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	<title>Naturschutz.ch &#187; Jagd und Fischerei</title>
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	<description>Das Schweizer Portal für Natur- und Umweltschutz</description>
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		<title>Neue Fischart erobert die Schweiz</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 13:09:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin2</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anfang November 2011 wurde im Basler Rhein in der Schweiz ein brauner Fisch entdeckt, der in Deutschland bereits für tiefe Sorgenfalten sorgt: Es handelt sich um die Kessler-Grundel (Ponticola kessleri). Der nachtaktive Bodenfisch, der bis zu 20 cm lang wird, stammt aus dem Schwarzen Meer und seinen Zuflüssen. Die ökologisch anspruchslose und aggressive Fischart ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/?attachment_id=44419" rel="attachment wp-att-44419"><img class="alignleft size-full wp-image-44419" title="kessler-grundel_wiki" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/kessler-grundel_wiki.png" alt="" width="292" height="219" /></a>Anfang November 2011 wurde im Basler Rhein in der Schweiz ein brauner Fisch entdeckt, der in Deutschland bereits für tiefe Sorgenfalten sorgt: Es handelt sich um die Kessler-Grundel (<em>Ponticola kessleri</em>). Der nachtaktive Bodenfisch, der bis zu 20 cm lang wird, stammt aus dem Schwarzen Meer und seinen Zuflüssen. Die ökologisch anspruchslose und aggressive Fischart ist via Rhein-Main-Donau-Kanal nach Mitteleuropa vorgedrungen und erobert seit einigen Jahren den Rhein mit beängstigendem Tempo und mit fatalen Folgen: Mancher einheimischen Fischart droht nun ein harter Konkurrenzkampf mit dem Neuankömmling, was zu einer starken Verschiebung des Faunaspektrums führen könnte. Andere Fischarten komplett verdrängen werde die Kesslergrundel aber wohl nicht, glaubt ein deutscher Experte, der sich vor einem Jahr im &#8220;Spiegel&#8221; zitieren liess.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,692317,00.html"><strong>Spiegel</strong></a></p>
<p>Bild: Wikipedia</p>
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		<title>Doubs: Probleme werden angegangen</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 15:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin2</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die französisch-schweizerische Arbeitsgruppe für die Verbesserung der Wasserqualität und des aquatischen Lebensraums des Doubs trat am 18. Januar 2012 in Neuenburg zusammen. Dabei wurde ein Rahmendokument unterzeichnet, welches aufzeigt, mit welchen Massnahmen die Beeinträchtigungen der Morphologie und der Wasserqualität des Doubs zu vermindern sind. Das Treffen stand unter dem gemeinsamen Vorsitz von Willy Geiger, Vizedirektor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/?attachment_id=37070" rel="attachment wp-att-37070"><img class="alignleft size-full wp-image-37070" title="Doubs_Fluss" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Gorges_du_Doubs_02.jpg" alt="" width="800" height="600" /></a>Die französisch-schweizerische Arbeitsgruppe für die Verbesserung der Wasserqualität und des aquatischen Lebensraums des Doubs trat am 18. Januar 2012 in Neuenburg zusammen. Dabei wurde ein Rahmendokument unterzeichnet, welches aufzeigt, mit welchen Massnahmen die Beeinträchtigungen der Morphologie und der Wasserqualität des Doubs zu vermindern sind.</p>
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<p>Das Treffen stand unter dem gemeinsamen Vorsitz von Willy Geiger, Vizedirektor des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), und von Pierre Clavreuil, Vizepräfekt und Generalsekretär der Präfektur des Departements Doubs als Vertreter der französischen Seite. Bereits seit mehreren Monaten unternehmen beiden Länder gemeinsame Anstrengungen mit dem Ziel, die Qualität des Wassers und des aquatischen Lebensraums des französisch-schweizerischen Grenzflusses zu verbessern.</p>
