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	<title>Naturschutz.ch &#187; Der Öko(B)log</title>
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	<description>Das Schweizer Portal für Natur- und Umweltschutz</description>
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		<title>Der Öko(B)log: Delfine im Connyland, Affen im Zoo</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 15:37:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Oekolog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Delfine haben ein Problem: Egal ob sie leiden, dauergestresst oder glücklich sind – immer sehen die intelligenten Meeressäuger aus, als ob sie freundlich lachten. Das ist es auch, was den Besuchern des Freizeitparks Connyland an den Delfinen so gefällt: Immer scheinen die Tiere fröhlich und aufgestellt. Und wenn die Tiere freiwillig in die Luft springen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/news/fluss-delfine-sterben-aus/20683 /attachment/586104_bottlenose_dolphin_2" rel="attachment wp-att-20684"><img class="alignleft size-full wp-image-20684" title="delfin" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/586104_bottlenose_dolphin_2.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a>Delfine haben ein Problem: Egal ob sie leiden, dauergestresst oder glücklich sind – immer sehen die intelligenten Meeressäuger aus, als ob sie freundlich lachten. Das ist es auch, was den Besuchern des Freizeitparks Connyland an den Delfinen so gefällt: Immer scheinen die Tiere fröhlich und aufgestellt. Und wenn die Tiere freiwillig in die Luft springen und Kunststücke vollführen, muss es ihnen ja gut gehen. Nun sind aber im Connyland innerhalb von drei Jahren 7 Delfine gestorben, drei davon in den ersten Lebenswochen. Und der bis anhin kerngesunde &#8220;Shadow&#8221; verendete just nach einer Technoparty, die nur 50 Meter neben dem Delfinarium stattfand. Die vielen Todesfälle könnten normale Sterblichkeit sein, wie das Connyland behauptet. Sie könnten aber auch schiere Tierquälerei hindeuten, wie die BDP-Politikerin Brigitta Gadient und Organisationen wie Ocean Care glauben.</p>
<p>Wir sind keine Delfin-Spezialisten. Trotzdem wagen wir zu behaupten, dass eine wirklich artgerechte Haltung von Delfinen in kleinen Betonbecken nicht möglich ist. Ob die eingesperrten Tiere täglich leiden, wissen wir nicht. Aber sicher ist, dass wir ihnen bei ihren &#8220;fröhlichen&#8221; Sprüngen nicht zusehen wollen, weil uns dabei das Herz weh tut. Deshalb werden wir so lange nicht ins Connyland fahren, bis die Gassers auf die Haltung der Säuger verzichten. Und wenn es uns alle anderen gleich tun würden, wäre das Problem des einzigen Delfinariums der Schweiz wohl bald gelöst.</p>
<p>Nun müssen wir aber noch ein wenig weiterdenken. Denn das Connyland hat auch Seelöwen im Angebot, mit denen man sogar mitschwimmen kann. Warum mokiert sich niemand darüber, dass diese Meeressäuger ebenfalls in kleinen Betonbecken gehalten werden? Und was ist mit den Seelöwen im Kinderzoo Rapperswil? Was mit den Seehunden im extrem kleinen Becken im Zoo Zürich? Was mit den Pinguinen im Sealife Konstanz? Warum fordert niemand den Zoo Zürich auf, sofort die Haltung der Orang-Utans und Gorillas (sehr kleine Gehege) und der Nashörner und Flusspferde (dito) einzustellen? Daher unsere Frage: Fallen einige der Tierschützer bei den Delfinen vielleicht auf den gleichen Umstand hinein wie die Connyland-Besucher, indem sie  den dauerlächelnden  Tieren mehr Intelligenz und damit mehr Rechte zugestehen als den anderen, in ihren Augen weniger sympathischen Tieren? Müssten sie sich nicht mit dem gleichen Engagement für alle  Tiere einsetzen, egal ob sie lachen oder nicht? Egal ob sie als intelligent gelten oder nicht?</p>
<p>Mit dieser Frage wollen wir die Tierhaltung im Connyland keinesfalls schönreden. Delfine in kleinen Betonbecken &#8211; das geht  nicht. Nur haben wir längst auch aufgehört, die Seelöwen im Kinderzoo und die Affen und Nashörner im alten Teil des Zürcher Zoos zu besuchen. Weil uns die intelligenten Tiere in ihren alten, kleinen Gehegen ebenso leid tun wie die Delfine in Lipperswil.</p>
