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	<title>Naturschutz.ch &#187; Gebietsschutz</title>
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	<description>Das Schweizer Portal für Natur- und Umweltschutz</description>
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		<title>Gefahrenkarten zu 80 Prozent erstellt</title>
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		<pubDate>Tue, 22 May 2012 19:59:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>naturschutz.ch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die grossen Anstrengungen der Kantone bei der Erarbeitung von Gefahrenkarten zeigen laut dem Bundesamt für Umwelt BAFU Wirkung. 80 Prozent der Gefahrenkarten sind erstellt, insbesondere die Gebiete mit hohem Schadenspotential sind erfasst. Die verbleibenden 20 Prozent sollen gemäss den kantonalen Planungen bis 2013 erarbeitet sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://naturschutz.ch/news/unwetterschaden-2011-hohe-schaden-geringe-schadensumme/46318 /attachment/diemtigen1" rel="attachment wp-att-46321"><img class="alignleft size-medium wp-image-46321" title="Hochwasser" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Diemtigen1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Die grossen Anstrengungen der Kantone bei der Erarbeitung von Gefahrenkarten zeigen laut dem Bundesamt für Umwelt BAFU Wirkung. 80 Prozent der Gefahrenkarten sind erstellt, insbesondere die Gebiete mit hohem Schadenspotential sind erfasst. Die verbleibenden 20 Prozent sollen gemäss den kantonalen Planungen bis 2013 erarbeitet sein.</strong></p>
<p>Die Kantone erstellen seit Ende der neunziger Jahre mit der Unterstützung des Bundes Gefahrenkarten. Aus den Karten ist ersichtlich, welche Naturgefahren wie Lawinen, Rutschungen, Steinschlag oder Hochwasser die Siedlungsgebiete bedrohen können. Die jährliche Erhebung des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) über den Stand der Erstellung der Gefahrenkarten zeigt, dass die Kantone Ende 2011die Gefahrenkarten zu 80 Prozent realisiert haben. Die noch fehlenden Karten sollen gemäss der Planung der Kantone bis Ende 2013 vorliegen.</p>
<p>Erstmals wird dann eine landesweite Übersicht über die gefährdeten Gebiete vorliegen. Damit sei der Prozess der Gefahrenbeurteilung jedoch nicht abgeschlossen, so das Bafu. &#8220;Die Bedrohung durch Naturgefahren muss regelmässig überprüft und die Gefahrenkarten müssen bei Bedarf angepasst werden.&#8221;</p>
<p><strong>Umsetzung in Raumplanung wichtig</strong></p>
<p>Ein wichtiger Schritt sei die Anwendung der Gefahrenkarten in der Raumplanung. Bis heute seien rund zwei Drittel der Gefahrenkarten in der kommunalen Nutzungsplanung verbindlich bis auf Stufe Parzelle umgesetzt. Den Nutzen von Gefahrenkarten haben zum Beispiel die Ereignisse vom 10. Oktober 2011 im Kandertal im Kanton Bern gezeigt: Aufgrund der Gefahrenkarten waren vorsorgliche Schutzmassnahmen ergriffen worden, so dass vielerorts grössere Schäden verhindert werden konnten.</p>
<p>&#8220;In Zukunft müssen die Lücken bei den Gefahrengrundlagen geschlossen werden&#8221;, schreibt das Bafu. &#8220;So gilt es, weitere Gefahren etwa aufgrund aussergewöhnlicher Niederschläge wie das Eindringen von Wasser in Gebäude durch Kanalisationsrückstau, Hangwasser oder Grundwasseranstieg zu erfassen.&#8221; Der Bund wird diese wichtigen Arbeiten auch in Zukunft fördern, indem er 50 Prozent der Kosten übernimmt.</p>
<p><a href="http://www.bafu.admin.ch/" target="_blank">BAFU</a></p>
<p>Bild: Stefan Grünig/Wikipedia</p>
