<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Naturschutz.ch &#187; Biodiversität</title>
	<atom:link href="http://naturschutz.ch/kategorie/news/biodiversitaet/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://naturschutz.ch</link>
	<description>Das Schweizer Portal für Natur- und Umweltschutz</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2012 15:07:38 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Zaunkönig ist Vogel des Jahres 2012</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/zaunkonig-ist-vogel-des-jahres-2012/44748</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/zaunkonig-ist-vogel-des-jahres-2012/44748#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 08:28:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Kämpfen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Flora und Fauna]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=44748</guid>
		<description><![CDATA[Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz hat den Zaunkönig zum Vogel des Jahres 2012 ernannt. Der kleine, braune Winzling zeichnet sich durch eine laut schmetternde Stimme und einen steil aufgerichteten Schwanz aus. In guten Lebensräumen paart sich ein Männchen mit bis zu 5 Weibchen. Diese ziehen die Jungvögel weitgehend selber auf. Zaunkönige brauchen für den Nestbau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignnone size-medium wp-image-44751" title="Zaunkoenig_StefanRieben" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Zaunkoenig_StefanRieben-300x200.jpg" alt="Zaunkönig auf der Singwarte" width="300" height="200" />Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz hat den Zaunkönig zum Vogel des Jahres 2012 ernannt. Der kleine, braune Winzling zeichnet sich durch eine laut schmetternde Stimme und einen steil aufgerichteten Schwanz aus. In guten Lebensräumen paart sich ein Männchen mit bis zu 5 Weibchen. Diese ziehen die Jungvögel weitgehend selber auf. Zaunkönige brauchen für den Nestbau Unterschlupfe und Deckung. Dazu dienen ihnen liegendes Totholz, Asthaufen und unterholzreiche Wälder.<br />
</strong></p>
<p>Laut schmetternd trägt der Zaunkönig bereits in diesen Tagen seinen Gesang von einem erhöhten Ast aus vor. Dabei erreicht er eine Lautstärke von rund 90 Dezibel, was ungefähr so laut ist wie ein Presslufthammer. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz hat den Zaunkönig zum Vogel des Jahres 2012 ernannt. Er soll Botschafter sein für einen artenreichen Wald mit viel Totholz und Unterwuchs.</p>
<p><strong>Kleiner Casanova</strong></p>
<p>In milden Wintern grenzt das Zaunkönigmännchen bereits jetzt ein Revier ab mit seinem Gesang. Ab März baut es verschiedene Nester im Rohbau und lockt ein Weibchen an. Dieses wählt ein Nest aus und polstert es aus. Es legt 5-7 Eier. Bereits zu diesem Zeitpunkt schaut sich das Männchen in einem guten Lebensraum nach einem weiteren Weibchen um. Oftmals liegen die Neststandorte der verschiedenen Weibchen nicht in Sichtweite der anderen Weibchen. Bis zu 5 verschiedene Weibchen in einer Brutsaison sind nachgewiesen falls der Lebensraum genügend Nistplätze und Nahrung bietet. Die Aufzucht der Jungen ist dann weitgehend Sache der Weibchen.</p>
<p><strong>Bewohner unterholzreicher Wälder mit Totholz</strong></p>
<p>Der Zaunkönig bevorzugt unterholzreiche Wälder mit viel Totholz. Im Unterholz hält er nach Insekten aller Art Ausschau. Das Nahrungsspektrum reicht von Spinnen, Motten, Weberknechten hin zu Fliegen und anderen Insekten. Das Totholz bietet ihm nebst Nahrung auch zahlreiche Nischen für den Nestbau in Höhlungen von Baumstrünken, Asthaufen, Wurzeltellern und weiteren Nischen.</p>
<p><strong>Schutzmassnahmen: weniger ist oft mehr</strong></p>
<p>Im Wald profitiert der Zaunkönig und mit ihm zahlreiche andere Arten, wenn etwas weniger getan wird, z.B. wenn Asthaufen und umgestürzte Bäume liegen gelassen werden oder abgestorbene, dickere Bäume nicht gefällt werden. In naturverjüngten Laubwäldern findet der Zaunkönig am meisten Nahrung. Ein naturnaher, totholzreicher Wald beherbergt eine grosse Artenvielfalt, daher ist der Zaunkönig auch Botschafter für die laufende SVS-Kampagne „Biodiversität – Vielfalt im Wald“. Aber auch im Siedlungsraum lassen sich mit Asthaufen im Garten und dichten Hecken aus einheimischen Büschen Lebensräume für den Zaunkönig schaffen.</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/dnQhmRZo5g4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="http://www.birdlife.ch/content/vogel-des-jahres-2012-zaunkoenig" target="_blank">Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/zaunkonig-ist-vogel-des-jahres-2012/44748/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wanderfalke im Aufwind</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/wanderfalke-im-aufwind/44697</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/wanderfalke-im-aufwind/44697#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 07:47:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Kämpfen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Flora und Fauna]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=44697</guid>