<p><strong>Nachtrag: Am Sonntag, den 13.11.2011 ist nochmals ein Delfin gestorben. Hinweise deuten inzwischen darauf, dass Shadow und dieses achte Tier vergiftet worden sein könnten.<br />
</strong></p>
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		<title>Der Öko(B)log: Die krude Logik der Jagd</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 20:45:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Oekolog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viele Naturschützerinnen und -schützer haben ein ambivalentes Verhältnis zur Jagd: Einerseits ist ihnen bewusst, dass die Jagd in der Schweiz einigermassen nachhaltig geregelt ist und es dem geschossenen Wild immerhin besser ergangen ist als vielen Nutztieren. Andererseits können sie die Motivation der Jäger nicht nachvollziehen, Tiere abzuschiessen und daran Freude zu haben. Die Jäger ihrerseits [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/news/hirsch-umsiedlung-vorerst-gescheitert/35232 /attachment/rothirsch_pixelio" rel="attachment wp-att-35233"><img class="alignleft size-medium wp-image-35233" title="rothirsch_pixelio" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/rothirsch_pixelio-300x212.png" alt="" width="300" height="212" /></a>Viele Naturschützerinnen und -schützer haben ein ambivalentes Verhältnis zur Jagd: Einerseits ist ihnen bewusst, dass die Jagd in der Schweiz einigermassen nachhaltig geregelt ist und es dem geschossenen Wild immerhin besser ergangen ist als vielen Nutztieren. Andererseits können sie die Motivation der Jäger nicht nachvollziehen, Tiere abzuschiessen und daran Freude zu haben. Die Jäger ihrerseits belächeln die Jagdskeptiker auch mal als &#8220;degenerierte Naturromantiker&#8221;, die negieren, dass der Jagdtrieb zum Menschsein gehört. Sie argumentieren, Wertvolles für die Natur tun, indem sie die Bestände regulieren und so den Wald schützen. Und weisen gerne darauf hin, dass die Jägerschaft viel Zeit und Geld investiert, um das Wild und die Lebensräume zu hegen und zu pflegen.</p>
<p>Abgesehen von der doch etwas kruden Logik, die für diese Argumentation vonnöten ist (erst hegt man die Tiere liebevoll, dann schiesst man sie ab), sei jedem selbst überlassen, wie er seine Freizeit gestaltet. Allerdings sind Fragezeichen zu setzen, ob die Jagd heute wirklich in allen Bereichen nachhaltig ist. So soll die Jagd auf Birkhähne, Schneehühner, Waldschnepfen und Feldhasen auch nach der neuen Jagdverordnung, die derzeit in der Vernehmlassung ist,  weiter möglich sein. Und dies, obwohl diese Arten auf nationaler oder gar internationaler Ebene selten geworden sind oder sogar auf der Roten Liste stehen. Nur noch 8000 Birkhuhn-&#8221;Paare&#8221; gibt es in der Schweiz, trotzdem will sich das Bafu nicht für ein nationales Jagdverbot stark machen. Somit dürfen die Jäger weiterhin rund 800 Hähne pro Jahr abschiessen &#8211; obwohl die Voralpen weitgehend geräumt sind und in den Alpen viele Balzplätze nur noch von wenigen Tieren aufgesucht werden. Bei den Waldschnepfen ist es noch schlimmer: Die Art ist stark gefährdet, trotzdem schiessen die Jäger jährlich um die 2000 Vögel. Das seien bloss durchziehende Vögel, pflegen die Jäger und das Bafu dann zu argumentieren. Zudem würden in den anderen Ländern noch viel mehr Schnepfen geschossen (bis zu 2 Millionen pro Jahr). Doch erstens ist keineswegs bewiesen, dass sich unter den abgeschossenen Waldschnepfen nicht auch einheimische Brutvögel befinden (eine neue, wenn auch sehr kleine Studie hat genau dies gezeigt). Zweitens müsste die Schweiz doch mit gutem Beispiel vorangehen statt sich an der absurden Abknallerei zu beteiligen. Denn: Waldschnepfenjagd ist weder notwendig noch hat sie irgend einen nachvollziehbaren Zweck. Es ist ein reines Hobby einiger weniger auf Kosten des Artenschutzes. Das Bafu (Bundesamt für Umwelt) schützt aber leider lieber die Vogeljäger als die Umwelt.</p>
<p>Nachhaltiger gestaltet ist sicherlich die Jagd auf Säugetiere. Allerdings stellen sich auch hier Fragen:<br />
- Warum muss man den (geschützten) Steinbock eigentlich regulieren, wenn er doch gar nicht in die Wälder geht und keine Bäume schädigt?<br />