<p>Am 18. Januar 2012 verabschiedete die Arbeitsgruppe ein Rahmendokument. Dieses nennt die Schritte, die von den Behörden zu unternehmen sind, um die Auswirkungen der menschlichen Aktivitäten auf die Wasserqualität und die physische Qualität des Fliessgewässer, d.h. seine Morphologie, zu reduzieren. Im Rahmen der Umsetzung dieses Aktionsplans wird die Arbeitsgruppe eng mit weiteren Arbeitsgruppen zusammen arbeiten, so im Bereich der Wasserkraft (Schwall/Sunk), der Fischerei und der Überwachung der Wasserqualität und des Lebensraums.  Jedes Jahr wird eine Standortbestimmung über die Fortschritte des Aktionsprogramms durchgeführt.</p>
<p>Die französisch-schweizerische Arbeitsgruppe wurde auf der Grundlage einer Vereinbarung vom 11. Februar 2008 gegründet. Diese Vereinbarung sieht vor, dass die Schweiz von Frankreich bei der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie konsultiert wird. In der Gruppe präsent sind unter anderem die Präfekten der Region Franche-Comté und des Departements Doubs, das Bundesamt für Umwelt, das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) sowie die Kantone Jura, Neuenburg und Bern. Involviert sind ferner Fischereifachleute sowie Exponenten des regionalen Naturparkprojekts «Parc naturel régional frontalier du Doubs».</p>
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		<title>Mehr Tierschutz auf der Jagd: Petition eingereicht</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 13:15:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Just</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Entwurf zur Revision der Jagdverordnung (JSV) stellt Nutzungsansprüche der Jägerschaft in den Vordergrund, anstatt wildlebende Tiere mit einem zeitgemässen Gesetz besser zu schützen, so der STS. Er lanciert die Petition „Mehr Tierschutz auf der Jagd!“ Innerhalb kurzer Zeit haben rund 10'000 Personen die STS-Petition unterzeichnet. Die Unterschriften wurden gestern in Bern dem zuständigen Departement übergeben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Rotwild_h25p1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-44364" title="800px-Rotwild_h25p" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Rotwild_h25p1-300x214.jpg" alt="" width="300" height="214" /></a>Der Schweizer Tierschutz STS ist enttäuscht vom Entwurf zur Revision der Jagdverordnung (JSV) vom Bundesamt für Umwelt BAFU. Anstatt wildlebende Tiere mit einem zeitgemässen Gesetz besser zu schützen und unnötiges Tierleid bei der Jagd zu verhindern, stehen die Nutzungsansprüche der Jägerschaft im Vordergrund und tierquälerische Jagdpraktiken sollen weiterhin erlaubt sein, so der STS. Er lanciert die Petition „Mehr Tierschutz auf der Jagd!“ Innerhalb kurzer Zeit haben rund 10&#8217;000 Personen die STS-Petition unterzeichnet. Die Unterschriften wurden gestern in Bern dem zuständigen Departement übergeben.</p>
<p>Die Petition fordert deutliche Nachbesserungen im Revisionsentwurf, insbesondere die Aufnahme eines allgemeinen Tierschutzartikels, eine minimale Schonzeit für alle Wildtiere sowie das landesweite Verbot der Baujagd. Gemäss STS basiert das Jagdgesetz auf einem veralteten Naturverständnis, welches die Wildtiere in schädlich und nützlich einteilt. Das natürliche Jagdverhalten z.B. von Luchs oder Wolf wird als „Schaden“ definiert und die geschützten Tiere als „Schädlinge“ diskreditiert, deren Bestand reguliert werden kann, wenn sie nach Ansicht der Jäger zu viel Beute machen.</p>
<p>Wird der Revisionsentwurf in der vorliegenden Form umgesetzt, sind die Wildtiere die grossen Verlierer dieser Revision.</p>
<p><a title="http://www.tierschutz.com/jagdpetition/" href="http://www.tierschutz.com/jagdpetition/" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: Hilberts 25. Problem (Wikimedia Commons)</p>
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		<title>Wale ersticken in Fischernetzen</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/wale-ersticken-in-fischernetzen/43962</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 10:26:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die weltweiten Bestände von Zahnwalen, wie Tümmler, Schweinswal und Delphin, sind in den vergangenen zehn Jahren dramatisch geschrumpft. 