		<description><![CDATA[Dem schnellsten Vogel der Schweiz geht es wieder besser: Mittlerweile brüten wieder rund 350 Paare in der Schweiz, wie die Vogelwarte Sempach am Rande ihrer jährlichen Tagung mitteilte. Selbstverständlich ist das nicht, denn in den Fünfzigerjahren erlitt der Wanderfalke massive Bestandeseinbrüche, die zum fast vollständigen Verschwinden aus der Schweiz und weiten Teilen Europas führten. Der Wanderfalke litt unter schlecht abbaubaren Umweltgiften, die vor allem einzelnen Pestiziden zuzuschreiben waren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-44699" title="20120129_wanderfalke" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/20120129_wanderfalke-300x199.jpg" alt="Wanderfalke" width="300" height="199" />Dem schnellsten Vogel der Schweiz geht es wieder besser: Mittlerweile brüten wieder rund 350 Paare in der Schweiz, wie die Vogelwarte Sempach am Rande ihrer jährlichen Tagung mitteilte. Selbstverständlich ist das nicht, denn in den Fünfzigerjahren erlitt der Wanderfalke massive Bestandeseinbrüche, die zum fast vollständigen Verschwinden aus der Schweiz und weiten Teilen Europas führten. Der Wanderfalke litt unter schlecht abbaubaren Umweltgiften, die vor allem einzelnen Pestiziden zuzuschreiben waren.</p>
<p>Dank Pestizidverboten und einem rigorosen Schutz konnte sich der Wanderfalke in den letzten Jahren langsam aber stetig erholen. Nun brütet der Wanderfalke wieder in allen Landesteilen, vorzugsweise in steilen und unzugänglichen Felswänden. Als hochspezialisierter Jäger ernährt sich der Wanderfalke ausschliesslich von anderen Vögeln, welche er im schnellen Sturzflug erbeutet. In den letzten Jahren hat der Wanderfalke auch den Sprung in die Städte geschafft und brütet regelmässig an Hochkaminen oder anderen markanten Bauten (siehe Webcam-Link unten).</p>
<p>Die Entwicklung des Brutbestands des Wanderfalkens kann dank über 1800 ehrenamtlichen Mitarbeitern der Vogelwarte geschätzt werden. Die Mitarbeiter sind in der ganzen Schweiz unterwegs, um Vögel zu beobachten und zu zählen. Die Schweizerische Vogelwarte analysiert ihre Meldungen und schätzt, wie viele Paare es von den verschiedenen Vogelarten schweizweit gibt.</p>
<p><a href="http://www.vogelwarte.ch" target="_blank">Vogelwarte Sempach</a></p>
<p><a href="http://www.stadt-zuerich.ch/falken" target="_blank">Wanderfalken-Webcam der Stadt Zürich</a></p>
<p>Bild: Jari Peltomäki/Vogelwarte Sempach</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/wanderfalke-im-aufwind/44697/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Biodiversität: Massnahmen dringend nötig!</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/biodiversitat-massnahmen-dringend-notig/44605</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/biodiversitat-massnahmen-dringend-notig/44605#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 16:45:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Just</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[erneuerbare Energien]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanze]]></category>
		<category><![CDATA[Rote Liste]]></category>
		<category><![CDATA[Vogel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=44605</guid>
		<description><![CDATA[Ein Drittel von 10'000 Rote-Liste Arten sind gefährdet! Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesamt für Umwelt, nachdem es anhand der Roten Listen 10’000 wildlebende Arten in der Schweiz untersucht hat. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz begrüsst die Analyse und fordert einen konkreten Business Plan für die Natur. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Lanius_senator02.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-44687" title="Rotkopfwürger" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Lanius_senator02-300x155.jpg" alt="" width="300" height="155" /></a>Ein Drittel von 10&#8217;000 Rote-Liste Arten sind gefährdet! Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesamt für Umwelt, nachdem es anhand der Roten Listen 10’000 wildlebende Arten in der Schweiz untersucht hat.</p>
<p>Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz begrüsst die Analyse und fordert einen konkreten Business Plan für die Natur. Die Analyseergebnisse zeigen, dass die heutigen Massnahmen noch längst nicht ausreichen, um die Biodiversitätsziele 2020 zu erreichen. Die zügige Verabschiedung der Strategie Biodiversität Schweiz durch den Bundesrat und ein griffiger Aktionsplane sind dringend nötig. Das Problem des Artenrückgangs in der Schweiz muss koordiniert, effizient und mit den nötigen Ressourcen angegangen werden, so der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz .</p>
<p>Wo Naturwerte noch vorhanden sind, müssen diese geschützt werden. So können teure Wiederansiedlungsprojekte, wie z.B. vom Bartgeier oder vom Bieber, vermieden werden. Damit die rote Liste nicht noch länger wird, ist eine sorgfältige, sektorübergreifende Planung unerlässlich. Massnahmen, z.B. im Zusammenhang mit Erneuerbaren Energien und dem Landverschleiss müssen auch bezüglich Ihrer Auswirkungen auf die Biodiversität geprüft werden.</p>
<p><a title="http://www.birdlife.ch/" href="http://www.birdlife.ch/" target="_blank">Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz</a></p>
<p><a title="http://www.bafu.admin.ch/dokumentation/medieninformation/00962/index.html?lang=de&amp;msg-id=43176" href="http://www.bafu.admin.ch/dokumentation/medieninformation/00962/index.html?lang=de&amp;msg-id=43176" target="_blank">Bundesamt für Umwelt BAFU</a></p>