- Warum ist die Jagd im Wallis so geregelt, dass reiche Ausländer für viel Geld kapitale Steinböcke schiessen können, während die Walliser Bevölkerung leer ausgeht? (siehe <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Reiche-Auslaender-duerfen-die-schoensten-Steinboecke-schiessen/story/22963096">Tages Anzeiger vom 12.9.2011</a>)<br />
- Warum sind viele Jäger gegen den Luchs oder den Wolf, wenn sie doch nach eigenen Aussagen vor allem auf die Jagd gehen, um die explodierenden Huftier-Bestände zu regulieren?</p>
<p>Es geht natürlich nicht darum, jemandem die Jagd verbieten zu wollen. Aber solange die Jagd auf seltene Arten nicht wirklich gebannt ist, und solange die Jägerschaft mit Händen und Füssen gegen Verbesserungen im Arten- und Tierschutz ankämpft, solange wird der Konflikt zwischen Jagd und Naturschutz bestehen bleiben.  Schade  &#8211; denn gemeinsam könnten Jagd und Naturschutz viele wichtige Projekte verwirklichen.</p>
<p><a href="http://www.beobachter.ch/natur/flora-fauna/tierwelt/artikel/revision-der-jagdverordnung_welches-grausame-spiel/">BeobachterNatur: Interview mit Reinhard Schnidrig zur aktuellen Jagdverordnungsrevision</a></p>
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		<title>Der Öko(B)log: warum der Klimawandel ausblieb</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jul 2011 09:55:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Oekolog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwischen 1998 und 2008 blieben die globalen Durchschnittstemperaturen nahezu unverändert. Die Wissenschaft rätselte, und die Klimaskeptiker sahen sich bestätigt in ihrer Theorie, dass es den anthropogenen Klimawandel gar nicht gebe (und sowieso nur eine Verschwörung irgendwelcher Mächte sei). Jetzt haben Wissenschaftler eine Erklärung für die seltsame &#8220;Pause&#8221; des Klimawandels gefunden – und sie ist an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-38702" title="kohlekraftwerk_china" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/kohlekraftwerk_china-300x175.png" alt="kohlekraftwerk_china" width="300" height="175" />Zwischen 1998 und 2008 blieben die globalen Durchschnittstemperaturen nahezu unverändert. Die Wissenschaft rätselte, und die Klimaskeptiker sahen sich bestätigt in ihrer Theorie, dass es den anthropogenen Klimawandel gar nicht gebe (und sowieso nur eine Verschwörung irgendwelcher Mächte sei). Jetzt haben Wissenschaftler eine Erklärung für die seltsame &#8220;Pause&#8221; des Klimawandels gefunden – und sie ist an Ironie kaum zu überbieten: Das Schwellenland China sei &#8220;schuld&#8221; daran, schreiben die Forscher. Denn aufgrund der stark wachsenden Kohleverbrennung in China sei zwar der CO2-Ausstoss massiv angewachsen – gleichzeitig aber auch der Ausstoss von Schwefelgas. Diese Schwefelemissionen hätten für eine Abkühlung des Weltklimas gesorgt, da die Schwebeteilchen das Sonnenlicht zurück ins All werfen. Damit habe China mit seinen Aktivitäten das globale Klima sogar abgekühlt statt erwärmt. Zusätzlich habe es bis 2008 einen La Niña-Effekt im Pazifik gegeben, der der Erwärmung ebenfalls entgegengewirkt habe.</p>
<p>Natürlich stellt sich jetzt den Technikgläubigen wohl sofort die Frage, ob massive Schwefelemissionen auch in Zukunft ein probates Mittel sein könnten, um den Klimawandel einzudämmen. Den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben, ist aber keine gute Idee – schliesslich trägt Schwefeldioxid zum gesundheitsgefährdenden Smog und zur Versauerung der Böden inklusive Waldsterben bei.</p>
<p>Die Forscher gehen nun davon aus, dass der Klimawandel in den nächsten Jahren wieder sehr viel stärker zunehmen könnte. Erstens bemühe sich China, die Schwefelemissionen einzudämmen, zweitens sei La Niña nun vorübergezogen.<br />
China hat seinen Kohleverbrauch übrigens von 2003 bis 2007 in nur vier Jahren verdoppelt. So viel zum &#8220;ökologischen China&#8221;, von dem man auch schon lesen konnte.</p>
<p><a href="http://www.scinexx.de/newsletter-wissen-aktuell-13655-2011-07-05.html">www.scinexx.de</a></p>