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		<title>Wirrwarr um Skigebiet Andermatt-Sedrun</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 16:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Just</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gebietsschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit der "Teilzonenplanung Skiinfrastrukturanlagen" eröffnete die Gemeinde Andermatt das Planungsverfahren für das Skigebietsprojekt. Die Umweltverbände verlangen in einer Einsprache, dass der Zonenplanung ein redimensioniertes Projekt zugrunde gelegt wird, welches neben den wirtschaftlichen auch die ökologischen Interessen besser berücksichtigt, schreibt Pro Natura in einer Medienmitteilung. Problematisch seien auch die unvollständigen Grundlagen und der auferlegte Zeitdruck, was ein planerisches Wirrwarr zur Folge habe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Andermatt_Dorf.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-47109" title="Andermatt" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Andermatt_Dorf-300x207.jpg" alt="" width="300" height="207" /></a>Mit der &#8220;Teilzonenplanung Skiinfrastrukturanlagen&#8221; eröffnete die Gemeinde Andermatt das Planungsverfahren für das Skigebietsprojekt. Die Umweltverbände verlangen in einer Einsprache, dass der Zonenplanung ein redimensioniertes Projekt zugrunde gelegt wird, welches neben den wirtschaftlichen auch die ökologischen Interessen besser berücksichtigt, schreibt Pro Natura in einer Medienmitteilung. Problematisch seien auch die unvollständigen Grundlagen und der auferlegte Zeitdruck, was ein planerisches Wirrwarr zur Folge habe.</p>
<p>Drei Verfahren laufen in Sachen &#8220;Skigebiet Andermatt-Sedrun&#8221; derzeit parallel: Das Verfahren zur Teilzonenplanung Skiinfrastrukturanlagen Andermatt durch die Gemeinde Andermatt, die Frage der Genehmigung des kantonalen Richtplans durch den Bundesrat und das hängige Plangenehmigungsverfahren für den Ausbau der Skigebiete Andermatt-Sedrun beim Bundesamt für Verkehr (BAV). Die drei Verfahren sind voneinander abhängig.</p>
<p>Nur gestützt auf einen vom Bundesrat genehmigten Richtplan können die Plangenehmigung erteilt und die Zonenplanänderung der Gemeinde genehmigt werden. Als eine der Entscheidungsgrundlagen für das Plangenehmigungsverfahren ist jedoch ein genehmigter Zonenplan erforderlich. So kommt es, dass die vorgeschlagene Zonenplanänderung in Andermatt teilweise im Widerspruch steht zum kantonalen Richtplan, dessen Genehmigung durch den Bundesrat noch aussteht. Beispielsweise bei der Ausscheidung von Zonen für Wintersport: Im eingereichten Richtplan sind nur die einzelnen Skipisten als Gebiete für Wintersport eingetragen. In der Teilzonenplanung dagegen sollen nun grossflächige Gebiete als Zone für Wintersport ausgeschieden werden. Was gilt nun, wundert sich Pro Natura.</p>
<p>Die zu wenig aufeinander abgestimmten Planungs- und Bewilligungsverfahren führen zu grossen Unsicherheiten. „In Andermatt wird seit Beginn des Projekts ein Planungswirrwarr veranstaltet. Grund dafür ist der grosse Zeitdruck, unter dem das gigantische, neue Skigebiet gebaut werden soll. Es scheint, dass in Andermatt die Verfahren dem Projekt angepasst werden und sich umgekehrt nicht das Projekt an die geltenden Verfahren halten muss“, sagt Pia Tresch, Geschäftsstellenleiterin von Pro Natura Uri.</p>
<p>Die Umweltschutzorganisationen sind grundsätzlich bereit für eine konsensorientierte Lösung. Dazu sind solide und vollständige Unterlagen (bereinigter Umweltverträglichkeitsbericht und Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission) und weniger weit gehende Eingriffe in Natur und Landschaft unumgänglich,  so Pro Natura weiter.</p>
<p><a href="http://www.pronatura.ch" target="_blank">www.pronatura.ch</a></p>
<p>Bild: Adrian Michael (Wikimedia Commons)</p>