<p>Bild: Valternet (Wikimedia Commons)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/biodiversitat-massnahmen-dringend-notig/44605/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neue Fischart erobert die Schweiz</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/neue-fischart-erobert-die-schweiz/44418</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/neue-fischart-erobert-die-schweiz/44418#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 13:09:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin2</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Flora und Fauna]]></category>
		<category><![CDATA[Gewässerschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Jagd und Fischerei]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Fische]]></category>
		<category><![CDATA[Fischerei]]></category>
		<category><![CDATA[Flüsse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=44418</guid>
		<description><![CDATA[Anfang November 2011 wurde im Basler Rhein in der Schweiz ein brauner Fisch entdeckt, der in Deutschland bereits für tiefe Sorgenfalten sorgt: Es handelt sich um die Kessler-Grundel (Ponticola kessleri). Der nachtaktive Bodenfisch, der bis zu 20 cm lang wird, stammt aus dem Schwarzen Meer und seinen Zuflüssen. Die ökologisch anspruchslose und aggressive Fischart ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/?attachment_id=44419" rel="attachment wp-att-44419"><img class="alignleft size-full wp-image-44419" title="kessler-grundel_wiki" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/kessler-grundel_wiki.png" alt="" width="292" height="219" /></a>Anfang November 2011 wurde im Basler Rhein in der Schweiz ein brauner Fisch entdeckt, der in Deutschland bereits für tiefe Sorgenfalten sorgt: Es handelt sich um die Kessler-Grundel (<em>Ponticola kessleri</em>). Der nachtaktive Bodenfisch, der bis zu 20 cm lang wird, stammt aus dem Schwarzen Meer und seinen Zuflüssen. Die ökologisch anspruchslose und aggressive Fischart ist via Rhein-Main-Donau-Kanal nach Mitteleuropa vorgedrungen und erobert seit einigen Jahren den Rhein mit beängstigendem Tempo und mit fatalen Folgen: Mancher einheimischen Fischart droht nun ein harter Konkurrenzkampf mit dem Neuankömmling, was zu einer starken Verschiebung des Faunaspektrums führen könnte. Andere Fischarten komplett verdrängen werde die Kesslergrundel aber wohl nicht, glaubt ein deutscher Experte, der sich vor einem Jahr im &#8220;Spiegel&#8221; zitieren liess.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,692317,00.html"><strong>Spiegel</strong></a></p>
<p>Bild: Wikipedia</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/neue-fischart-erobert-die-schweiz/44418/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Doubs: Probleme werden angegangen</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/biodiversitaet/doubs-probleme-werden-angegangen/44387</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/biodiversitaet/doubs-probleme-werden-angegangen/44387#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 15:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Admin2</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Gewässerschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Jagd und Fischerei]]></category>
		<category><![CDATA[Doubs]]></category>
		<category><![CDATA[Fische]]></category>
		<category><![CDATA[Fischerei]]></category>
		<category><![CDATA[Fluss]]></category>
		<category><![CDATA[Flüsse]]></category>
		<category><![CDATA[Jura]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserqualität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=44387</guid>
		<description><![CDATA[Die französisch-schweizerische Arbeitsgruppe für die Verbesserung der Wasserqualität und des aquatischen Lebensraums des Doubs trat am 18. Januar 2012 in Neuenburg zusammen. Dabei wurde ein Rahmendokument unterzeichnet, welches aufzeigt, mit welchen Massnahmen die Beeinträchtigungen der Morphologie und der Wasserqualität des Doubs zu vermindern sind. Das Treffen stand unter dem gemeinsamen Vorsitz von Willy Geiger, Vizedirektor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/?attachment_id=37070" rel="attachment wp-att-37070"><img class="alignleft size-full wp-image-37070" title="Doubs_Fluss" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Gorges_du_Doubs_02.jpg" alt="" width="800" height="600" /></a>Die französisch-schweizerische Arbeitsgruppe für die Verbesserung der Wasserqualität und des aquatischen Lebensraums des Doubs trat am 18. Januar 2012 in Neuenburg zusammen. Dabei wurde ein Rahmendokument unterzeichnet, welches aufzeigt, mit welchen Massnahmen die Beeinträchtigungen der Morphologie und der Wasserqualität des Doubs zu vermindern sind.</p>
<div id="xmlWrapper">
<p>Das Treffen stand unter dem gemeinsamen Vorsitz von Willy Geiger, Vizedirektor des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), und von Pierre Clavreuil, Vizepräfekt und Generalsekretär der Präfektur des Departements Doubs als Vertreter der französischen Seite. Bereits seit mehreren Monaten unternehmen beiden Länder gemeinsame Anstrengungen mit dem Ziel, die Qualität des Wassers und des aquatischen Lebensraums des französisch-schweizerischen Grenzflusses zu verbessern.</p>
