Die EU-Fischereiminister haben letzte Woche festgelegt, wie viel Fisch 2012 in Nordsee und Nordostatlantik gefangen werden darf. Der WWF zieht eine gemischte Bilanz der Entscheidungen. Er begrüsst laut Medienmitteilung die klarere Ausrichtung der Fangquoten an den wissenschaftlichen Vorgaben, kritisiert aber vor allem den Beschluss zu Nordseehering.
Zufrieden sind die Naturschutzverbände Schutzstation Wattenmeer und WWF mit einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes in Schleswig, nach dem der Import von Miesmuscheln aus entfernten Regionen in den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer unterbleiben müsse. Diese Muscheln waren für die Kulturbänke der Muschelfischerei bestimmt, doch durch den Import werden auch gebietsfremde Arten eingeschleppt.
Der Walliser alt Staatsrat Jean-René Fournier ist zu einer bedingten Strafe verurteilt worden, weil er 2006 den illegalen Abschuss eines Wolfs genehmigt hat. Der WWF hatte damals Strafanzeige eingereicht und bekommt jetzt vom Kantonsgericht Recht.
Tief enttäuscht sind die Naturschutzverbände Schutzstation Wattenmeer, NABU und WWF über das schleswig-holsteinische Umweltministerium. Sie werfen ihm vor, bei der Fischerei keine Rücksicht auf den Schutz des Nationalparks zu nehmen. So seien nur noch zehn Prozent der einstigen Bestände an natürlichen Miesmuschelbänken vorhanden. Die Fischerei soll dennoch fast unverändert für weitere 15 Jahre fortgeführt werden.
Die Weltmeere sind die grösste und am wenigsten geschützte Biosphäre der Erde. Zwei Drittel der Ozeane sind internationale Gewässer. Bisher gab es keinen rechtlichen Rahmen für den Schutz der biologischen Vielfalt dieser so genannten Hohen See, die ausserhalb nationaler Gesetzgebung liegt. Die UN-Generalversammlung verabschiedete gestern eine Resolution zur nachhaltigen Fischerei und begann die Debatte über eine zweite Meeresresolution, die den Weg zu einem völkerrechtlich bindenden Abkommen für den Meeresschutz auf Hoher See ebnet. Zum einen werden Fischereinationen und regionale Fischereiorganisationen aufgefordert, destruktive Fischereimethoden, wie Bodenschleppnetze, in Gebieten mit empfindlichen Tiefsee-Ökosystemen aufzugeben. Zum anderen soll das Seerecht soweit fortentwickelt werden, dass die Ausweisung von Meeresschutzgebieten auch in internationalen Gewässern ermöglicht wird.
Anlässlich des gestrigen Weltfischereitages fordert der WWF, die Fischerei umweltverträglicher zu gestalten und stellt die Gewinner des internationalen Wettbewerbs „Schlaue Netze“ vor. Die Umweltorganisation prämiert die Entwicklung von innovativen Fischereimethoden aus aller Welt, die Umweltschäden wie unerwünschten Beifang reduzieren. Der mit 30.000 US-Dollar dotierte Hauptpreis geht in diesem Jahr an den Kapitän eines japanischen Thunfischfängers. Seine Erfindung verringert den Beifang von Seevögeln in der Langleinenfischerei auf Thunfisch um bis zu 89 Prozent. Mit zusätzlichen Gewichten lassen sich die mit Ködern bestückten, mehrere hundert Meter langen Fischerleinen tiefer unter der Wasseroberfläche ausbringen. Damit sind die Haken für die gefährdeten Albatrosse und anderen Seevögel auf ihrer Jagd nach den Ködern ausser Reichweite. Bis zu 300.000 Seevögel fallen derzeit weltweit pro Jahr der Langleinen-Fischerei zum Opfer.
Die Umweltverbände WWF und Pro Natura begrüssen die in der Teilrevision des kantonalen Jagdgesetzes vorgeschlagenen Änderungen, regen aber auch weitere Ergänzungen
Forschungsergebnisse brachten den Beweis: In Vietnam haben Wilderer das letzte Java-Nashorn getötet. Schuld daran ist auch die Passivität der vietnamesischen Behörden, kritisiert der WWF
Die Fischereiminister der EU haben festgelegt, wie viel Fisch 2012 in der Ostsee gefangen werden darf. Der WWF lobt die generelle Annäherung an wissenschaftliche Empfehlungen, kritisiert aber die Entscheidungen zu Lachs und Scholle, die trotz Kürzungen stark hinter den Kommissionsvorschlägen zurückbleiben.
Vom 14. September bis 2. Oktober fand das diesjährige Raptor-Camp mit rund 60 engagierten Vogelfreunden aus allen Teilen Europas auf Malta statt. Der NABU unterstützte das internationale Herbstcamp bereits zum achten Mal. Die Organisation vor Ort liegt traditionell in den Händen unseres maltesischen BirdLife Partners.