Wird die weltweite Entwaldung nicht gebremst, gehen in den nächsten knapp 20 Jahren 1,25 Millionen Quadratkilometer Wald verloren. Dies hätte schlimme Konsequenzen für das Klima. Handeln die Länder an der heute beginnenden Uno-Klimakonferenz in Durban entschlossen, können sie den Waldverlust stoppen.
Amphibienpopulationen gehen weltweit zurück. Dieser Trend übersteigt den anderer Tiergruppen erheblich, denn mehr als 30% aller Amphibienarten gelten laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als bedroht. Dazu tragen zahlreiche Faktoren wie Klimawandel und Landnutzung bei. Ihre räumliche Verbreitung und Interaktion ist bisher jedoch schlecht dokumentiert. Eine neu veröffentlichte Studie von Wissenschaftlern um Dr. Christian Hof zeigt, dass die Gebiete mit der grössten Amphibienvielfalt den stärksten Bedrohungen ausgesetzt sind.
Der WWF fordert für Infrastrukturprojekte, wie etwa Stauanlagen oder Wasserkraftwerke weltweite, strengere Nachhaltigkeits-Standards. Eine am Donnerstag in Bonn vorgestellte WWF-Studie betont, dass die Identifizierung und Priorisierung von wichtigen und lebensnotwendigen Gewässersystemen unumgänglich sei, um eine naturverträgliche Nutzung von Feuchtgebieten, Seen und Flüssen zu ermöglichen. Ausserdem müssten „No-Go-Areas“ für Bauvorhaben in ökologisch besonders wertvollen Regionen ausgewiesen werden. Nutzungen von Gewässern ausserhalb der höchsten Schutzkategorie müssten zukünftig strenge Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, so die Forderungen des WWF.
„Gründen wir einen neuen Nationalpark!“ forderte Pro Natura zum Start ins neue Jahrtausend und stellte dem ersten neuen Nationalpark eine Million Franken in Aussicht. Am Samstag konnte dieses Preisgeld dem Nationalpark-Kandidaten „Parco Nazionale del Locarnese“ auf dem Monte Verità bei Ascona feierlich zugesprochen werden. Die Million Schweizer Franken wird dereinst für die Entgeltung der Leistungen der naturbelassenen Kernzonen den Grundeigentümern zugute kommen, wie Pro Natura in der aktuellen Medienmittelung schreibt. Eine wichtige Wegmarke auf dem Weg zu einem neuen Nationalpark für die Schweiz.
Die soeben publizierte Rote Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten zeigt auf: Ein Drittel aller Arten ist gefährdet. Das sind 2‘000 Arten mehr als im Jahr 2009. Fünf vor zwölf ist es für Nashorn und Thunfisch.
Die Ankündigung des Energiekonzerns RWE Dea, die Ölförderung im Wattenmeer ausweiten zu wollen, stösst auf scharfe Kritik von Umweltverbänden. Der NABU, die Naturschutzgesellschaft Schutzstation Wattenmeer und WWF kritisierten die Pläne als zynische und völlig überflüssige Gefährdung des Weltnaturerbes. Der Konzern hatte mitgeteilt, an vier weiteren Stellen im schleswig-holsteinischen und niedersächsischen Wattenmeer nach Öl bohren zu wollen. Seit 1987 betreibt RWE Dea die Förderplattform „Mittelplate A“ mitten im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.
Der WWF flog mehrere tonnenschwere wild lebende Spitzmaulnashörner mit einem Hubschrauber vom östlichen Kap zu ihrem neuen Lebensraum in der Limpopo-Provinz Südafrikas. Insgesamt wurden mit dem WWF-Projekt sieben neue Populationen der vom Aussterben bedrohten Tiere begründet. „Das Unternehmen war besonders schwierig wegen der Anzahl der Tiere und den weiten Transportdistanzen“, sagte der WWF-Projektleiter Jacques Flamand. Tierärzte und Naturschutzexperten des WWF begleiteten die Tiere sicher in ihr neues Zuhause. Für die Aktion wurde eine neue schonende Transporttechnik erprobt, bei der die Tiere frei hängend ohne Netz ausgeflogen wurden.
Ein Forschungsprojekt, des deutschen Bundesamt für Naturschutz offenbart neue Details über die beachtlichen Wanderleistungen der Wölfe in Mitteleuropa. Im Bundesland Sachsen (DE) wurden sechs Wölfe mit GPS-Sendern ausgestattet, um herauszufinden, wie und wann Jungwölfe ihr elterliches Rudel verlassen, um sich einen Partner zu suchen und ein eigenes Territorium zu besetzen. Die Daten wurden im Zeitraum von zwei Jahren über Funk gesammelt.
Forschungsergebnisse brachten den Beweis: In Vietnam haben Wilderer das letzte Java-Nashorn getötet. Schuld daran ist auch die Passivität der vietnamesischen Behörden, kritisiert der WWF
Vom 14. September bis 2. Oktober fand das diesjährige Raptor-Camp mit rund 60 engagierten Vogelfreunden aus allen Teilen Europas auf Malta statt. Der NABU unterstützte das internationale Herbstcamp bereits zum achten Mal. Die Organisation vor Ort liegt traditionell in den Händen unseres maltesischen BirdLife Partners.