<p>Am 18. Januar 2012 verabschiedete die Arbeitsgruppe ein Rahmendokument. Dieses nennt die Schritte, die von den Behörden zu unternehmen sind, um die Auswirkungen der menschlichen Aktivitäten auf die Wasserqualität und die physische Qualität des Fliessgewässer, d.h. seine Morphologie, zu reduzieren. Im Rahmen der Umsetzung dieses Aktionsplans wird die Arbeitsgruppe eng mit weiteren Arbeitsgruppen zusammen arbeiten, so im Bereich der Wasserkraft (Schwall/Sunk), der Fischerei und der Überwachung der Wasserqualität und des Lebensraums.  Jedes Jahr wird eine Standortbestimmung über die Fortschritte des Aktionsprogramms durchgeführt.</p>
<p>Die französisch-schweizerische Arbeitsgruppe wurde auf der Grundlage einer Vereinbarung vom 11. Februar 2008 gegründet. Diese Vereinbarung sieht vor, dass die Schweiz von Frankreich bei der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie konsultiert wird. In der Gruppe präsent sind unter anderem die Präfekten der Region Franche-Comté und des Departements Doubs, das Bundesamt für Umwelt, das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) sowie die Kantone Jura, Neuenburg und Bern. Involviert sind ferner Fischereifachleute sowie Exponenten des regionalen Naturparkprojekts «Parc naturel régional frontalier du Doubs».</p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/biodiversitaet/doubs-probleme-werden-angegangen/44387/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Alpine Urwiesen und Felsfluren europaweit gefährdet</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/alpine-urwiesen-und-felsfluren-europaweit-gefahrdet/44215</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/alpine-urwiesen-und-felsfluren-europaweit-gefahrdet/44215#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 15:24:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>naturschutz.ch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Flora und Fauna]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Artenvielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Berge]]></category>
		<category><![CDATA[Bergwiesen]]></category>
		<category><![CDATA[Flora]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaschutz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=44215</guid>
		<description><![CDATA[Der Klimawandel verändert grossräumig die Gebirgsvegetation. In der ersten paneuropäischen Studie zum Vegetationswandel im Hochgebirge zeigt ein internationales Team unter der Leitung von ForscherInnen der Universität Wien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), dass die Auswirkungen des Klimawandels auf die alpine Vegetation stärker sind als ursprünglich angenommen. Die Ergebnisse werden in der aktuellen Ausgabe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/?attachment_id=44216" rel="attachment wp-att-44216"><img class="alignleft size-full wp-image-44216" title="Alpinepflanzen" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Alpinepflanzen.jpg" alt="" width="520" height="390" /></a><strong>Der Klimawandel verändert grossräumig die Gebirgsvegetation. In der ersten paneuropäischen Studie zum Vegetationswandel im Hochgebirge zeigt ein internationales Team unter der Leitung von ForscherInnen der Universität Wien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), dass die Auswirkungen des Klimawandels auf die alpine Vegetation stärker sind als ursprünglich angenommen. Die Ergebnisse werden in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals &#8220;Nature Climate Change&#8221; veröffentlicht.</strong></p>
<p>867 Probeflächen auf 60 verschiedenen Gipfeln in allen grösseren europäischen Hochgebirgen – etwa am österreichischen Hochschwab oder im schweizerischen Wallis – untersuchten die WissenschafterInnen. Im Vergleichszeitraum 2001 bis 2008 fanden sie auf kontinentalem Niveau deutliche Anzeichen, dass kälteadaptierte Pflanzen von wärmeliebenden Arten zunehmend aus ihren Lebensräumen verdrängt werden.</p>
<p><strong> Zunahme wärmeliebender Pflanzenarten</strong></p>
<p>&#8220;Wir haben eine Zunahme wärmeliebender Pflanzenarten in grösseren Höhen erwartet, aber nicht in diesem deutlichen Ausmass und in so kurzer Zeit&#8221;, sagt Michael Gottfried vom Department für Naturschutzbiologie, Vegetations- und Landschaftsökologie der Universität Wien.</p>
<p>BiologInnen aus 13 Ländern untersuchten im Rahmen des Forschungsprogramms GLORIA unter der Leitung von Wiener ForscherInnen die alpine Vegetation, also niedrigwüchsige Pflanzengemeinschaften im Hochgebirge oberhalb der Baumgrenze. &#8220;Viele kältetolerante Arten wandern buchstäblich in den Himmel. In einigen der niedrigeren europäischen Gebirge können wir beobachten, wie die offene alpine Graslandschaft verschwindet, und Zwergsträucher den Lebensraum in wenigen Jahrzehnten erobern werden&#8221;, warnt Michael Gottfried, der auch Erstautor der nun in &#8220;Nature Climate Change&#8221; veröffentlichten Studie ist.</p>
<p><strong> Europaweite Entwicklung</strong></p>
<p>Diese Studie ist weltweit die bislang breitest angelegte Untersuchung ihrer Art. Sie bestätigt den direkten Zusammenhang zwischen erhöhten Sommertemperaturen und der Veränderung alpiner Lebensgemeinschaften. &#8220;Regionale Untersuchungen haben diesen Vorgang bereits aufgezeigt. Unsere Ergebnisse demonstrieren diese Entwicklung erstmals für den gesamten europäischen Kontinent&#8221;, sagt Gottfried.</p>