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		<title>Der Öko(B)log: vom Fukushima- zum Chavalon-Effekt</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 20:15:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Oekolog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Schweiz hat ein neues Wort: den &#8220;Fukushima-Effekt&#8221;. Das Wort, das wohl Ende Jahr als &#8220;Unwort des Jahres&#8221; in die Geschichte eingehen wird, benennt den Auftrieb, den nun die grünen Kräfte  in der Schweiz im Nachgang der AKW-Katastrophe in Japan  erfahren. Man hat es ja eingehend gelesen: Plötzlich will niemand mehr neue AKW bauen, die Grünliberalen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-36304" title="akw_abschalten" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/akw_abschalten.png" alt="akw_abschalten" width="218" height="311" />Die Schweiz hat ein neues Wort: den &#8220;Fukushima-Effekt&#8221;. Das Wort, das wohl Ende Jahr als &#8220;Unwort des Jahres&#8221; in die Geschichte eingehen wird, benennt den Auftrieb, den nun die grünen Kräfte  in der Schweiz im Nachgang der AKW-Katastrophe in Japan  erfahren. Man hat es ja eingehend gelesen: Plötzlich will niemand mehr neue AKW bauen, die Grünliberalen gewinnen die Wahlen im Kanton Zürich, ein Grüner zieht in den Zürcher Regierungsrat ein &#8211; es scheint, als sei die Nation endlich aufgewacht. Und auch die Medien verkünden nun plötzlich landauf landab,  AKW seien gefährlich. Das AKW Mühleberg habe Risse und stehe unterhalb einer Staumauer. Kein AKW sei erdbebensicher. Das marode AKW Fessenheim stehe  verdammt nah an der Schweizer Grenze. Die Aufsichtsbehörde ENSI habe sich um die vielen Probleme und Risiken foutiert.</p>
<p>Interessant ist bloss, dass dies Organisationen wie Greenpeace oder die Schweizer Energie-Stiftung SES schon seit zehn Jahren regelmässig sagen. Trotzdem heisst es nun  bei den Politikern, man habe es halt nicht gewusst. Da stellt sich die Frage, ob man es vielleicht einfach nicht hören wollte (weil man zum Beispiel im Verwaltungsrat der Axpo sass)? Oder ob es im Gegenteil an den Organisationen wie Greenpeace liegt, die zuwenig Glaubwürdigkeit verströmen?</p>
<p>Obwohl: Die Stimmung beginnt ja bereits wieder zu drehen. Man solle nun nichts übereilen, jammern die liberalen und bürgerlichen Politiker, allen voran Doris Leuthard. Natürlich haben sie recht, dass nun erstmal alles analysiert werden soll &#8211; aber: Es ist bei dieser abwartenden Rhetorik zu befürchten, dass Leuthard und Co.  nun einfach Gras über die Sache wachsen lassen wollen, bis sie in zwei Jahren  ans Weiterplanen gehen können. Alte AKW abschalten kommt &#8211; trotz all der neuen  grünen Rhetorik &#8211; natürlich nicht in Frage, denn Leuthard und ihre Atomfreunde wissen: Wenn Mühleberg länger abgestellt werden muss, wird es vielleicht nie wieder angefahren. Sondern es muss mühsam rückgebaut werden, was zehn oder zwanzig Jahre dauert, Milliarden kostet und tonnenweise verstrahlten Abfall generiert &#8211; keine gute Werbung für den Bau neuer AKW.</p>
<p>Sicher ist trotzdem: In der Schweiz wird es keine neuen AKW geben. Und klar ist eigentlich auch, dass die Rezepte, wie wir sie ersetzen könnten, längst vorhanden sind. Nun brauchen wir allerdings Politiker, die sich zusammenraufen und endlich den Weg der Nachhaltigkeit einschlagen. Politiker, die konkrete Pläne entwerfen, was wann gemacht werden muss. Dann könnte der &#8220;Fukushima-Effekt&#8221; nicht zum Unwort, sondern sogar  zum &#8220;Wort des Jahres&#8221; werden.</p>
<p>Wahrscheinlicher aber ist, dass der &#8220;Fukushima-Effekt&#8221; zum &#8220;Chavalon-Effekt&#8221; mutiert. Statt neuer AKW würden dann in zwanzig Jahren fünf neue Gaskraftwerke im Land stehen, eines davon in Chavalon VS. Jedes von ihnen würde soviel CO2 in die Luft pusten wie die Stadt Bern. Das allerdings wäre der Todesstoss für die Kyoto-Ziele.</p>