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		<title>Fahrtrainings auf dem Flüela &#8211; kritisch?</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/fahrtrainings-auf-dem-fluela-kritisch/46851</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 09:44:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Just</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gebe „wohl kaum einen geeigneteren Ort für ein Wintertraining als den zugefrorenen Schottensee 2 370 Meter über Meer“, zitiert die NZZ die Homepage von BMW in ihrem gestern erschienen Artikel „Sicheres Lenken auf dem Flüela“. Auf dem Flüelapass und dem Schottensee oberhalb von Davos finden seit 2006 regelmässig Fahrtrainings statt - sehr zum Bedauern der Umweltverbände?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/BMW_Flüela_2.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-46864" title="BMW_Flüela_2" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/BMW_Flüela_2-300x225.png" alt="" width="300" height="225" /></a>Es gebe „wohl kaum einen geeigneteren Ort für ein Wintertraining als den zugefrorenen Schottensee 2 370 Meter über Meer“, zitiert die NZZ die Homepage von BMW in ihrem gestern erschienen Artikel „Sicheres Lenken auf dem Flüela“. Auf dem Flüelapass und dem Schottensee oberhalb von Davos finden seit 2006 regelmässig Fahrtrainings statt &#8211; sehr zum Bedauern der Umweltverbände?</p>
<p>Für 590 Franken können die Teilnehmer eines BMW-Fahrsicherheitstrainings mit Allradfahrzeugen auf einer Offroad-Strecke, dem Schottensee und der Passtrasse testen, wie das Gefährt auf Schnee und Eis reagiert. Seit 2006 führt BMW seine Trainings auf dem Flüelapass durch. Der damalige Bündner Verkehrsdirektor verlängerte 2010 den Nutzungsvertrag für die Passstrasse um weitere 3 Jahre. Umweltverbände, schreibt der Autor des NZZ-Artikels, stehen den Fahrtrainings auf gesperrten Passstrassen und zugefrorenen Seen skeptisch gegenüber. Zwar nicht verstummt, aber ruhiger geworden seien sie, die kritischen Stimmen – zumindest bis 2013, wenn der neue Bündner Verkehrsdirektor über eine neuerliche Nutzungsverlängerung zu entscheiden hat.</p>
<p>Die kritischen Stimmen sind nicht verstummt. Den Umweltverbänden sind bis 2013 „die Hände gebunden“, meldet sich die kritische Stimme von mountain wilderness zu Wort. Der Schottensee befinde sich in einer Gewässerschutzzone und speist die Grundwasserquellen für einen Teil der Wasserversorgung von Davos. Ein Unfall – beispielsweise mit Fahrzeugbrand – hätte gravierende Folgen. Lohnt es sich wirklich, fragt Mountain wilderness, für 0.07% zusätzlich generierter Logiernächte in Davos das Risiko einer Verschmutzung des Schottensees in Kauf zu nehmen?</p>
<p><a href="http://mountainwilderness.ch/aktuell/einzelansicht/artikel/wirtschaft-vs-umwelt/" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p><a href="http://www.mountainwilderness.ch" target="_blank">www.mountainwilderness.ch<br />
</a><a href="http://www.nzz.ch" target="_blank">www.nzz.ch</a></p>
<p>Bild: mountain wilderness</p>
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		<title>Wissenschaftler fordern Weltrat für Nachhaltigkeit</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/wissenschaftler-fordern-weltrat-fur-nachhaltigkeit/46705</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 21:53:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>naturschutz.ch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wissenschaftler aus aller Welt haben zunehmend Zweifel, dass sich nationale Regierungen auf eine globale Nachhaltigkeitspolitik verständigen können. Umwelt- und Nachhaltigkeitsexperten aus 50 Nationen sprachen sich jetzt beim dreitägigen Sustainability Summit an der Leuphana Universität Lüneburg (D) übereinstimmend für die Schaffung einer durchsetzungsfähigen Weltumweltorganisation und eines Rates für globale Nachhaltigkeit aus. Sie fordern eine internationale Verständigung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/?attachment_id=46706" rel="attachment wp-att-46706"><img class="alignleft size-full wp-image-46706" title="erde" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/erde.png" alt="" width="337" height="256" /></a>Wissenschaftler aus aller Welt haben zunehmend Zweifel, dass sich nationale Regierungen auf eine globale