<p><strong> </strong>Dieses Phänomen, von den GLORIA-ForscherInnen als Thermophilisierung bezeichnet, wurde erstmalig quantitativ erfasst und als messbarer Indikator definiert. Alle 32 an der Studie beteiligten AutorInnen wandten die selbe Methodik auf genau dokumentierten Probeflächen an, wodurch eine europaweite Vergleichbarkeit erst möglich wurde. &#8220;Wir hoffen, dass unser Thermophilisierungs-Indikator von anderen Forschungsgruppen weltweit übernommen und auf diese Weise ein globaler Vergleich möglich wird&#8221;, sagt Harald Pauli vom Institut für Gebirgsforschung der ÖAW und Netzwerk-Koordinator von GLORIA.</p>
<p><strong> Selbe Effekte von Schottland bis Kreta</strong></p>
<p>Die ForscherInnen zeigen auch, dass dieser Effekt von der Seehöhe unabhängig ist – er findet von der Baumgrenze bis zu den höchsten Gipfeln statt – und ebenso von der geographischen Breite – von Schottland bis zu den Gebirgsregionen Kretas. &#8220;Unsere Arbeit belegt, dass der Klimawandel auch die entlegensten Winkel der Biosphäre beeinflusst&#8221;, sagt Georg Grabherr, stellvertretender Direktor des ÖAW-Instituts und Leiter von GLORIA. &#8220;Die Thermophilisierung im Hochgebirge kann nicht vor Ort begrenzt werden. Menschliche Anpassungsstrategien sind also keine Option. Wir müssen uns dringend auf die Vermeidung noch stärkeren Klimawandels konzentrieren, um den biogenetischen Schatz der Natur zu wahren&#8221;.</p>
<p>Weitere Informationen: <a href="http://www.gloria.ac.at/">http://www.gloria.ac.at</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/alpine-urwiesen-und-felsfluren-europaweit-gefahrdet/44215/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neues zur Artbildung</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/bedeutung-des-verbreitungsgebiets-bei-artbildung/43872</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/bedeutung-des-verbreitungsgebiets-bei-artbildung/43872#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 11:01:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Flora und Fauna]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Artbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Dickkopfschnäpper]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Insel]]></category>
		<category><![CDATA[Paradiesvögel]]></category>
		<category><![CDATA[Stachelbürzler]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=43872</guid>
		<description><![CDATA[Paradiesvögel, Stachelbürzler, Dickkopfschnäpper und Pirole –exotische Vögel sind nicht nur hübsch anzuschauen, sondern auch von wissenschaftlichem Wert, um die Mechanismen der Evolution zu verstehen. Biologen haben die Stammbäume dieser Vogelfamilien untersucht, die bis zu 25 Millionen Jahre zurückreichen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/450px-Ribbon-tailed_Astrapia.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-43873" title="Paradiesvogel" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/450px-Ribbon-tailed_Astrapia.jpg" alt="" width="450" height="600" /></a>Paradiesvögel, Stachelbürzler, Dickkopfschnäpper und Pirole –exotische Vögel sind nicht nur hübsch anzuschauen, sondern auch von wissenschaftlichem Wert, um die Mechanismen der Evolution zu verstehen. Biologen haben die Stammbäume dieser Vogelfamilien untersucht, die bis zu 25 Millionen Jahre zurückreichen. Wie der Informationsdienst Wissenschaft schreibt, nimmt die Rate, mit der innerhalb von Familien neue Arten entstehen, nicht zwangsläufig ab, sondern kann konstant bleiben – vorausgesetzt, die Vögel leben in Inselreichen in tektonisch aktiven Zonen.</p>
<p><strong>Grösse des Verbreitungsgebiets schlägt sich in Artbildungsrate nieder</strong></p>
<p>Die Forscher rekonstruierten, dass die Rate, mit der neue Paradiesvogelarten entstehen, in den letzten Jahrmillionen abgenommen hat. Bei den anderen drei Vogelfamilien – Stachelbürzlern, Dickkopfschnäppern und Pirolen – ist die Rate der Artbildung aber seit deren Entstehung konstant geblieben. So unterschiedlich die Artbildungsrate ist, so unterschiedlich sind auch die Verbreitungsgebiete der Vogelfamilien. Während Stachelbürzler und Co. auch andere Inseln und Kontinente besiedelt haben, sind Paradiesvögel „Stubenhocker“ und auch heute fast nur auf ihrer Ursprungsinsel Neu-Guinea zu finden. Die Forscher leiten aus diesem Befund einen Zusammenhang zwischen der Artbildungsrate und der Zunahme des Verbreitungsgebiets ab. Je mehr neue Verbreitungsgebiete Vögel erschliessen können, desto mehr neue Arten können sich bilden.</p>
<p><strong>Keine Grenzen der Artbildung in tektonisch aktiven Archipelen</strong></p>
<p>Das ist insofern neu, als die bisherige Forschung darauf schliessen liess, dass fast alle Vogelfamilien kontinentale Gruppen bilden, in denen sich ab einer bestimmten Artenanzahl die Entstehung neuer Arten verlangsamt. Die Forscher sehen daher in ihren Ergebnissen den Beweis, dass es anders als auf Kontinenten auf Archipelen keine Grenzen der Artbildung gibt. Dr. Susanne Fritz, die Leitautorin der Studie, meint dazu: „Bisher haben Evolutionsforscher Inseln oft als „Sackgassen der Evolution“ angesehen, wo Artenreichtum durch Ressourcen begrenzt ist und nur durch Kolonialisierung von Kontinenten her erhalten wird. Nach unseren Ergebnissen denken wir jetzt, dass Gruppen, die in Archipelen in tektonisch aktiven Zonen entstehen, diese Regeln der Evolution durchbrechen können. Für solche Gruppen erscheint Artenreichtum nicht durch Ressourcen begrenzt – vorausgesetzt, sie sind keine „Stubenhocker“, sondern erfolgreiche „Insel-Hüpfer“.</p>