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		<title>Der Öko(B)log: Falschinfos der BKW</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jan 2011 20:26:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Oekolog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Letztes Jahr gelobte die BKW Zurückhaltung im Abstimmungskampf zur Position des Kantons Bern zu einem neuen AKW in Mühleberg. In den letzten Tagen – der heissen Phase der Abstimmung – scheint die BKW nicht nur ihre Versprechen vergessen zu haben, sondern lässt dies noch ganz geschickt in einer Informationsflut untergehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-34214 alignleft" title="akw_muehleberg_wiki_BKW" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/akw_muehleberg_wiki_BKW-300x177.png" alt="akw_muehleberg_wiki_BKW" width="300" height="177" />Letztes Jahr gelobte die BKW Zurückhaltung im Abstimmungskampf zur Position des Kantons Bern zu einem neuen AKW in Mühleberg. In den letzten Tagen – der heissen Phase der Abstimmung – scheint die BKW nicht nur ihre Versprechen vergessen zu haben, sondern lässt dies noch ganz geschickt in einer Informationsflut untergehen.<br />
Dazu zuerst eine kleine Chronologie der Eingriffe der BKW in den Abstimmungskampf in der ersten Januar-Hälfte:<br />
- 7.1.: Die BKW verteilen 400&#8217;000 „Informationszeitungen“ an alle Haushalte der Kantone BE &amp; JU;<br />
- 8./.9.1.: Die BKW macht illegaler Weise Abstimmungswerbung in verschiedenen Bahnhöfen (laut Bahnhofsreglement ist politische Werbung verboten);<br />
- 10.1.: Die BKW macht publik, dass sie ihr Engagement bei den erneuerbaren Energien im Inland um 40% kürzen will.</p>
<p>Der „Informationszeitung“ wird kein einziger Zeitungsartikel gewidmet (der Bund und die BZ veröffentlichen immerhin einige Leserbriefe dazu), die illegalen Werbeaktionen werden in einem Artikel in der BZ gewürdigt, über den Rückzieher bei den erneuerbaren Energien erscheinen schweizweit etwa 30 Artikel in verschiedenen Printmedien.</p>
<p>Die BKW hat es also geschickt geschafft, dass die skandalöse Verteilung ihrer „Informationszeitung“ in der Polemik rund um ihren Rückzieher bei den erneuerbaren Energien untergegangen ist. Dabei wurden 100&#8217;000.- Franken (Angabe BKW), die wir über die Strom- und Steuerrechnung bezahlen müssen (die BKW gehört mehrheitlich dem Kanton BE), für eine skandalöse Desinformationskampagne ausgegeben.</p>
<p>Weshalb Desinformation? Auf den ersten Blick kommt die &#8220;Informationszeitung&#8221; sehr sachlich und „informativ“ daher. Die verschiedenen Stromproduktionsarten werden wohlwollend vorgestellt, Produktionsschwankungen über den Tagesverlauf mit einem klassischen Strom-Produktions- und Verbrauchstag thematisiert, eine Grafik zeigt eindrücklich, wie der Stromverbrauch über die Jahre steigen und die Produktion sinken wird und weshalb uns eine Stromlücke droht. Weiter wird die bundesrätliche Energiestrategie thematisiert und erklärt, weshalb ein AKW-Ersatz unverzichtbar sei. In einem Kasten wird die vergangene Abstimmung der Stadt Bern zum Atomausstieg erwähnt. Abschliessend stellt die BKW noch all ihre innovativen Projekte vor – vom Windpark über Solar Impulse und Tropenhaus Frutigen bis zur Ausbau der Grimsel KWO plus. Weshalb also Desinformation?</p>
<p>Einerseits, weil gewisse „Informationen“ schlicht falsch sind. Zum Beispiel:<br />
- Die Stadt Bern muss nicht „einen grossen Teil der Kernenergie durch ein Gaskraftwerk ersetzen“, sondern baut zur Zeit einen Anlageverbund aus Kehrichtverbrennungsanlage, Holzschnitzelverbrennung und GasKOMBIkraftwerk. Ineffiziente Ölheizungen werden also in Zukunft durch Fernwärme aus dem Anlageverbund ersetzt, der gleichzeitig Wärme und Strom produziert und unseren Abfall vernichtet.<br />
- Den in der Zeitung gelobten „CO2-freien Strom“ gibt es nicht, denn AKWs – aber auch Wind- oder Wasserkraftwerke – kommen nicht ohne CO2-intensive Rohstoffe wie Beton und Stahl aus. Und Uranabbau und -aufbereitung sind auch CO2-Schleudern.<br />
- „Fakt ist, dass die Produktionskosten der Kernenergie auch in Zukunft im Vergleich zu anderen Produktionsarten tief bleiben werden.“ – dabei wird die Netzparität für die Photovoltaik 2018 erwartet, das AKW wird jedoch kaum vor 2030 ans Netz gehen. Ab 2018 ist also der Strom vom Dach billiger als jener aus der Steckdose. Und da ist noch nicht eingerechnet, dass AKWs für einen beachtlichen Teil ihrer Kosten (Haftpflichtversicherung, Rückbau, Entsorgung und Überwachung der Abfälle, etc.) gar nicht aufkommen!</p>
