Geschichte der Landschaft in der Schweiz – von der Eiszeit bis zur Gegenwart

Die Landschaft der Schweiz wird national wie international besonders bewundert und geschätzt. Seit dem berühmten Lehrgedicht von Albrecht von Haller (1732) bezieht sich dieses Interesse vor allem auf die Alpen. Was oft vergessen geht, ist die Tatsache, dass der Berner Universalgelehrte auch intensiv genutzte und urbanisierte Gebiete, zum Beispiel in Holland, gelobt hat.

Der Vortrag bringt die beiden Seiten von Haller zusammen und behandelt die Landschaft der schweizerischen Bergwelt wie auch diejenige des schweizerischen Mittellands. Es ist dieses ausgeprägte Spannungsverhältnis zwischen den beiden Zonen, das die Moderne prägt und die Schweiz zu einem «europäischen Landschaftslabor» macht. Wie unter einem Brennglas lassen sich an ihr historischen Entwicklungen und Tendenzen aufzeigen, die auch für andere Natur- und Kulturräume Europas von zentraler Bedeutung sind.

Zum Referenten

Studium der Geschichte und Ethnologie an der Universität Bern. Dissertation 1983, Habilitation 1992. Anschliessend Forschungs- projekte, Lehraufträge und Gastprofessuren an Universitäten inner- und ausserhalb der Schweiz. Gründungsdirektor des Istituto di Storia delle Alpi an der Università della Svizzera italiana (2000–2005). Professor am Historischen Seminar der Universität Luzern (2006– 2018), zeitweise kombiniert mit der ETH Zürich (Umweltgeschichte, 2007–2012). Forschungsrat des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (2010–2016).

Letzte Buchpublikationen: Die dritte Dimension. Eine vergleichende Geschichte der Berge in der Neuzeit, Basel 2011 (englisch Cambridge 2011); Die Alpen. Raum – Kultur – Geschichte, Stuttgart 2015 (englisch Oxford 2018); Geschichte der Landschaft in der Schweiz. Von der Eiszeit zur Gegenwart (Mitherausgeber; französisch 2017); Majestätische Berge. Die Monarchie auf dem Weg in die Alpen 1760– 1910 (Mitautor; Baden 2018).

Weitere Infos:

www.ngso.ch