<p><strong>Umweltfaktoren nehmen Einfluss auf Entstehung neuer Arten</strong></p>
<p>Das Entstehen neuer Arten ist ein zentraler Prozess der Evolution. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass dieser Prozess bei Tieren ein spezifisches zeitliches Muster aufweist. Demnach nimmt die Diversifikationsrate, d.h. die Rate der Artbildung, innerhalb einer Familie nach einem explosionsartigen Anstieg zu Beginn der Entstehung im Verlauf der Zeit immer mehr ab. Bildlich gesehen gleicht der Prozess einer Kurve, die zunächst steil nach oben geht und im Laufe der Zeit immer mehr abflacht. Biologen sehen dieses Muster als Ausdruck einer Obergrenze für den Artenreichtum, die durch Umweltfaktoren oder Ressourcen vorgegeben ist. Diese Hypothese wurde bisher vor allem kleinräumig und auf einzelnen Kontinenten getestet.</p>
<p><a href="http://www.idw-online.ch/" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: Wikimedia Commons</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/bedeutung-des-verbreitungsgebiets-bei-artbildung/43872/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tier des Jahres: Das Braune Langohr</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/tier-des-jahres-das-braune-langohr/43728</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/tier-des-jahres-das-braune-langohr/43728#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 08:24:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Flora und Fauna]]></category>
		<category><![CDATA[Gebietsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Braunes Langohr]]></category>
		<category><![CDATA[Fledermaus]]></category>
		<category><![CDATA[pro natura]]></category>
		<category><![CDATA[Tier des Jahres]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=43728</guid>
		<description><![CDATA[Pro Natura hat das Braune Langohr (Plecotus auritus) zum Tier des Jahres 2012 gewählt. Der Flugakrobat ist in der Schweiz gefährdet, wie fast alle der rund 30 einheimischen Fledermaus-Arten. Vor allem aufgeräumte Wälder und "herausgeputzte" Landschaften machen den Fledermäusen zu schaffen. Pro Natura macht mit ihrer Wahl des "fliegenden Hasen" zum Tier des Jahres 2012 auf den schlechten Zustand der Biodiversität in der Schweiz aufmerksam. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/TdJ12_Dietmar_Nill_Im_Flug_quer1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-43765" title="Braunes Langohr im Flug durch Nachtkerzen, Plecotus auritus, common long-eared bat in flight, oreillard septentrional" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/TdJ12_Dietmar_Nill_Im_Flug_quer1.jpg" alt="" width="2127" height="1067" /></a>Wie Pro Natura in der aktuellen Medienmitteilung schreibt, hat die Organisation das Braune Langohr <em>(Plecotus auritus)</em> zum Tier des Jahres 2012 gewählt. Der Flugakrobat ist in der Schweiz gefährdet, wie fast alle der rund 30 einheimischen Fledermaus-Arten. Vor allem aufgeräumte Wälder und &#8220;herausgeputzte&#8221; Landschaften machen den Fledermäusen zu schaffen. Pro Natura macht mit ihrer Wahl des &#8220;fliegenden Hasen&#8221; zum Tier des Jahres 2012 auf den schlechten Zustand der Biodiversität in der Schweiz aufmerksam.</p>
<p>&#8220;Batman&#8221; ist zurück: Ein stiller Held der Nacht, der Gutes tut und sich tagsüber unscheinbar macht. Das Tier des Jahres 2012 übernimmt mit seiner nächtlichen Jagd nach Insekten, vor allem Nachtfaltern, wichtige ökologische Funktionen. Das Braune Langohr ist eine von rund 30 einheimischen Fledermaus-Arten, die fast alle gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind. Vom Fledermaus-Vorkommen kann der Zustand der Biodiversität abgeleitet werden: Der Vielfalt von Ökosystemen, der Tier- und Pflanzenarten und ihrer genetischen Breite geht es in der Schweiz schlecht. Pro Natura wirbt mit der Wahl des Braunen Langohrs für vielfältigere und vernetztere Landschaften und naturnahe Wälder; wichtige Bestandteile unserer Lebensgrundlagen.</p>
<p><strong>Saubere Landschaften gefährden das Braune Langohr</strong></p>
<p>Um zu überleben sind die fliegenden Säugetiere auf abwechslungsreiche und miteinander vernetzte Landschaften angewiesen. Strukturen wie Hecken oder Baumalleen funktionieren als Wegweiser auf den immer gleichen Flugbahnen zwischen Tagesquartier und Jagdgebiet im Wald. Den Weg findet das Braune Langohr wie alle Fledermäuse mit seiner ausgeklügelten Ultraschall-Echoortung. Seine Rufe prallen auf diese so genannten Leitstrukturen. Das zurückgeworfene Echo wird von den riesigen Ohren aufgefangen und weist ihm den Weg. Es entsteht ein präzises &#8220;Hörbild&#8221;. &#8220;In unseren stark herausgeputzten und auf Effizienz getrimmten Landschaften verhallen die Rufe des Braunen Langohrs immer mehr im Nichts. Eine Landschaft ohne Bäume, Sträucher oder Hecken ist für das Braune Langohr, was für einen Menschen eine Wüste ist: leer und bedrohlich. Es fehlen die Orientierungspunkte&#8221;, sagt Urs Tester, Artenschutzexperte bei Pro Natura.</p>
<p><strong>Natürlichere Wälder!</strong></p>