<p>Andererseits sind die „Informationen“ in der Zeitung der BKW sehr selektiv ausgewählt:<br />
- die (absolute) Leistung des neuen AKWs wird nirgendwo erwähnt – von etwa vier Mal Mühleberg I ist in einem Nebensatz die Rede. Hingegen wird 8x das neue AKW als „Ersatzkernkraftwerk“ bezeichnet (ganz nach dem Motto: Wenn ich ein Einfamilienhaus durch einen Wohnblock ersetzte, dann ist das ein Ersatzhaus);<br />
- die Baukosten für das neue AKW werden nirgendwo erwähnt, auch nicht, woher diese Unsumme herkommt (Schätzungen zufolge über 10 Milliarden)<br />
- was man sonst noch mit diesem Geld machen könnte, schon gar nicht;<br />
- die BKW beruft sich bei den Energieprognosen und mögliche Energiequellen auf den Bundesrat – erwähnt aber nur jenes von vier (!) Szenarien, das ihnen gelegen kommt. Dass das BfE auch Szenarien ohne AKWs ausgearbeitet hat, wird verschwiegen;<br />
- steigender Stromverbrauch wird als unausweichliches Naturgesetz dargestellt – obwohl es sehr wohl Möglichkeiten gibt, diesen durch politische Massnahmen zu steuern (Lenkungsabgabe, Effizienzförderung, Umweltvorschriften, Verbrauchssteuerung durch Smartgrids, etc.);<br />
- Das Thema Betriebssicherheit und mögliche Störfälle wird nicht einmal erwähnt (erst Recht kein Wort von den Rissen im Kernmantel von Mühleberg I, kein Wort von Tschernobyl, Lucens (VD !), Mayak, etc.);<br />
- Erwartungsgemäss wird nichts über Kostenwahrheit und die ungenügende Versicherungsdeckung geschrieben (die Haftpflichtversicherung von 900 Velos (Vignetten) decken den selben Schaden wie jene eines AKWs!).<br />
Die Liste der Unterschlagungen könnte beliebig fortgesetzt werden.</p>
<p>Wenige gezielte Fehlinformationen, gepaart mit einer sehr selektiven Auswahl der Informationen führen so zu einer sehr einseitigen Propaganda, gut getarnt in einer „sachlichen“ „Informationszeitung“ – gedruckt und verteilt auf unsere Kosten. Und die Medien scheint es nicht zu kümmern&#8230;</p>
<p>(Dieser Beitrag wurde von unserer Gast-Ökologin aus dem Kanton Bern geschrieben)</p>
<p><a href="http://www.bernerzeitung.ch/region/kanton-bern/BKW-wirbt-trotz-Verbot-im-Bahnhof/story/30666802">Beitrag der Berner Zeitung zur Werbung in den Bahnhöfen inklusive Stellungnahme der BKW</a></p>
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		<title>Der Öko(B)log: Was BP wirklich schrieb</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 23:06:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Oekolog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit einigen Tagen erscheinen sie in allen Zeitungen und Zeitschriften: grossformatige Anzeigen von BP mit dem Titel: &#8220;Unser Bohrloch ist seit Juli verschlossen. Unser Einsatz geht weiter.&#8221; Darunter einige Sätze einiger schreibgewandter PR-Leute und natürlich das schöne grüne Blumen-Logo von BP. Der Ölkonzern will uns also weismachen, dass jetzt alles vorbei ist und wir wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-34209 alignleft" title="oelvogel_bp" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/oelvogel_bp-300x198.png" alt="oelvogel_bp" width="300" height="198" />Seit einigen Tagen erscheinen sie in allen Zeitungen und Zeitschriften: grossformatige Anzeigen von BP mit dem Titel: &#8220;Unser Bohrloch ist seit Juli verschlossen. Unser Einsatz geht weiter.&#8221; Darunter einige Sätze einiger schreibgewandter PR-Leute und natürlich das schöne grüne Blumen-Logo von BP.</p>
<p>Der Ölkonzern will uns also weismachen, dass jetzt alles vorbei ist und wir wieder mit vollem Vertrauen BP-Benzin tanken dürfen. 97% der Gewässer seien wieder zur Fischerei freigegeben (guten Appetit!) und die Touristen seien wieder an die Strände zurückgekehrt (jetzt im Winter?). Kein Wort von den Langzeitfolgen, von den Schäden in der Tiefsee und im riesigen Feuchtgebiet des Mississippi-Delta. Weshalb auch?</p>