Nachhaltigkeitspolitik verständigen können. Umwelt- und Nachhaltigkeitsexperten aus 50 Nationen sprachen sich jetzt beim dreitägigen Sustainability Summit an der Leuphana Universität Lüneburg (D) übereinstimmend für die Schaffung einer durchsetzungsfähigen Weltumweltorganisation und eines Rates für globale Nachhaltigkeit aus. Sie fordern eine internationale Verständigung über Grenzen des Wachstums und die Definition von Wohlstand. Sie treten dafür ein, die Rahmenbedingungen für Weltwirtschaft und Finanzindustrie so zu verändern, dass nachhaltiges Wirtschaften verpflichtend wird. Die Wissenschaft selbst soll künftig eine aktivere Rolle bei der Entwicklung von Lösungen für die globalen Probleme übernehmen. Ausserdem sollen die Bildungsanstrengungen für eine nachhaltige Entwicklung forciert werden.</p>
<p>20 Jahre nach der ersten UN-Konferenz über Klima und Entwicklung im brasilianischen Rio de Janeiro halten die Wissenschaftler die bisherigen Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit für gescheitert. Vielmehr zeigten aktuelle Untersuchungsergebnisse, dass die Umweltzerstörung weiter dramatisch zunimmt. So ist etwa der Ausstoss an klimaschädlichen Treibhausgasen zwischen 1990 und 2010 weltweit um 45 Prozent gestiegen. Auch die soziale Ungleichheit auf der Welt hat sich nach Überzeugung der Wissenschaftler weiter verschärft. Heute verfügen die reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung über 85 Prozent des weltweiten Vermögens.</p>
<p>Die Lüneburger Konferenzbeiträge belegen, dass wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse über Klimawandel, Artensterben, ökonomische und soziale Krisen zum Teil schon seit Jahren vorliegen. Sie konnten aber bisher nicht verhindern, dass die Zerstörung der Umwelt ungebremst voranschreitet. „Das Problem liegt in der mangelnden Bereitschaft, die richtigen Schlüsse zu ziehen und in eine konsequente Nachhaltigkeitspolitik umzusetzen“, sagt Konferenzleiter Prof. Dr. Harald Heinrichs von der Leuphana. Der Wissenschaft komme dabei eine Schlüsselrolle zu, so Heinrichs weiter. Sie müsse Verantwortung übernehmen und gemeinsam mit den Entscheidungs­trägern in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft realistische und umsetzbare Problemlösungen erarbeiten.</p>
<p>Im Juni dieses Jahres findet in Rio de Janeiro erneut eine Weltkonferenz zur nachhaltigen Entwicklung statt. Die Teilnehmer des Lüneburger Nachhaltigkeitsgipfels haben wenig Hoffnung, dass es dort zu einem Durchbruch kommen wird. Sie gehen davon aus, dass allenfalls kleine Fortschritte erzielt werden können. „Angesichts der komplexen Probleme und des grossen Handlungsdrucks wird das aber nicht ausreichen, um den Übergang zu einer weltweit getragenen nachhaltigen Entwicklung endlich zu schaffen“, ist sich Professor Heinrichs sicher. „Was wir brauchen, ist eine Trendwende. Die kann nur gelingen, wenn Staaten wie Deutschland weiter eine Vorreiterrolle übernehmen.“</p>
<p>Bild: Gerd Altmann/pixelio.de</p>
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		<title>Zweitwohnungsinitiative als Chance</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 16:34:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Just</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pro Natura sieht in der Zweitwohnungsinitiative eine Chance und einen Auftrag für einen nachhaltigen Tourismus in der Schweiz. Die Initiative muss konsequent, aber mit Augenmass umgesetzt werden, so Pro Natura in ihrer heutigen Medienmitteilung. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-SeehaldeOberseeWinter.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-46526" title="Arosa, Zweitwohnungsinitiative" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-SeehaldeOberseeWinter-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Pro Natura sieht in der Zweitwohnungsinitiative eine Chance und einen Auftrag für einen nachhaltigen Tourismus in der Schweiz. Die Initiative muss konsequent, aber mit Augenmass umgesetzt werden, so Pro Natura in ihrer heutigen Medienmitteilung.</p>
