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Was ist das?

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Liebe Community

Man liest ja jetzt überall, dass die Insektenpopulationen massivst zurückgehen. Dies muss ja zwingend auch Auswirkungen auf die Vogelpopulationen haben. Meine Frage: Ist es deshalb nicht sinnvoll, Vögel mit gesundem Futter zu versehen, damit sie weniger Insekten fressen? Oder funktioniert das anders? Danke für Rückmeldung.

Liebe Grüsse

Lisa Biderbost

2 Kommentare

  • Lisa Biderbost

    Ach je! Danke, Martina.

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  • Martina

    Hm ich glaube meine Antwort wurde nicht „geschluckt“, daher nochmals:
    Persönlich bin ich überzeugt davon, dass der Rückgang der Insekten negative Auswirkungen auf viele Vogelarten (und auch andere Tiere, zB Fledermäuse) haben wird, wenn wir nicht gegensteuern. Bei manchen Arten sieht man dies jetzt schon: der Wiedehopf frisst Grossinsekten (Maulwurfsgrillen, Heupferd etc). Diese sind mittlerweile selten geworden. Zusammen mit dem schwindenden Angebot an Bruthöhlen führte dies in der Schweiz zu einem Rückgang der Art. Der Kuckuck schätzt haarige Raupen- diese sind zurückgegangen und folglich auch der Kuckuck.
    Auch viele Singvögel ernähren ihre Brut mit Insekten oder sind aogar als Adultvögel ganzjährig insektivor. Körnerfutter aus dem Supermarkt ist keine artgerechte Nahrung (wird auch nicht von allen Arten gefressen). Selbst wenn man gezüchtete Futterinsekten anbieten würde wäre dies in meinen Augen kein adäquater Ersatz. Es gibt unzählige Insektenarten, und im Laufe der Jahrtausende haben sich mehr oder weniger starke Spezialisierungen herausgebildet. Das Wintergoldhähnchen frisst winzige Insekten wie Springschwänze, mit einer Raupe, wie sie die Kohlmeise schätzt, kann es nichts anfangen. Mehlschwalben fressen kleine Luftinsekten (werden fliegend erbeutet) wie Blattläuse oder Mücken. Bei einem Neuntöter darf es schon eine Nummer grösser sein. Mit gezüchteten Insekten kann man diese Vielfalt m.E. nicht abdecken bzw würde wenn überhaupt wohl nur einigen Arten helfen.
    Die beste Massnahme, Vögeln eine Nahrungagrundlage zu bieten, ist, die Umgebung naturnah zu gestalten. Naturnaher Garten mit einheimischen Pflanzen und Kleinstrukturen, Aufwertungsmassnahmen in der Landwirtschaft, im Siedlungsraum und bei Gewässern/Feuchtgebieten, weniger Pestizideinsatz…

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