86 Prozent aller Zahnwalarten sind aufgrund von Beifang in Langleinen, Stell- und Schleppnetzen akut bedroht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/w.png"><img class="alignnone size-full wp-image-43963" title="w" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/w.png" alt="" width="675" height="583" /></a>Die weltweiten Bestände von Zahnwalen, wie Tümmler, Schweinswal und Delphin, sind in den vergangenen zehn Jahren dramatisch geschrumpft. Zu diesem Ergebnis kommt ein UN-Bericht, der von der Umweltschutzorganisation WWF mitfinanziert und durchgeführt wurde. Der Report des UN-Übereinkommens zur Erhaltung wandernder Tierarten dokumentiert die akute Bedrohung von 86 Prozent aller Zahnwalarten aufgrund von Beifang in Langleinen, Stell- und Schleppnetzen, so der WWF in der aktuellen Medienmitteilung. Zahnwale, wie etwa der in der Nord- Ostsee heimische Schweinswal, sind von Beifang stärker betroffen als die grossen Bartenwale, die sich überwiegend von Krill ernähren.</p>
<p>„Obwohl Wale weitgehend nicht mehr kommerziell gejagt werden, sind ihre Bestände zunehmend stärker bedroht“, warnt Volker Homes, Leiter Artenschutz des WWF. Gründe hierfür seien vor allem das unnötige Sterben als Beifang in Netzen sowie die Überfischung ihrer Hauptnahrungsquellen. „Um das Aussterben von Walarten zu verhindern, müssen kommerzielle Fischereimethoden verbessert werden“, fordert daher der WWF-Experte. Hierfür seien Methoden und Techniken zur Vermeidung von Beifang und die Ausweisung saisonaler Schutzgebiete dringend erforderlich.</p>
<p>Zahnwale orientieren sich in ihrem Lebensumfeld mit Klick-Lauten und können bei ihrer Beutejagd die Fischernetze häufig nicht orten. Sie verfangen sich daher, ertrinken und werden als ungewollter Beifang wieder ins Meer geworfen. Dem UN-Bericht zufolge sind Zahnwale zudem durch lokale Jagd, Schiffszusammenstösse, Verlärmung der Meere und die Zerstörung ihrer Lebensräume gefährdet. Weitere Todesursachen für die Meeressäuger sind die Aufnahme von Plastikabfällen und Chemikalien, die zum Beispiel gegen Algenbewuchs an Schiffswänden eingesetzt werden.</p>
<p>Beifang und Umweltverschmutzung sind dem Bericht zufolge jedoch nicht nur ein Problem der Meere. So sei von dem im Yangtse-Flusssystem in China beheimateten Baiji-Flussdelphin seit 2002 kein lebendes Individuum mehr gesichtet worden. Die Art ist damit nach WWF-Einschätzung mit grosser Wahrscheinlichkeit ausgestorben.</p>
<p><a href="http://wwf.de" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: AVampireTear (Wikimedia Commons)</p>
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		<title>Jagd auf Hering</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 11:21:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die EU-Fischereiminister haben letzte Woche festgelegt, wie viel Fisch 2012 in Nordsee und Nordostatlantik gefangen werden darf. Der WWF zieht eine gemischte Bilanz der Entscheidungen. Er begrüsst laut Medienmitteilung die klarere Ausrichtung der Fangquoten an den wissenschaftlichen Vorgaben, kritisiert aber vor allem den Beschluss zu Nordseehering.   ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Herringadultkils.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-43634" title="Hering" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Herringadultkils.jpg" alt="" width="584" height="239" /></a>Die EU-Fischereiminister haben letzte Woche festgelegt, wie viel Fisch 2012 in Nordsee und Nordostatlantik gefangen werden darf. Der WWF zieht eine gemischte Bilanz der Entscheidungen. Er begrüsst laut Medienmitteilung die klarere Ausrichtung der Fangquoten an den wissenschaftlichen Vorgaben, kritisiert aber vor allem den Beschluss zu Nordseehering.</p>
<p>In der Regel einigten sich die Minister auf geringere Quotenabzüge, als die EU-Kommission vorgeschlagen hat. Dennoch wurden zahlreiche Fangmengen nach unten angepasst. Nicht so beim Nordseehering, dessen Bestand sich seit Jahren gut entwickelt. Laut WWF ist der Heringsbeschluss ein Rückfall in dunkle Zeiten, weil sich die Minister über das auf mehrere Jahre ausgelegte Management der Fischerei hinweggesetzt haben. Anstatt eines Aufschlages von 15 Prozent, die der so genannte Mehrjahresplan für Hering erlaubt hätte, wurde die Quote für 2012 mehr als verdoppelt, nachdem die Minister den Plan ausser Kraft setzten.</p>