<p>Das Braune Langohr lebt und jagt vorwiegend in Laub- und Mischwäldern. Es gilt als Waldfledermaus, die in alten Bäumen, oft aber auch in Dachstöcken von Häusern ihr Tagesquartier aufschlägt. Baumhöhlen können verlassene Spechtlöcher, Ritzen in der Rinde oder Spalten in den Stämmen sein. &#8220;In der Schweiz werden die Wälder intensiv genutzt. Das bedeutet, Bäume werden in der Regel schneller geschlagen, als sie ihre Alterserscheinungen wie Baumhöhlen entwickeln. So fehlen dem Braunen Langohr wichtige Wohnungen. Fledermaus-Lebensraum geht verloren&#8221;, mahnt Urs Tester. Der ideale Fledermauswald hat sowohl geschlossene als auch lichtere Waldabschnitte, Laub- und Mischwaldbestände, junge und alte Bäume. Durchmischte Wälder mit alten und abgestorbenen Bäumen bieten Fledermäusen auch mehr Nahrung. Sie sind reicher an Insekten.</p>
<p><strong>Pro Natura hilft den &#8220;flatternden Mäusen&#8221;</strong></p>
<p>Pro Natura setzt sich dafür ein, dass mehr Waldreservate mit Vorrang für die Natur geschaffen werden und dass in genutzten Wäldern Alt- und stehende Totholzinseln erhalten bleiben, in denen das Tier des Jahres und andere Tier- und Pflanzenarten idealen Lebensraum finden. Sie tut dies auch mit eigenen Projekten beispielsweise im Kanton Solothurn. Im Kanton Schaffhausen werden die Flugbahnen des Braunen Langohrs untersucht, damit die wichtigsten &#8220;Flugwegweiser&#8221; erhalten und gefördert werden können. Auch auf der politischen Bühne setzt sich Pro Natura für das Braune Langohr ein: Waldpolitik, Landwirtschaft und die Strategie Biodiversität Schweiz. Alles Bereiche, in denen sich die Politik im Jahr 2012 für den Schutz der Fledermäuse und anderer Arten einsetzen kann.</p>
<p><a href="http://www.pronatura.ch/tier-des-jahres-2012" target="_blank">Weitere Informationen </a></p>
<p>Bild: Dietmar Nill</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/tier-des-jahres-das-braune-langohr/43728/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>2011: Biodiversitätsjahr mit Versprechen</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/2011-biodiversitatsjahr-mit-versprechen/43689</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/2011-biodiversitatsjahr-mit-versprechen/43689#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 20:53:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Flora und Fauna]]></category>
		<category><![CDATA[Gebietsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesrat]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Vogelschutz SVS/Bird Life Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie Biodiversität Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=43689</guid>
		<description><![CDATA[Das Jahr 2011 brachte der Biodiversität noch immer keine Verbesserung, aber immerhin einige Versprechen für die Zukunft. Allen voran die Strategie Biodiversität Schweiz, welche der Bundesrat mit fünfzehnjähriger Verspätung im Herbst im Entwurf vorlegte. Er gibt damit das Versprechen ab, endlich mehr gegen den nicht enden wollenden Biodiversitätsverlust zu tun. Gesamthaft ist die Bilanz des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz zum Biodiversitätsjahr 2011 verhalten positiv.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://naturschutz.ch/news/2011-biodiversitatsjahr-mit-versprechen/43689 /attachment/wiedehopf2-2" rel="attachment wp-att-43694"><img class="alignleft size-full wp-image-43694" title="wiedehopf2" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/wiedehopf2.png" alt="" width="422" height="471" /></a></strong>Das Jahr 2011 brachte der Biodiversität noch immer keine Verbesserung, aber immerhin einige Versprechen für die Zukunft. Allen voran die Strategie Biodiversität Schweiz, welche der Bundesrat mit fünfzehnjähriger Verspätung im Herbst im Entwurf vorlegte. Er gibt damit das Versprechen ab, endlich mehr gegen den nicht enden wollenden Biodiversitätsvelust zu tun. Der trockene und warme Frühling begünstigte das Brutgeschäft einiger Vogelarten wie den Wiedehopf; ob das einmalig bleibt oder das Versprechen für eine Bestandserholung ist, muss sich in den nächsten Jahren erst weisen. Gesamthaft ist die Bilanz des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz zum Biodiversitätsjahr 2011 verhalten positiv.</p>
<p>Auch 2011 musste das Forum Biodiversität Schweiz zum Zustand der biologischen Vielfalt in der Schweiz feststellen, dass noch nicht einmal die Talsohle erreicht ist: „Bereits die Stabilisierung des heutigen Zustands benötigt ein deutlich verstärktes Engagement für die Erhaltung der Biodiversität und ihre nachhaltige Nutzung.“<a title="" name="_ftnref1" href="http://www.birdlife.ch/content/ein-biodiversitaetsjahr-mit-einigen-versprechen#_ftn1"></a></p>
<p>Während das trockene und warme Wetter im Frühling einige Vogelarten im Brutgeschäft begünstigte, litten genau unter diesem Wetter die Amphibien. Der wärmeliebende Wiedehopf zum Beispiel brütete zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder im Kanton Schaffhausen. Im Kanton Neuenburg breitete er sich aus. Hingegen war der Bestand des Laubfroschs in vielen Gegenden auf einem Tiefpunkt. Seine Laichgewässer – seichte, meist kleine Tümpel – waren zum grössten Teil ausgetrocknet.</p>
<p><strong>Biodiversitätsstrategie kommt</strong></p>
