Jedes Jahr legen die Zugvögel tausende von Kilometern zurück, um von ihrem Überwinterungsgebiet in die europäischen Brutgebiete zu gelangen. Dabei kommen sie auch in die Schweiz oder durchqueren diese. Erleben Sie dieses faszinierende Phänomen persönlich, indem Sie an der BirdLife-Beobachtungsaktion Spring Alive teilnehmen, die der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz nun gestartet hat.
Bioinvasion, das Eindringen von invasiven Arten in Ökosysteme, in die sie nicht hingehören, ist ein weltweites Problem, das mittlerweile jedes Land betrifft. Sie führt langfristig zu einer globalen Homogenisierung und damit einer Gefährdung der Ökosysteme. Bisher wusste man nur wenig über die Ausbreitungsdynamik invasiver Arten. Forscher der Universität Oldenburg haben versucht diese Lücke zu schliessen und eine Computersimulation entwickelt, anhand derer die Ausbreitungsmuster vorausgesagt werden können.
Die Gänsesäger des Alpenraumes bilde eine eigenständige, schützenswerte Population. Dies haben Studien der Vogelwarte Sempach ergeben. Angesichts dieser Ergebnisse is der geplante Abschuss von Gänsesägern im Kanton Schwys mehr als fraglich.
Das Zukunftsmanagement der Populationen des europaweit geschützten Eurasischen Luchses ist Anfang Februar Hauptthema eines Workshops gewesen. In Slowenien haben die TeilnehmerInnen darüber diskutiert, welche Hindernisse es zur Erhaltung des Luchses in Europa zu überwinden gilt und nach Lösungen dafür gesucht.
Die Ansaat von Wildblumen zur Erhöhung der Biodiversität in beschädigten Ökosystemen findet zunehmende Verbreitung. Ein Forschungsteam der Universität Freiburg hat die Tücken dieser Aufgabe analysiert und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Herkunft des Saatguts gerichtet. Ihre Schlussfolgerungen, die kürzlich im American Journal of Botany publiziert wurden zeigen, dass das Gute nicht nur in der Nähe liegt.
Wissenschafter der Universität Lausanne haben gezeigt, dass aufgrund der Klimaerwärmung die Artenvielfalt der Berggipfel zwischen 2800 und 3400 Metern ü.M. während dem 20. Jahrhundert um 86% gestiegen ist.
Am 14. Februar startet das Jahr des Tigers im Chinesischen Kalender. Doch zum Feiern gibt es keinen Grund. Denn die einst so stolze Population mit über 100 000 Tieren ist innert hundert Jahren auf ein paar Tausend Exemplare geschrumpft.
Die Mehlschwalbe ist vom Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz zum Vogel des Jahres 2010 erkoren worden. Die schwarz-weisse Schwalbe wirbt im Internationalen Jahr der Biodiversität für mehr Biodiversität im Siedlungsraum. Sie benötigt offene Bodenstellen und ein grosses Insektenangebot. Der SVS/BirdLife Schweiz macht daher mit der Mehlschwalbe auf die schwindenden Naturflächen im Siedlungsraum aufmerksam und fordert mehr unversiegelte Flächen und Blumenwiesen in Städten und Dörfern.
Wenn Sie Vögel im Winter füttern ist Ihnen möglicherweise auch schon aufgefallen, dass dieses Jahr weniger Wintergäste am Futterbrett vorbeikommen. Was sind die Gründe für die geringe Zahl gefiederter Wintergäste?
Eine Untersuchung kommt zum Schluss, dass der sich ausbreitende Amphibien-Chytridpilz in vielen Diversitätszentren der Amphibien gute Lebensbedingungen vorfindet. Wird die potenzielle Verbreitung des Pilzes mit Verbreitungskarten der bekannten Amphibien überlagert, zeigt sich, dass 1100 Amphibienarten ausschliesslich in Regionen vorkommen, die für den Pilz als sehr geeignet gelten. Möglichkeiten der Bekämpfung von diesem Pilz in der Natur existieren bisher nicht.