<p>&#8220;Langfristige Pläne müssen die Zukunft für Europas Fischerei sein, nicht ihre Vergangenheit. Solche Vollbremsungen können die Reformbestrebungen in der Fischereipolitik gefährden&#8221;, sagt Karoline Schacht, Fischereiexpertin des WWF. &#8220;Schon mit einem Silberstreif am Horizont verfallen die Minister wieder dem riskanten und kurzsichtigen Gewinnstreben.&#8221; Nach Ansicht des WWF wirke die immense Erhöhung um 140 Prozent wie eine Ausgleichszahlung an die Fischer, die an anderer Stelle starke Einbussen hinnehmen müssen. Langfristige Managementpläne gelten für Umweltschützer im laufenden Reformprozess der EU-Fischerei als zentrales Mittel für mehr Nachhaltigkeit.</p>
<p><a href="http://www.wwf.de">Weitere Informationen</a></p>
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		<title>Gericht untersagt Muschelimport</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 15:36:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zufrieden sind die Naturschutzverbände Schutzstation Wattenmeer und WWF mit einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes in Schleswig, nach dem der Import von Miesmuscheln aus entfernten Regionen in den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer unterbleiben müsse. Diese Muscheln waren für die Kulturbänke der Muschelfischerei bestimmt, doch durch den Import werden auch gebietsfremde Arten eingeschleppt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Schale_Miesmuschel_Herzmuschel.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-40846" title="Schale Miesmuschel" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Schale_Miesmuschel_Herzmuschel.jpg" alt="" width="480" height="360" /></a>Zufrieden sind die Naturschutzverbände Schutzstation Wattenmeer und WWF mit einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes in Schleswig, nach dem der Import von Miesmuscheln aus entfernten Regionen in den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer unterbleiben müsse. Diese Muscheln waren für die Kulturbänke der Muschelfischerei bestimmt, doch durch den Import werden auch gebietsfremde Arten eingeschleppt. Dieses ist zum Schutz des Nationalparks nicht zulässig, so das Gericht. Die Schutzstation Wattenmeer hatte, unterstützt vom WWF, geklagt und durch das am Freitag ergangene Urteil recht bekommen, so die Medienmitteilung des WWF.</p>
<p>„Die Urteilsbegründung steht noch aus. Klar ist aber schon jetzt: Das Oberverwaltungsgericht hat den Schutz des Nationalparks nachhaltig gestärkt“, sagt Silvia Gaus, Naturschutzexpertin bei der Schutzstation Wattenmeer. „Die Landesregierung muss nun Konsequenzen ziehen. Der Import von Besatzmuscheln, der ohne Einschleppung standortfremder Arten gar nicht möglich ist, muss sofort gestoppt werden.“</p>
<p>Das Urteil zeigt aus Sicht von Schutzstation Wattenmeer und WWF aber auch, dass über die Muschelfischerei im Nationalpark insgesamt neu nachgedacht werden muss: „Es kann nicht sein, dass trotz eines 90-prozentigen Schwundes der wilden Miesmuscheln und trotz des Rückgangs von muschelfressenden Vögeln wie Austernfischern und Eiderenten weiter gefischt wird wie bisher,“ sagt Hans-Ulrich Rösner vom WWF. Statt das Muschelprogramm nun um 15 Jahre zu verlängern, solle die Landesregierung eine einjährige Denkpause einschalten und Lizenzen zur Muschelfischerei nur für diese Übergangszeit ausstellen. Diese Zeit müsse genutzt werden, um das Gerichtsurteil auszuwerten und sorgfältig zu prüfen, wie eine Muschelfischerei auch im Einklang mit dem Schutz des Nationalparks ausgeübt werden könnte. „Der Naturschutz muss dabei endlich auf Augenhöhe in die Verhandlungen einbezogen und die Muschelmauschelei in Kiel beendet werden“, fordert Rösner.</p>
<p>Hintergrund des Urteils des OVG Schleswig ist der vor einigen Jahren begonnene Import von Besatzmuscheln aus Grossbritannien und Irland. Man genehmigte diesen im Jahr 2007 und in den Folgejahren nach Fischereirecht, berücksichtigte aber nicht, dass dieser Import in ein Schutzgebiet erfolgt und dass das Nationalparkgesetz das Aussetzen standortfremder Tiere dort verbietet. Dieses Verbot hat gute Gründe, denn auch die biologische Vielfalt im Meer leidet immer mehr unter der Einschleppung von gebietsfremden Arten. Im Wattenmeer besonders auffällig sind beispielsweise die Pazifische Auster, die amerikanische Schwertmuschel, oder auf den Wattenmeerinseln die Kartoffel-Rose. Alle diese Arten erwiesen sich als sehr durchsetzungsfähig und breiten sich letztlich auf Kosten heimischer Arten aus. Beim Import der Miesmuscheln werden fremde Arten, die an ihnen haften oder als Parasiten in ihnen leben, unvorhersehbar und unvermeidbar mit eingeführt. Auch die eingeführten Miesmuscheln selber sind nicht identisch mit den wilden Miesmuscheln im Wattenmeer, sondern an andere Standorte angepasst. Zum Teil handelt es sich bei der so genannten Mittelmeer-Miesmuschel sogar um eine andere Art.</p>
