Landwirtschaftlich genutzte Moorböden machen nur 8 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland aus. Doch drainierte, also entwässerte Moore haben es in sich: Rund 40 Prozent aller Treibhausgas-Emissionen, die durch die Landwirtschaft und Landnutzung anfallen, haben hier ihren Ursprung.
Im Gegensatz zu den Forschenden bewertet die Schweizerische Arbeitsgruppe Gentechnolgie SAG die Resultate des Freisetzungsversuches mit genmanipuliertem Weizen der ETH und Uni Zürich als Misserfolg. Das vier Millionen Franken teure Herzstück des Nationalen Forschungsprogrammes NFP 59 hat lediglich bestätigt, was bekannt war: Unter Umweltbedingungen zeigen Labor-Gentechpflanzen oft unerwartete Reaktionen und Nebeneffekte.
Die Dominanz gentechnisch veränderter Bt-Baumwolle führt in Indien zu drastischen Einschränkungen der Verfügbarkeit von GVO-freiem Saatgut. In der Ende Juni unterzeichneten Dharwad-Deklaration verpflichten sich führende Forschungsinstitute, Anbauorganisationen und Vertreter der Saatgut- und Textilindustrie zur Zusammenarbeit, um die Saatgutproduktion und die Züchtung von Baumwolle für Bio- und Low-Input-Bedingungen zu fördern.
Laut einer Studie der kanadischen Universität Sherbrook in Quebec haben Forscher das in gentechnisch verändertem Mais vorkommende Bt-Toxin im Blut von schwangeren Frauen und Neugeborenen festgestellt. Dies berichtet die Limmattaler Zeitung am 31. Mai 2011. Bislang wurde von der Gentech-Industrie behauptet, dass Bt-Toxin für die Gesundheit unbedenklich sei, da es im Verdauungstrakt vollständig abgebaut werde und darum nicht in den menschlichen Organismus gelangen könne. Die von den Gentech-Konzernen unabhängige kanadische Studie widerlegt diese Behauptung nun.
Bis Ende 2013 gilt in der Schweiz das Gentechnik-Moratorium, das den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen (GVP) verbietet. Sollten nach dessen Ablauf GV-Ackerkulturen angepflanzt werden, muss dafür gesorgt werden, dass eine Vermischung mit konventionellen Kulturen verhindert wird. Dies wird durch so genannte Koexistenz-Massnahmen erreicht. Wie sich die Koexistenz-Kosten auf die Wirtschaftlichkeit beim GVP-Anbau auswirken, hat die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART in einer Studie mit fünf gentechnisch veränderten Ackerkulturen untersucht.
In der EU ist das Inverkehrbringen von sechs Genmaissorten als Lebensmittel in Zukunft erlaubt.
Die EU-Kommission hat sich entschlossen, ihren Mitgliederstaaten die Entscheidung zu gewähren, ob sie genetisch veränderte Kulturen anbauen wollen. Nach diesem Entscheid fühlen sich Organisationen wie Bio Suisse darin bestärkt, die Schweizer Landwirtschaft in Zukunft gentechfrei zu halten.
Die Risiken und Chancen der Gentechnik bei Pflanzen werden in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Nun hat eine deutsche Studie gezeigt, dass Pflanzen durch konventionelle Züchtung stärker verändert werden als durch Gentechnik.
In der Vergangenheit wurde kaum untersucht, ob sich der Anbau von Genmais auch auf angrenzende Gewässer auswirken kann. Wie der NABU (Naturschutzbund Deutschland) berichtet, liefert eine amerikanische Studie nun erste Erkenntnisse zum Thema.
Das Moratorium für gentechnisch veränderte Tier- und Pflanzenarten wird um drei Jahre verlängert. Nach dem Ständerat hat sich auch der Nationalrat für eine Verlängerung des Moratoriums ausgesprochen.