<p>Auf dem politischen Parkett kam für die biologische Vielfalt einiges in Bewegung, nachdem die Biodiversitätspolitik seit Jahren weitgehend blockiert gewesen war. Nach der Übernahme des UVEK durch Bundesrätin Doris Leuthard gelang es dem Bundesrat 2011, innert 9 Monaten den überfälligen Entwurf der Strategie Biodiversität Schweiz in die Vernehmlassung zu schicken. Auch das neue Parlament scheint deutlich sensibler zu sein bezüglich Biodiversität als das frühere.</p>
<p><strong>Neue Gefahren im Wald</strong></p>
<p>Im Wald droht eine neue Gefahr für die Biodiversität: Vielerorts ist die Eschenwelke, eine durch einen Pilz verursachte Krankheit, so weit fortgeschritten, das bis zu Dreiviertel aller Eschen absterben. In der Waldpolitik sind der Erhalt und die Verbesserung der Biodiversität in der vom Bundesrat im Sommer beschlossenen Waldpolitik 2020 festgehalten. Der Druck von Promotoren von Siedlungen in den geschützten Waldflächen nahm 2011 jedoch stark zu. Die Waldflächenpolitik wird eine der grossen Herausforderungen für das kommende Jahr sein.</p>
<p>Die andere grosse Herausforderung für die Biodiversität ist die Agrarpolitik 2014-2017. Noch zu Jahresbeginn hatte der Bauernverband mit der Frage, ob „wir die Wildblumen aus unseren Buntbrachen essen wollen“ einen Gegensatz zwischen Nahrungsmittelproduktion und Biodiversität zu schaffen versucht. Eine zukunftsträchtige Schweizer Agrarpolitik muss aber unter dem Leitsatz stehen &#8220;Brot und Blumen&#8221;. Denn die Sicherung der Biodiversität ist gerade für die Landwirtschaft von besonderer Bedeutung.</p>
<p><a href="http://www.birdlife.ch" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: Arturo Nikolai (Wikimedia)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/2011-biodiversitatsjahr-mit-versprechen/43689/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Grösste Rentierherde dramatisch verkleinert</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/grosste-rentierherde-dramatisch-verkleinert/43628</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/grosste-rentierherde-dramatisch-verkleinert/43628#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 09:58:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Flora und Fauna]]></category>
		<category><![CDATA[Gebietsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[George River-Herde]]></category>
		<category><![CDATA[Rentier]]></category>
		<category><![CDATA[Rentierherde]]></category>
		<category><![CDATA[Tundra]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=43628</guid>
		<description><![CDATA[Die weltweit grösste Rentierherde im Osten Kanadas hat sich dramatisch verkleinert. Lokale indigene Gemeinden glauben, dass grosse Industrieprojekte in der Region daran Schuld tragen. Die George River-Herde zählte einst zwischen 800.000 und 900.000 Tiere, und ist nun auf 74.000 Tiere geschrumpft. Dies ist ein Rückgang von bis zu 92%.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Svalbardrein_pho.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-43629" title="Rentier" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Svalbardrein_pho.jpg" alt="" width="800" height="556" /></a>Die weltweit grösste Rentierherde im Osten Kanadas hat sich dramatisch verkleinert. Lokale indigene Gemeinden glauben, dass grosse Industrieprojekte in der Region daran Schuld tragen. Die George River-Herde zählte einst zwischen 800.000 und 900.000 Tiere, und ist nun auf 74.000 Tiere geschrumpft. Dies ist ein Rückgang von bis zu 92%.</p>
<p>Die Herde weidet in der Tundra von Québec und Labrador. In den letzten Jahrzehnten ist jedoch ein Grossteil ihres Weidelands von einer Reihe grosser Industrieprojekte zerteilt worden. Der Abbau von Eisenerz, die Überflutung grosser Gebiete für die Erzeugung von Wasserkraft und der Bau von Strassen haben ihren Preis gefordert, sagen die Innu. Rentiere sind ein zentraler Bestandteil der Kultur der lokalen Cree und Innu-Indigenen und sind in Nordamerika auch als Karibu bekannt. Innu-Ältester und Anführer Georges-Ernest Gregoire sagte gegenüber Survival International: &#8220;Das Karibu ist sehr bedeutend für unsere Kultur, unseren Glauben und unsere Gesellschaft als Jäger. Es lebt seit Tausenden von Jahren auf unserem Heimatland Nitassinan.&#8221;</p>
<p>&#8220;Aber all die gewaltigen industriellen &#8220;Entwicklungsprojekte&#8221;, die unserem Land in den letzten 40 Jahren aufgezwungen wurden, haben zusammen ohne Zweifel Auswirkungen auf die Grösse der Karibu-Herde. Deshalb brauchen wir effektive Kontrolle über unser Gebiet und dessen Rohstoffe. Und deshalb müssen wir auch als gleichwertige Partner an Entscheidungen beteiligt werden, die unser Land und die dortigen Tiere beeinflussen.&#8221;</p>
<p>Alex Andrew, ein weiterer Innu, sagte: &#8220;Unsere Ältesten sagen, dass die Tiere als Erste die Folgen all dieser Schäden spüren werden. Der Kreislauf der Nahrungskette wird unterbrochen und viele werden am Ende leiden.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7964" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: Per Harald Olsen (Wikimedia Commons)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/grosste-rentierherde-dramatisch-verkleinert/43628/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

<!-- Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: http://www.w3-edge.com/wordpress-plugins/

Page Caching using disk: enhanced
Database Caching 12/26 queries in 1.277 seconds using disk: basic

Served from: naturschutz.ch @ 2012-02-05 04:27:27 -->