<p>Pro Natura hat wenig Verständnis für die Stimmen der Tourismusregionen seit der Annahme der Zweitwohnungsinitiative. Sie sieht das Ja zur Initiative als Quittung für die seit Jahrzehnten betriebene verfehlte Tourismus-, Bau- und Planungspolitik in gewissen Kantonen und Gemeinden.</p>
<p>Mit der Annahme der Initiative öffnen sich für die Tourismusregionen Türen zu einer modernen Beherbergungspolitik, ohne dass Ressourcen verschwendet, übermässig Boden verbraucht und Landschaften verschandelt werden, ist Pro Natura überzeugt. Dafür müsse die neue Verfassungsbestimmung konsequent, aber mit Augenmass umgesetzt und vollzogen werden. Mit einer klaren Definition der Zweitwohnungen im Sinne der Initiative, einer sowohl pragmatischen wie rechtssicheren Lösungen für mehr vermietete Ferienwohnungen für das Gros der Gemeinden und Massnahmen für besonders strukturschwache Gebiete.</p>
<p><a href="http://www.pronatura.ch/news-reader-mc-vollstaendig/items/zweitwohnungsinitiative-umsetzen-statt-jammern" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p><a href="http://www.pronatura.ch" target="_blank">www.pronatura.ch</a></p>
<p>Bild: Andres Passwirth (Wikimedia Commons)</p>
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		<title>Proteste zeigen Wirkung</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 16:31:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Just</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Druck der Agrarlobby sowie die weltweite Empörung über das vorgelegte neue Waldgesetz in Brasilien zeigen Wirkung: Die Abstimmung wurde auf nächsten Dienstag, den 13. März verschoben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Amazonia_boliviana_desde_el_aire.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-42747" title="Amazonas" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Amazonia_boliviana_desde_el_aire-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Der Druck der Agrarlobby sowie die weltweite Empörung über das vorgelegte neue Waldgesetz in Brasilien zeigen Wirkung: Die Abstimmung wurde auf nächsten Dienstag, den 13. März verschoben.</p>
<p>Der Amazonas ist der grösste noch verbliebene Regenwald unseres Planeten. Die Gesetzesänderung in Brasilien würde den Schutz für den Amazonas-Regenwald enorm schwächen. Die Zerstörung des Regenwalds würde zur Beschleunigung des Klimawandels beitragen.</p>
<p>Umweltorganisationen und Menschen auf der ganzen Welt demonstrieren gegen das geplante Gesetz. Auch die Präsidenten der grossen Schweizer Parteien machen sich gegen das Gesetz stark.</p>
<p><a href="http://www.wwf.ch/de/aktuell/news/twitterforbrazil/" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p><a href="http://www.wwf.ch" target="_blank">www.wwf.ch<br />
</a><a href="http://www.greenpeace.ch" target="_blank">www.greenpeace.ch</a></p>
<p>Bild: Jonathan Lewis (Wikimedia Commons)</p>
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		<title>Weniger Torf bei Coop</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/weniger-torf-bei-coop/45977</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 13:58:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Just</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit Coop will ein grosser Player im Handel mit Gartenerden den Torfanteil in ihren Erd-Produkten massiv senken. Pro Natura sieht darin ein starkes Signal, dass torffreie Schweizer Gärten Realität werden. Sie begrüsst den Schritt von Coop und ruft Aldi, Jumbo, Landi, Migros und Co. sowie die Gartenerdenproduzenten auf, dem Beispiel zu folgen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Bunte_Torfmoosgesellschaft.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-45978" title="Torf, Moor, Hochmoor" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Bunte_Torfmoosgesellschaft-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Mit Coop will ein grosser Player im Handel mit Gartenerden den Torfanteil in ihren Erd-Produkten massiv senken. Pro Natura sieht darin ein starkes Signal, dass torffreie Schweizer Gärten Realität werden. Sie begrüsst den Schritt von Coop und ruft Aldi, Jumbo, Landi, Migros und Co. sowie die Gartenerdenproduzenten auf, dem Beispiel zu folgen.</p>