<p>Wer die Zeilen auch sonst  etwas genauer liest, staunt noch mehr. Da steht zum Beispiel, BP habe 500 Mio. Dollar für die wissenschaftliche Aufbereitung des Unfalls und weitere 20 Mia. Dollar für die Behebung der Schäden bezahlt. Dass BP diese Liquidität (das Mehrfache des Bruttosozialprodukts vieler Staaten!?) überhaupt aufbringt, zeigt, wie unglaublich reich dieser Konzern ist. Weiter schreibt BP, der Konzern habe während der Arbeiten am Bohrloch neue Technologien entwickelt, &#8220;die unserer Branche helfen, künftig sicherer agieren und schneller reagieren zu können&#8221;.  Tönt schön, bedeutet aber, dass vor dem Unfall die Technologien NICHT zur Verfügung standen, um einen solchen GAU abzuwenden. Und dass dann während des gigantischen Ölaustritts erst neue Technologien entwickelt werden mussten. Was man dann ja auch gesehen hat.</p>
<p>Liebe BP, lieber hättet ihr offen und ehrlich das Folgende geschrieben: &#8220;Eigentlich hätten wir verdammt viel Geld (gehabt), aber das haben wir dummerweise nicht dafür ausgegeben, um die Sicherheit bei den Offshore-Bohrungen zu gewährleisten und im Vorfeld der gefährlichen Bohrungen die dafür nötigen Notfall-Technologien zu entwickeln. Jetzt mussten wir es halt ausgeben, um die Strände zu putzen und die Fischer zu bezahlen&#8221;.</p>
<p>Aber, liebe BP, alles kann man nicht zahlen mit Geld. Vertrauen zum Beispiel, oder das Leben von Vögeln.</p>
<p>Bild: © BP</p>
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		<title>Der Öko(B)log: Absurdes von der Unesco</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 21:31:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Oekolog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wird das Zigarrenrauchen bald zum Unesco-Weltkulturerbe gekürt? Oder vielleicht auch das Heliskiing? Oder das Joghurt-Essen? Tönt absurd, ist aber durchaus möglich. Denn die Unesco-Jury hat nun das „gastronomische Mahl der Franzosen” auf die Liste der nicht-materiellen Kulturgüter gesetzt. Das Baguette, die Crème Caramel, aber auch die Froschschenkel und die gefüllten Schnecken werden also offiziell Unesco-Weltkulturerbe. Schön, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-32902" title="baguette" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/baguette-300x219.png" alt="baguette" width="240" height="175" />Wird das Zigarrenrauchen bald zum Unesco-Weltkulturerbe gekürt? Oder vielleicht auch das Heliskiing? Oder das Joghurt-Essen? Tönt absurd, ist aber durchaus möglich. Denn die Unesco-Jury hat nun das „gastronomische Mahl der Franzosen” auf die Liste der nicht-materiellen Kulturgüter gesetzt. Das Baguette, die Crème Caramel, aber auch die Froschschenkel und die gefüllten Schnecken werden also offiziell Unesco-Weltkulturerbe. Schön, dass sich die Unesco nun auch um unser täglich Brot kümmert. Bon appetit!</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.nachhaltigkeit.org/201011176103/natur-landwirtschaft/hintergrund/weltkulturerbe-franzoesisches-essen-ist-kultur">nachhaltigkeit.org</a></p>
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		<title>Der Öko(B)log: Warteschleifen für Piccard</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 22:13:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Oekolog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Welt braucht Helden. Vorbilder, die die Welt in die Zukunft führen und zeigen, wo es langgeht. Helden wie zum Beispiel Bertrand Piccard, der Schweizer Vorzeige-Grüne, der aller Welt beweist, dass man ökologisch korrekt fliegen kann &#8211; mit Solarzellen nämlich. Bloss: Wirklich brauchbar ist Piccards millionenteure Innovation nicht. Das jedenfalls dachte ich mir letzthin, als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-31085" title="solar_Impulse" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/solar_Impulse.jpg" alt="solar_Impulse" width="250" height="158" />Die Welt braucht Helden. Vorbilder, die die Welt in die Zukunft führen und zeigen, wo es langgeht. Helden wie zum Beispiel Bertrand Piccard, der Schweizer Vorzeige-Grüne, der aller Welt beweist, dass man ökologisch korrekt fliegen kann &#8211; mit Solarzellen nämlich. Bloss: Wirklich brauchbar ist Piccards millionenteure Innovation nicht. Das jedenfalls dachte ich mir letzthin, als Piccard gerade medienträchtig den Flughafen Kloten lahm legte, weil er dort ökologisch korrekt landete. Denn auch wenn Piccard es geschafft hat, sich mit Solarkraft einige Stunden in der Luft zu halten: Auch in hundert Jahren werden die Passagierflugzeuge nicht mit Solarstrom fliegen, sondern mit Kerosin oder bestenfalls Palmöl. Fragt sich also, ob das viele Geld nicht in ein praxisnäheres Forschungsfeld  hätte angelegt werden können &#8211; ich wüsste da jedenfalls einige. Aber eben, dann hätte man keinen heldenhaften Jungfernflug machen und den Flughafen lahm legen können.</p>
