Ein internationales Forscherteam, unter Leitung des Wasserforschungsinstituts Eawag und des Naturhistorischen Museums Bern geht den Alpen- und Alpenrand-Seen im wahrsten Sinne auf den Grund. Systematisch wie nie zuvor werden im “Projet Lac” die Fischbestände wissenschaftlich erfasst. Bereits die ersten Untersuchungen – im Murtensee – haben Resultate zu Tage gefördert, die aus den bisher verwendeten Statistiken der Fischer nicht abgelesen werden konnten.
Die Flussdelfine im Mekong sind stark bedroht. Gemäss einer neuen Studie des WWF gibt es in Kambodscha und Laos nur noch rund 85 Exemplare, welche durch Umweltgifte und rabiate Fischereimethoden bedroht sind.
Naturschutzorganisationen kritisieren die geplante Jagdverordnungsrevision, welche den Abschuss geschützter Tierarten zulässt.
Zu Beginn der zweiten “European Fish Week” kritisiert die Artenschutzorganisation Pro Wildlife die niedrigen Standards bei Ökosiegeln für Fischereiprodukte. 82 Prozent der kommerziell genutzten Fischbestände sind nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO bereits maximal ausgeschöpft, überfischt oder schon kollabiert. Der Fang aus dem Meer geht seit Jahren zurück, Fischfarmen sollen dies kompensieren. Doch was ursprünglich dazu gedacht war, die Fischbestände zu entlasten, entpuppt sich ebenfalls als enorme Belastung für die Umwelt. Initiiert wurde die Europäische Fischwoche von Ocean 2012, einer Meeresschutzinitiative, die von über hundert europäischen Organisationen unterstützt wird.
Seit Organisationen wie OceanCare nachweisen, wie stark Walfleisch mit Giftstoffen belastet ist, ist die Nachfrage nach dieser “Delikatesse” in den Walfangländern eingebrochen. Den Konsumenten ist der Appetit vergangen. In Island sollen es nun die Touristen richten. Sie werden dazu animiert, Walfleisch zu probieren.
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK hat am 18. April 2011 die Revision der Jagdverordnung in die Anhörung geschickt. Einerseits ist die Verankerung von Wildruhezonen in der Jagdverordnung vorgesehen, andererseits sollen aber auch die höchst umstrittenen, kürzlich im Ständerat behandelten, Vorstösse zum Thema Wolf aufgenommen werden.
Der Osten Kanadas erlebt einen der wärmsten Winter seit Messbeginn. Entlang der Küste hat sich das Eis nur spärlich gebildet. Robbenmütter finden kaum solide Schollen, auf denen sie ihren Nachwuchs gebären können. Viele Jungtiere kommen im Wasser zur Welt und ertrinken. Grund genug, die Jagd zu verbieten. Doch das Töten auf dem kanadischen Packeis geht weiter. Für dieses Jahr wurde die Jagdquote sogar auf unglaubliche 400’000 Tiere erhöht!
Der Schweizerische Fischerei-Verband SFV hat bei der Bundeskanzlei in Bern die Petition “Rettet unsere Fliessgewässer” mit 12’750 Unterschriften deponiert.
Mit der Seeforelle hat der Schweizerische Fischereiverband (SFV) eine Art gewählt, die für die Fischer von grosser Bedeutung, aber in ihrem Fortbestand bedroht ist. Es komme nur noch selten vor, dass Fischer eine Seeforelle fangen können, berichtet der SFV in seinem Newsletter.
Zehn Jahre, nachdem sich die Mitgliedsstaaten der UN-Welternährungsorganisation auf einen internationalen Plan zum Schutz der Hai-Arten verständigt haben, ziehen die Umweltschutzorganisationen WWF und TRAFFIC eine durchwachsene Bilanz. Schätzungsweise rund 73 Millionen Exemplare landen nach einem Bericht zur Zukunft der Haie jedes Jahr in Fischernetzen. Ihre charakteristischen Rückenflossen gelten vor allem in Südostasien als Spezialität.