<p>Ab 2013 möchte Coop bei ihren Eigenmarken komplett auf Torf verzichten. Gleichzeitig verpflichtet Coop ihre Lieferanten, den Torfanteil in ihren Markenprodukten zu senken. „Coop macht einen ersten, wichtigen Schritt auf dem Weg zu torffreien Schweizer Gärten“, sagt Beat Hauenstein, Kampagnenkoordinator bei Pro Natura. Er fordert die übrigen Händler und Pflanzenproduzenten auf, nach zu ziehen.</p>
<p>Moore und Moorlandschaften sind einzigartige Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. In den Torfböden von Mooren lagern Tausende Tonnen C02, das aus der Atmosphäre gebunden wird. Wird ein Moor zerstört, wird dieses CO2 freigesetzt. In der Schweiz ist der Abbau von Torf seit 1987 verboten. „Torf im eigenen Garten ist wie der Stosszahn eines Elefanten in der Stube. &#8230; Heute kann man wunderbare Gewächse im eigenen Garten ziehen, ohne dass Torf der Gartenerde beigemischt sein muss. Es gibt hochwertige, natürliche Torfersatzstoffe“, so Beat Hauenstein.</p>
<p>Als Gartenbesitzer/in können Sie sich aktiv um einen torffreien Garten kümmern. Der Ratgeber „Torffrei gärtnern“ von Pro Natura verrät Ihnen auf was Sie achten müssen und welche Schweizer Händler torffreie Produkte anbieten.</p>
<p><a href="http://www.pronatura.ch/news-reader-mc-vollstaendig/items/torfausstieg-aldi-jumbo-landi-migros-und-co-sind-gefordert" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p><a href="http://www.pronatura.ch/torffrei" target="_blank">Torffrei gärtnern</a></p>
<p>Bild: Elke Freese (Wikimedia Commons)</p>
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		<title>And the winners are . . .</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 17:53:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Just</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace Schweiz haben heute an einer Medienkonferenz in Davos besonders krasse Menschenrechtsverstösse und Umweltsünden von Unternehmen gebrandmarkt. Den Jurypreis erhielt der britische Bankkonzern Barclays. Der Publikumspreis ging via Internet-Voting an Vale.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/vale-spoof-2012-small.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-44641" title="vale-spoof-2012-small" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/vale-spoof-2012-small-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a>Die Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace Schweiz haben heute an einer Medienkonferenz in Davos besonders krasse Menschenrechtsverstösse und Umweltsünden von Unternehmen gebrandmarkt. Den Jurypreis erhielt der britische Bankkonzern Barclays. Der Publikumspreis ging via Internet-Voting an Vale.</p>
<p>Für ihre Spekulationen mit Nahrungsmitteln verlieh die Fachjury der britischen Grossbank Barclays den Public Eye Global Award. Die Nahrungsmittelspekulantin treibt die Nahrungsmittelpreise auf Kosten der Ärmsten in die Höhe. Allein im zweiten Halbjahr 2010 wurden weltweit 44 Millionen Menschen durch steigende Nahrungsmittelpreise in extreme Armut gedrängt.</p>
<p>Der Publikumspreis ging an Vale, knapp gefolgt von Tepco und Samsung. An der Online-Abstimmung beteiligten sich 88 766 Menschen, mehr als je zuvor. Der brasilianische Minenkonzern Vale<strong> </strong>ist weltweit der der grösste Eisenerzhersteller. Bezüglich Menschenrechtsverstössen und Naturausbeutung ist der 60-jährige Konzern kein unbeschriebenes Blatt. Momentan beteiligt sich Vale am Bau des Belo-Monte-Staudamms im Amazonas. Dieser hat voraussichtlich 40 000 Zwangsumsiedlungen zur Folge. Die Betroffenen erhalten weder Mitsprache noch Entschädigung. Eine Fläche so gross wie der Bodensee soll unter Wasser gesetzt werden, mit verheerenden Auswirkungen für die indigene Bevölkerung sowie für Flora und Fauna.</p>
