Seit Anfang 2010 fördert Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen energieeffiziente Sanierungen und erneuerbare Energien. Der nun vorliegende Gesamtbericht über das Startjahr zeigt auf, dass das Programm bereits jetzt eine Wirkung entfaltet: Die im ersten Betriebsjahr umgesetzten Massnahmen führen über ihre Lebensdauer zu einer Gesamtreduktion von knapp 1,6 Mio. Tonnen CO2.
Privathaushalte verbrauchen für die Weihnachtsbeleuchtung in fünf bis sechs Wochen gleich viel Strom wie eine Kleinstadt pro Jahr. Das müsste nicht sein, wenn Konsumentinnen und Konsumenten für die Weihnachtsbeleuchtung effiziente LED-Lämpchen einsetzen würden.
Begrünte Aussenanlagen, Golfplätze und Swimming Pools: Der Qualitätstourismus im Mittelmeerraum hat für die Umwelt ernstzunehmende Konsequenzen. Das ist ein zentrales Ergebnis des Beitrags, den die Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission (GD Umwelt) vor kurzem im Internetportal „Science for Environment Policy“ veröffentlicht hat. Die laufende geographische Studie der RUB zu Periurbanisierungstrends (Zersiedelung) und Wasserverbrauch in Spanien belegt, dass der Qualitätstourismus mit einem weitaus höheren Pro-Kopf-Wasserverbrauch verbunden ist als der bislang negativ bewertete Massentourismus.
Lichtverschmutzung in Städten verringert nicht nur die Sichtbarkeit der Sterne, sondern auch die Wahrnehmung von wichtigen Signalen, mithilfe derer sich einige nachtaktive Tierarten orientieren. In klaren, mondbeschienenen Nächten erstreckt sich ein für das menschliche Auge unsichtbares Muster polarisierten Lichts wie ein Kompass über den Himmel.
Eine Verbindung der Skigebiete Nätschen-Andermatt und Sedrun kommt für die Umweltverbände nach wie vor in Frage. Was aktuell zwischen Nätschen-Gütsch und Oberalppass sowie am Gemsstock geplant wird, sprengt hingegen die sinnvollen Ausmasse und dies mit erheblichen Mängeln in den Planungsunterlagen. Das Tempo und die fehlende Sorgfalt bei der Planung dieses komplett neuen Gross-Skigebiets in den Schweizer Alpen sind fragwürdig. Gegen die Ausmasse des Projekts und die Mängel in den Planungsunterlagen reichen die Umweltverbände Einsprache beim Bundesamt für Verkehr ein. Das Projekt soll aus Sicht der Verbände verkleinert werden, dies schreibt Pro Natura in einer Medienmitteilung.
Am 10 Oktober wurden von der Solar Agentur Schweiz insgesamt 14 Solarpreise für Persönlichkeiten, Institutionen, Neubauten, Sanierungen und Solaranlagen vergeben. Zentrales Thema waren die sogenannten PlusEnergieBauten, welche mehr Energie produzieren als sie verbrauchen. Die ausgezeichneten PlusEnergieBauten wiesen eine durchschnittliche Energieversorgung von 220% aus. Gemäss der Solar Agentur zeigen diese Bauten schon heute, wie ein Ausstieg [...]
Nach dem Ja des Bundesrats zum Atomausstieg ist jetzt auch die Gebäudetechnik-Branche gefragt. Das Energiesparpotential in der Gebäudetechnik ist riesig, einfache Massnahmen sind rasch umsetzbar. Allein mit dem Ersatz ineffizienter Umwälzpumpen für Heiz- und Warmwasser können rund 1‘100 GWh Energie pro Jahr eingespart werden. Das sind gut 50 Prozent der Jahresproduktion des KKW Mühleberg. Noch mehr Potential besteht bei Elektroheizungen.
Natur-Rattan ist unter Architekten und Designern wieder modern. Leider kann die konventionelle Rattan-Ernte laut einer Medienmitteilung des WWF Österreich den Tropenwald ernsthaft schädigen. Um das zu verhindern, hat der WWF ein Pilotprojekt gestartet, das von der EU finanziert wird. An der internationalen Designmesse Ambiente in Frankfurt stellte der WWF sein Programm für nachhaltig produziertes Rattan [...]
Im Jahr 2010 sind im Rahmen des Gebäudeprogramms fast 30’000 Gesuche zur Sanierung der Gebäudehülle eingegangen, mit einer Fördersumme von insgesamt 244 Mio. Franken. Dies ist weit mehr als prognostiziert wurde, denn gestützt auf Erfahrungen rechneten Bund und Kantone nur mit 12’000 bis 16’000 Gesuchen pro Jahr. Auch in den ersten Monaten des laufenden Jahres war [...]
Ab Mitte März flattert sie bei uns wieder herum – die Weissrandfledermaus. Doch sie steht unter Druck, denn energiebewusste Gebäudesanierungen drohen viele der für die Jungenaufzucht bewährten Fassadenhohlräume zu zerstören. Und Neubauten nach Minergie-Standard lassen gar keine neuen Unterschlüpfe mehr zu. Umweltschonende Energiesparmassnahmen kontra geschützte Weissrandfledermäuse – eine gute Sache wider die Natur? Keineswegs, denn der Widerspruch kann ganz einfach aufgehoben werden!