<p><a href="http://www.wwf.de/" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: Wikimedia Commons</p>
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		<title>Illegaler Wolf-Abschuss: Politiker verurteilt</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/illegaler-wolf-abschuss-politiker-verurteilt/43401</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 14:33:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Walliser alt Staatsrat Jean-René Fournier ist zu einer bedingten Strafe verurteilt worden, weil er 2006 den illegalen Abschuss eines Wolfs genehmigt hat. Der WWF hatte damals Strafanzeige eingereicht und bekommt jetzt vom Kantonsgericht Recht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Canis_lupus_2_Martin_Mecnarowski.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-40993" title="Wolf" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Canis_lupus_2_Martin_Mecnarowski.jpg" alt="" width="480" height="319" /></a>Der Walliser alt Staatsrat Jean-René Fournier ist zu einer bedingten Strafe verurteilt worden,  weil er 2006 den illegalen Abschuss eines Wolfs genehmigt hat. Der WWF hatte damals Strafanzeige eingereicht und bekommt jetzt vom Kantonsgericht Recht, dies teilte der WWF Wallis in der aktuellen Medienmitteilung mit.</p>
<p>Die Geschichte sorgte vor fünf Jahren für grosses Aufsehen: 2006 wurde bei einer Treibjagd im Walliser Chablais ein Wolf abgeschossen, nach dem dieser 30 Schafe gerissen hatte. Die Abschuss-Genehmigung erteilte damals Staatsrat Jean-René Fournier – dies trotz gegenteiliger Anweisung des Kantonsgerichts. Er wurde dabei von der Walliser Regierung auch noch gestützt. Nach dem Abschuss liess Fournier den Wolf – ein international streng geschütztes Tier – ausstopfen und stellte die Trophäe demonstrativ in seinem Büro aus. Mit dem Urteil wird nun amtlich bestätigt, dass dieser Abschuss illegal erfolgte. Deshalb wurde alt Staatsrat Fournier vom Kantonsgerichts zu 60 Stunden gemeinnütziger Arbeit bedingt verurteilt.</p>
<p><strong>Urteil mit Signalwirkung</strong></p>
<p><strong></strong>„Juristisch haben wir heute vor Gericht Recht erhalten: Es darf nicht sein, dass sich ein Staatsrat über die Weisungen des Kantonsgerichts hinwegsetzt und dabei von der Regierung auch noch gestützt wird“, sagt Stefan Inderbitzin, Mediensprecher beim WWF Schweiz. Dem Wolf nützt der späte Richterspruch nichts mehr und auch Jean-René Fournier sitzt nicht mehr in der Regierung, er vertritt heute den Kanton Wallis im Ständerat.</p>
<p>Trotzdem erhofft sich der WWF Schweiz vom Urteil Signalwirkung: „Der Kanton Wallis hat in seiner Wolfspolitik bisher vor allem auf das Jagdgewehr gesetzt, nur damit lassen sich keine Probleme lösen“, betont Inderbitzin. Die Zeit sei reif zum Umdenken: Über die Alpen werden immer wieder einzelne Wölfe in die Schweiz einwandern, jetzt muss sich auch der Kanton Wallis auf diese Situation einstellen. Konkret bedeutet dies behirtete Schafherden und der Einsatz von Herdenschutzhunden, so wie das in anderen Kantonen längst der Fall ist. Dort hat sich der Herdenschutz gut bewährt.</p>
<p><a href="http://www.wwf.ch/" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: Martin Mecnarowski (Wikimedia Commons)</p>
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		<title>Miesmuschel stark im Rückgang</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/miesmuschel-stark-im-ruckgang/43346</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 13:57:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tief enttäuscht sind die Naturschutzverbände Schutzstation Wattenmeer, NABU und WWF über das schleswig-holsteinische Umweltministerium. Sie werfen ihm vor, bei der Fischerei keine Rücksicht auf den Schutz des Nationalparks zu nehmen. So seien nur noch zehn Prozent der einstigen Bestände an natürlichen Miesmuschelbänken vorhanden. Die Fischerei soll dennoch fast unverändert für weitere 15 Jahre fortgeführt werden.  ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/385193_2482183344279_1543459102_4174691_1999300664_n1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-43351" title="Eiderente " src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/385193_2482183344279_1543459102_4174691_1999300664_n1.jpg" alt="" width="960" height="639" /></a>Tief enttäuscht sind die Naturschutzverbände Schutzstation Wattenmeer, NABU und WWF über das schleswig-holsteinische Umweltministerium. Sie werfen ihm vor, bei der Fischerei keine Rücksicht auf den Schutz des Nationalparks zu nehmen, wie sie in der aktuellen Medienmitteilung schreiben. So seien nur noch zehn Prozent der einstigen Bestände an natürlichen Miesmuschelbänken vorhanden. Die Fischerei soll dennoch fast unverändert für weitere 15 Jahre fortgeführt werden.</p>
<p>„Die Bestände der Miesmuscheln sind dramatisch zusammengebrochen“, beklagt Silvia Gaus, Naturschutzexpertin bei der Schutzstation Wattenmeer. Dies gälte nicht nur für die Muschelbänke auf den trockenfallenden Wattflächen. Nach neuen Erkenntnissen seien auch im ständig wasserbedeckten Teil des Nationalparks Wattenmeer keine wilden Miesmuschelriffe mehr zu finden. „Damit geht ein Teil der biologischen Vielfalt des Wattenmeeres verloren, denn Miesmuscheln bilden mit ihren Bänken Riffe, auf denen viele andere Organismen leben“, so Gaus. Miesmuscheln sind auch die Lebensgrundlage von Wattvögeln wie Austernfischern und Eiderenten, deren Bestände ebenfalls zurückgehen. Nach Auffassung der Naturschutzverbände ist die Befischung der Muscheln für die negative Entwicklung mit verantwortlich.</p>
<p>„Es ist abenteuerlich, unter diesem Umständen die Fischerei fast unverändert fortzusetzen“, sagte Hermann Schultz, Vorsitzender des NABU Schleswig-Holstein. „Noch unverantwortlicher ist es, dies gleich für 15 Jahre bis zum Jahr 2026 festschreiben zu wollen, und dies alles noch bis zum Jahresende übereilt zu unterschreiben.“ Zwar beteilige man die Nationalpark-Kuratorien, die eigens Sitzungen in den Tagen vor Weihnachten abhalten wollen. Doch hat das Ministerium schon bei mehreren Gelegenheiten darauf hingewiesen, dass man sich an deren Beschlüssen nicht orientieren müsse.</p>
<p>Den Import von Besatzmuscheln aus entfernten Regionen, mit denen man nun die Kulturflächen der Muschelfischer auffüllt, lehnen die Naturschutzverbände ab. Die Risiken für den Nationalpark sind viel zu gross, denn andere Arten reisen mit den Muscheln mit. Sie haften beispielsweise als Larven an ihnen, oder leben als Parasiten in den Muscheln. Viele können weder gefunden noch sicher entfernt werden, so dass mit solchen Importen weitere gebietsfremde und invasive Arten in das Wattenmeer eingeschleppt werden können.</p>
<p>„So kann es nicht weitergehen,“ sagt Hans-Ulrich Rösner vom WWF. „Viele Menschen  sind stolz auf mehr als 25 Jahre Nationalpark Wattenmeer und die Anerkennung dieses einmaligen Gebietes als Weltnaturerbe. Doch wenn eine konkrete Entscheidung für die Natur gefragt ist, versagt das Ministerium. Es muss ohne künstlichen oder durch Wahltermine erzeugten politischen Druck nach einer Lösung gesucht werden, die den Nationalpark berücksichtigt.“ Bis dahin dürften die Muschelfischerei-Lizenzen nur für eine kurze Übergangszeit verlängert und die Genehmigung zum Import von Besatzmuscheln müsste ausgesetzt werden, so die klare Forderung der drei Naturschutzverbände.</p>
<p><a href="http://www.wwf.de" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: Stefanie Pfefferli (Eiderente frisst Miesmuschel)</p>
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		<title>Ein Zeichen für die Weltmeere</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 10:40:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Weltmeere sind die grösste und am wenigsten geschützte Biosphäre der Erde. Zwei Drittel der Ozeane sind internationale Gewässer. Bisher gab es keinen rechtlichen Rahmen für den Schutz der biologischen Vielfalt dieser so genannten Hohen See, die ausserhalb nationaler Gesetzgebung liegt. Die UN-Generalversammlung verabschiedete gestern eine Resolution zur nachhaltigen Fischerei und begann die Debatte über eine zweite Meeresresolution, die den Weg zu einem völkerrechtlich bindenden Abkommen für den Meeresschutz auf Hoher See ebnet. Zum einen werden Fischereinationen und regionale Fischereiorganisationen aufgefordert, destruktive Fischereimethoden, wie Bodenschleppnetze, in Gebieten mit empfindlichen Tiefsee-Ökosystemen aufzugeben. Zum anderen soll das Seerecht soweit fortentwickelt werden, dass die Ausweisung von Meeresschutzgebieten auch in internationalen Gewässern ermöglicht wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Halifay_-_NS_-_M.V._Northern_Osprey.