<p>Die Verleihung des Public Eye Awards findet nicht zufällig zur gleichen Zeit und am gleichen Ort wie das Weltwirtschaftsforum WEF statt. „Der Public Eye Award ist unsere Chance, den Unternehmensführer/innen &#8230; zu zeigen, dass die Menschheit und die Umwelt auch eine Stimme haben“, so Kumi Naidoo, Direktor von Greenpeace International und Mitglied der Jury. Die Trägerorganisationen und Nominierenden der Public Eye Awards verlangen von der Politik rechtlich verbindliche Regeln für mehr Unternehmensverantwortung. Sie haben sich mit anderen Organisationen und Verbänden zur Allianz „Recht ohne Grenzen“ zusammengeschlossen. Diese fordert Bundesrat und Parlament auf, Firmen mit Sitz in der Schweiz zur Achtung von Menschenrechten und Einhaltung vom Umweltstandards gesetzlich zu verpflichten.</p>
<p>US-Ökonom und Nobelpreisträger<strong> </strong>Professor Joseph E. Stiglitz, Stargast der Preisverleihung, richtete seinen Blick auf die Weltwirtschaftskrise: „Um unseren Planeten und unsere Gesellschaft zu schützen, sind zwei Sachen grundlegend. Zum Einen brauchen wir staatliche Regulierungen, um Missbrauch zu verhindern. Es braucht aber noch mehr; Einzelpersonen und Unternehmen müssen ihre Vorstellung von Eigeninteresse ausweiten. Die privilegiertesten Menschen und Gesellschaften dieser Erde werden nicht für immer von den Konsequenzen verschont bleiben. Es ist also im Interesse aller, – sogar der reichsten 1 % – dass es unserem Planeten gut geht, und dass der Graben zwischen den Reichen und den Armen sich nicht noch mehr vertieft.“</p>
<p><a title="http://www.publiceye.ch/de/ranking/" href="http://www.publiceye.ch/de/ranking/" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: Public Eye Awards 2012</p>
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		<title>Zeit die Zersiedelung zu stoppen</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 11:24:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Just</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumplanung]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor 40 Jahren beschloss das Parlament im Eilzugstempo dringliche Massnahmen gegen die Zersiedelung. Und doch ist seither die Landschaft im Eiltempo verbaut worden. Endlich kann der Nationalrat ernst machen mit einer glaubwürdigen Raumplanung – in dem er dem lösungsorientierten Gesetzesvorschlag des Ständerats zustimmt, so der Verein „Ja zur Lanschaftsinitiative“.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-6674_-_Küssnacht_-_View_from_near_Rigi_Staffel.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-44759" title="Rigi / Zersiedelung" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-6674_-_Küssnacht_-_View_from_near_Rigi_Staffel-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Vor 40 Jahren beschloss das Parlament im Eilzugstempo dringliche Massnahmen gegen die Zersiedelung. Und doch ist seither die Landschaft im Eiltempo verbaut worden. Dies berichtet der Verein „Ja zur Landschaftsinitiative“ in ihrer aktuellen Medienmitteilung.</p>
<p>Am 26. Januar 1972 hat der Bundesrat dem Parlament „dringliche Massnahmen im Bereich der Raumplanung“ vorgelegt. Mittels Bundesbeschluss wurden die Kantone verpflichtet, provisorische Schutzzonen auszuscheiden, in denen nicht mehr gebaut werden durfte.</p>
<p>Heute wird die Landschaft zwar in Baugebiet und Nichtbaugebiet eingeteilt, doch werden extensiv Ausnahmebewilligungen erteilt.  Jedes vierte Gebäude steht ausserhalb der Bauzone. Die Siedlungsfläche ist seit 1972 um 50% gewachsen.</p>