<p>A propos lahm legen: Unzählige Flugzeuge mussten stundenlang Warteschleifen drehen, bis Monsieur Piccard in Kloten endlich gelandet war. Fragt sich bloss, wie viel Kerosin sie dabei zusätzlich verbrannten. Bestimmt ein Vielfaches des Treibstoffs, den Piccard bei seinem kurzen Flug einsparen konnte.</p>
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		<title>Der Öko(B)log: Wischiwaschi statt Klartext</title>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 18:54:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Oekolog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Bundesrat hat letzthin beschlossen, dass importiertes Kaninchenfleisch aus tierquälerischer Käfighaltung ab dem 1. Januar 2012 deklariert werden muss, und zwar mit folgendem Aufkleber: &#8220;aus in der Schweiz nicht zugelassener Haltungsform&#8221;. Abgesehen davon, dass ich die neue Deklarationspflicht grundsätzlich begrüsse, muss ich ab dem Beamtendeutsch schmunzeln. Was muss man sich unter einer &#8220;in der Schweiz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-18061" title="kaninchenkaefige" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/kaninchenkaefige.jpg" alt="kaninchenkaefige" width="149" height="159" />Der Bundesrat hat letzthin beschlossen, dass importiertes Kaninchenfleisch aus tierquälerischer Käfighaltung ab dem 1. Januar 2012 deklariert werden muss, und zwar mit folgendem Aufkleber: &#8220;aus in der Schweiz nicht zugelassener Haltungsform&#8221;. Abgesehen davon, dass ich die neue Deklarationspflicht grundsätzlich begrüsse, muss ich ab dem Beamtendeutsch schmunzeln. Was muss man sich unter einer &#8220;in der Schweiz nicht zugelassenen Haltungsform&#8221; vorstellen? Eigentlich unglaublich: Da führt man eine Deklarationspflicht ein, aber man verschleiert dann die  Tierquälerei trotzdem  mit einem Satz, aus dem kein Mensch schlau wird. Reden wir also wenigstens hier Klartext: Unter einer &#8220;in der Schweiz nicht zugelassenen Haltungsform&#8221; versteht man eine Käfighaltung in Einzelhaft, bei dem jedes einzelne Kaninchen in einem Gitterkäfig, das knapp so gross ist wie es selber, dahin vegetiert. Warum schreibt man also nicht wenigstens &#8220;aus in der Schweiz verbotener Käfighaltung&#8221;? Und &#8211; zweite Frage &#8211; warum gilt die Deklarationspflicht eigentlich erst ab dem 1.1.2012?<br />
Die Antwort auf diese Fragen ist auf der Homepage der grössten Schweizer Kaninchen-Import-Firma Delimpex zu finden. Der Bundesrat kam ganz einfach den Wünschen der Kaninchenmäst- und Importfirma nach. Delimpex hatte in der Vernehmlassung sowohl eine Abänderung des Aufklebers sowie auch eine Verlängerung der Frist gefordert.<br />
Ich als kritischer Konsument kann zwar nicht an der Vernehmlassung teilnehmen, aber ich fordere trotzdem Klartext statt Wischiwaschi bei der Deklaration. Aber eigentlich frage ich mich etwas ganz anderes: warum eigentlich der Import von Tierquälfleisch nicht ganz verboten wird!?</p>
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		<title>Der Öko(B)log: Jöh-Video aus dem Bärenpark</title>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 19:50:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Oekolog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ohne Worte&#8230;..]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ohne Worte&#8230;..</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/v9Bj_W16kEw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/v9Bj_W16kEw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
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