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-40816" title="Schleppnetz Fischerei" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Halifay_-_NS_-_M.V._Northern_Osprey.jpg" alt="" width="480" height="284" /></a>Die Weltmeere sind die grösste und am wenigsten geschützte Biosphäre der Erde. Zwei Drittel der Ozeane sind internationale Gewässer. Bisher gab es keinen rechtlichen Rahmen für den Schutz der biologischen Vielfalt dieser so genannten Hohen See, die ausserhalb nationaler Gesetzgebung liegt. Die UN-Generalversammlung verabschiedete gestern eine Resolution zur nachhaltigen Fischerei und begann die Debatte über eine zweite Meeresresolution, die den Weg zu einem völkerrechtlich bindenden Abkommen für den Meeresschutz auf Hoher See ebnet. Zum einen werden Fischereinationen und regionale Fischereiorganisationen aufgefordert, destruktive Fischereimethoden, wie Bodenschleppnetze, in Gebieten mit empfindlichen Tiefsee-Ökosystemen aufzugeben. Zum anderen soll das Seerecht soweit fortentwickelt werden, dass die Ausweisung von Meeresschutzgebieten auch in internationalen Gewässern ermöglicht wird.</p>
<p>Bereits in den Jahren 2006 und 2009 hatten die Vereinten Nationen Resolutionen zum Schutz der Ökosysteme in der Tiefsee verabschiedet. Seitdem wurden diese Bestimmungen zu Bodenschleppnetzen und anderen Methoden der Tiefseefischerei nur unregelmässig und uneffektiv von den Mitgliedstaaten durchgesetzt, wie eine Auswertung nun ergab. „Bodenschleppnetze sind die grösste Bedrohung für die Lebewesen der Tiefsee“, erklärt Stephan Lutter, Meeresschutzexperte beim WWF Deutschland. Sie sind das meistbenutze Mittel der Hochseefischerei. Bei dieser Methode werden schwere Stahlplatten, Ketten und lange Netze über den Meeresboden gezogen, wobei verletzliche Ökosysteme, wie Korallenriffe, Schwammbänke und Seeberge stark beschädigt und Arten bedroht werden. Der WWF begrüsst die UN-Fischereiresolution, die strengere Maßnahmen zur Vermeidung solcher Umweltschäden sowie öffentlich zugängliche Umweltverträglichkeitsprüfungen für die Tiefseefischerei fordert.</p>
<p>„Das Abkommen zur biologischen Vielfalt formuliert zwar das Ziel, bis 2020 zehn Prozent der Weltmeere unter Schutz zu stellen“, so Lutter. „Es gibt jedoch kein rechtliches Instrumentarium, das autorisiert wäre, dies für internationale Gewässer zu tun.“ Die zweite UN-Resolution zum Thema Ozeane und Seerecht sieht vor, diese Gesetzeslücke zu schliessen und Bestimmungen zur nachhaltigen Nutzung und zum Schutz der Meere auch außerhalb nationaler Zuständigkeiten durchzusetzen. Dies ebnet auch den Weg für ein multilaterales Abkommen zum Schutz von Arten, Lebensräumen und Ökosystemen der Hohen See. Es gibt nur drei regionale Meeresschutzabkommen, für das Mittelmeer, den Nordostatlantik und das Südpolarmeer, die internationale Gewässer umfassen. Auf dieser Grundlage wurden 2010 die weltweit ersten Schutzgebiete auf der Hohen See ausgerufen. Um darin Schutzmassnahmen zu erlassen, bedarf es jedoch anderer Abkommen und Organisationen, die für die Regulierung menschlicher Aktivitäten, wie Fischerei, Tiefseebergbau, Verklappung und Schifffahrt zuständig sind und sich meist mit einer starken Lobby konfrontiert sehen.</p>
<p><a href="http://www.wwf.de/" target="_blank">Weitere Infotmationen</a></p>
<p>Wladyslaw (Wikimedia Commons)</p>
