voran. Die Klimawissenschaft sendet derweil [...]
Die Umweltkommission des brasilianischen Senats berät derzeit über die Neufassung des brasilianischen Waldgesetzes (Código Florestal). Die Umweltorganisation WWF befürchtet, dass die angestrebte Novellierung einem Todesurteil für weite Teile des brasilianischen Regenwaldes gleichkommt. Insgesamt sind dadurch 765.000 Quadratkilometer Wald in Brasilien massiv bedroht. Die Gesetzesinitiative hat das Ziel, die Rodungsauflagen für Grundbesitzer zu lockern und verspricht eine Amnestie für zurückliegende illegale Abholzungen.