<p>In der diesjährigen Frühjahrssession wird im Parlament eine Revision des Raumplanungsgesetzes diskutiert. Anders als 1972 ist die Vorlage höchst umstritten. National- und Ständerat sind sich überhaupt nicht einig. Der Verein &#8220;Ja zur Landschaftsinitiative&#8221; fordert: Endlich kann der Nationalrat &#8220;ernst machen mit einer glaubwürdigen Raumplanung – indem er einschwenkt auf den Vorschlag des Ständerates zur Revision des Raumplanungsgesetzes.&#8221;</p>
<p><a title="http://www.landschaftsinitiative.ch/home.html" href="http://www.landschaftsinitiative.ch/home.html" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: Andrew Bossi (Wikimedia Commons)</p>
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		<title>Wale ersticken in Fischernetzen</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 10:26:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flora und Fauna]]></category>
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		<category><![CDATA[Jagd und Fischerei]]></category>
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		<category><![CDATA[Fischernetz]]></category>
		<category><![CDATA[Wal]]></category>

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		<description><![CDATA[Die weltweiten Bestände von Zahnwalen, wie Tümmler, Schweinswal und Delphin, sind in den vergangenen zehn Jahren dramatisch geschrumpft. 86 Prozent aller Zahnwalarten sind aufgrund von Beifang in Langleinen, Stell- und Schleppnetzen akut bedroht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/w.png"><img class="alignnone size-full wp-image-43963" title="w" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/w.png" alt="" width="675" height="583" /></a>Die weltweiten Bestände von Zahnwalen, wie Tümmler, Schweinswal und Delphin, sind in den vergangenen zehn Jahren dramatisch geschrumpft. Zu diesem Ergebnis kommt ein UN-Bericht, der von der Umweltschutzorganisation WWF mitfinanziert und durchgeführt wurde. Der Report des UN-Übereinkommens zur Erhaltung wandernder Tierarten dokumentiert die akute Bedrohung von 86 Prozent aller Zahnwalarten aufgrund von Beifang in Langleinen, Stell- und Schleppnetzen, so der WWF in der aktuellen Medienmitteilung. Zahnwale, wie etwa der in der Nord- Ostsee heimische Schweinswal, sind von Beifang stärker betroffen als die grossen Bartenwale, die sich überwiegend von Krill ernähren.</p>
<p>„Obwohl Wale weitgehend nicht mehr kommerziell gejagt werden, sind ihre Bestände zunehmend stärker bedroht“, warnt Volker Homes, Leiter Artenschutz des WWF. Gründe hierfür seien vor allem das unnötige Sterben als Beifang in Netzen sowie die Überfischung ihrer Hauptnahrungsquellen. „Um das Aussterben von Walarten zu verhindern, müssen kommerzielle Fischereimethoden verbessert werden“, fordert daher der WWF-Experte. Hierfür seien Methoden und Techniken zur Vermeidung von Beifang und die Ausweisung saisonaler Schutzgebiete dringend erforderlich.</p>
<p>Zahnwale orientieren sich in ihrem Lebensumfeld mit Klick-Lauten und können bei ihrer Beutejagd die Fischernetze häufig nicht orten. Sie verfangen sich daher, ertrinken und werden als ungewollter Beifang wieder ins Meer geworfen. Dem UN-Bericht zufolge sind Zahnwale zudem durch lokale Jagd, Schiffszusammenstösse, Verlärmung der Meere und die Zerstörung ihrer Lebensräume gefährdet. Weitere Todesursachen für die Meeressäuger sind die Aufnahme von Plastikabfällen und Chemikalien, die zum Beispiel gegen Algenbewuchs an Schiffswänden eingesetzt werden.</p>
<p>Beifang und Umweltverschmutzung sind dem Bericht zufolge jedoch nicht nur ein Problem der Meere. So sei von dem im Yangtse-Flusssystem in China beheimateten Baiji-Flussdelphin seit 2002 kein lebendes Individuum mehr gesichtet worden. Die Art ist damit nach WWF-Einschätzung mit grosser Wahrscheinlichkeit ausgestorben.</p>
<p><a href="http://wwf.de" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: AVampireTear (Wikimedia Commons)</p>
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