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		<title>Schlaue Netze</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 08:01:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anlässlich des gestrigen Weltfischereitages fordert der WWF, die Fischerei umweltverträglicher zu gestalten und stellt die Gewinner des internationalen Wettbewerbs „Schlaue Netze“ vor. Die Umweltorganisation prämiert die Entwicklung von innovativen Fischereimethoden aus aller Welt, die Umweltschäden wie unerwünschten Beifang reduzieren. Der mit 30.000 US-Dollar dotierte Hauptpreis geht in diesem Jahr an den Kapitän eines japanischen Thunfischfängers. Seine Erfindung verringert den Beifang von Seevögeln in der Langleinenfischerei auf Thunfisch um bis zu 89 Prozent. Mit zusätzlichen Gewichten lassen sich die mit Ködern bestückten, mehrere hundert Meter langen Fischerleinen tiefer unter der Wasseroberfläche ausbringen. Damit sind die Haken für die gefährdeten Albatrosse und anderen Seevögel auf ihrer Jagd nach den Ködern ausser Reichweite. Bis zu 300.000 Seevögel fallen derzeit weltweit pro Jahr der Langleinen-Fischerei zum Opfer.  ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Sixfinger_threadfin_school.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-40745" title="Fischschwarm" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Sixfinger_threadfin_school.jpg" alt="" width="480" height="360" /></a>Anlässlich des gestrigen Weltfischereitages fordert der WWF, die Fischerei umweltverträglicher zu gestalten und stellt die Gewinner des internationalen Wettbewerbs „Schlaue Netze“ vor. Die Umweltorganisation prämiert die Entwicklung von innovativen Fischereimethoden aus aller Welt, die Umweltschäden wie unerwünschten Beifang reduzieren. Der mit 30.000 US-Dollar dotierte Hauptpreis geht in diesem Jahr an den Kapitän eines japanischen Thunfischfängers. Seine Erfindung verringert den Beifang von Seevögeln in der Langleinenfischerei auf Thunfisch um bis zu 89 Prozent. Mit zusätzlichen Gewichten lassen sich die mit Ködern bestückten, mehrere hundert Meter langen Fischerleinen tiefer unter der Wasseroberfläche ausbringen. Damit sind die Haken für die gefährdeten Albatrosse und anderen Seevögel auf ihrer Jagd nach den Ködern ausser Reichweite. Bis zu 300.000 Seevögel fallen derzeit weltweit pro Jahr der Langleinen-Fischerei zum Opfer.</p>
<p>„Wir müssen die negativen Auswirkungen des Fischfangs eindämmen, damit unsere Meere lebendig bleiben“, sagt Karoline Schacht. „Der WWF-Wettbewerb fördert gute und vor allem praktische Ideen zutage, die für Profifischer und Freizeitangler anwendbar sind.“</p>
<p>Mit 10.000 US-Dollar wurde eine Erfindung prämiert, die Beifangschäden in der Freizeitangelei reduziert. Aus verschiedenen Gründen muss der Angler gefangenen Fisch wieder freisetzen, nämlich zu kleine oder zu viel gefischte Tiere. Der sogenannte SeaQualizer erhöht die Überlebenschancen von in tiefem Wasser lebenden Fischen wie Rotbarsch und Red Snapper, wenn sie freigelassen werden, indem er die Symptome von Barotrauma verringert. Da sich die Schwimmblase der Fische ausdehnt, wenn sie nach oben gezogen werden, erhöht sich der Auftrieb der Fische. Die freigesetzten Fische können deshalb nicht in die Tiefe zurückkehren und verenden zumeist an der Oberfläche. Die von einem Team aus Florida erfundene Vorrichtung ermöglicht es dem Angler, Fische in ihrer angestammten Wassertiefe statt an der Oberfläche freizusetzen. Der SeaQualizer kann bei vorherbestimmtem Wasserdruck auslösen und in Abhängigkeit von Tiefe und Fischart die Überlebensrate um ca. 50 Prozent steigern. „Der Angelsport zieht oft überfischte Arten wie Rotbarsch und Red Snapper in Mitleidenschaft und hat auf manche Bestände beachtliche Auswirkungen“, so Schacht weiter. In den USA stammten 2002 vier Prozent der Gesamtanlandung von Meeresfisch aus der Freizeitangelei. Betrachtet man nur die gefährdeten Fischbestände, waren es sogar 23 Prozent der landesweiten Fänge.</p>
<p>Der dritte ebenfalls mit 10.000 US-Dollar dotierte Preis leistet einen Beitrag zum Schutz von bedrohten Meeresschildkröten, die oft als Beifang in Fischernetzen verenden. Stellnetze werden mit Fischereileuchten ausgerüstet, so dass Meeresschildkröten die beleuchteten Netze umschwimmen. 60 Prozent weniger Schildkröten gingen während der Testphase ins Netz, ohne dass die Fangerfolge von Fisch sich verringerten. Stellnetzfischerei – die Fischerei mit feststehenden Netzen &#8211; gehört zu den Methoden der Küstenfischerei und ist weltweit verbreitet. Eingereicht wurde die prämierte Idee von einem Team des Ocean Discovery Instituts der Universitäten San Diego und Hawaii.</p>
<p><a href="http://www.wwf.de" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
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