Bild: Christine Dobler Gross
Bild: Christine Dobler Gross

Wildbienen fördern! Mit Nisthilfen und Blumen

  • Redaktion Naturschutz
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Fördern auch Sie die Wildbienen vor Ihrer Haustüre. Mit einer Nisthilfe können Sie ihnen einen Ort für die Jungenaufzucht bieten und mit einheimischen Wildblumen in Ihrem Garten eine Pollen- und Nektarquelle, welche essentiell für ihre Ernährung ist.

Jede nisthilfenbewohnende Wildbienenart hat spezifische Bedürfnisse an Nahrungspflanzen und Nistlochdurchmesser. In den Elementen der Nisthilfen vom WWF Zürich sind alle wichtigen Lochgrössen vorhanden.

© WWF Zürich
© WWF Zürich

Mit der spezifisch für nisthilfenbewohnende Wildbienenarten entwickelten Samenmischung stellen Sie sicher, dass auch die Nahrungspflanzen vorhanden sind. Die Wildbienen sammeln den Pollen der Blüten für die Ernährung ihres Nachwuchses. Auch viele andere Tiere (z.B. Schmetterlinge) profitieren von den Pflanzen in der Samenmischung.

Seit fünf Jahren vertreibt die WWF Regionalgruppe der Stadt Zürich qualitativ hochwertige Nisthilfen für Wildbienen. Die Nisthilfen werden aus regionalen Materialien in einem Arbeitsintegrationsprojekt des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks SAH Zürich hergestellt.

Die ehrenamtlich arbeitende WWF Regionalgruppe der Stadt Zürich nutzt den Gewinn aus dem Nisthilfenverkauf zur Förderung von bedrohten bodennistenden Wildbienenarten.

Bestellung Nisthilfen und Samenmischung: www.wwf-zh.ch/nisthilfen

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6 Kommentare

  • E.Leuenberger

    Reine Alibi-Übung! Ein riesiges Geschäft für viele Läden, Transporteure usw. und das Bienen-Hotel aus Bulgarien! Derjenige, der das Hotel kauft, räumt seine grüne Gartenböschung, und karrt Steine aus China rein, spritzt dann den Löwenzahn mit dem Gift,das jeden Tag im SRF gezeigt wird. Den Wildbienen geht es genauso schlecht wie der Honigbiene. Zuwenig Nahrung, abwechslungsreich, naturnah usw. Als Imker weiss ich wovon ich rede, wenn Private, Landwirte, Bauämter usw. die Giftspritze hervorholen. Unsere Behörde hat mir, nach meinem reklamieren, gesagt, das Bauamt werde weiterhin die Strassenränder spritzen, der Kanton mache dies auch! (obwohl schon lange verboten) Wegen Schneemangel räumen die Bauämter Km-weise Hasel- und Weiden Sträucher kurz vor der Blüte weg. Es müsse sauber sein. Landwirte und Private mähen am gleichen Tag das Gras, vom Bodensee bis zum Genfersee ist auf einmal alles sauber. Mit der heutigen Mähtechnik nimmt es Insekten, alles zu einem Brei vermischt. Im Sommer können sich die Insekten mit Gen-manipuliertem Mais abfinden. Im Herbst kommen dann die Bläser und Sauger, die Vereine mit ihrem „Naturverständnis“ und räumen alles weg, was dummerweise irgendwo im Boden, unter Laub usw. Schutz sucht, oder gebrütet hat. Sauber müsse es sein! Aber alle sind zufrieden und glücklich! Nur die Natur hat verloren. Im Wald geht es etwa gleich, der Wald müsse rentieren! Und so wird im Wirtschaftswald jeder Spechtbaum, ob bewohnt oder i.M. nicht, einfach umgehauen!

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    • christine Dobler Gross

      Damit keine Missverständnisse entstehen: Die hier angebotenen Nisthilfen werden in der Schweiz aus Schweizer Materialien hergestellt. Das Projekt ist ein Nonprofit-Projekt, in Freiwilligenarbeit geleitet, und der Gewinn fliesst vollumfänglich in die Förderung von bodennistenden Wildbienenarten. Mit der Samenmischung wird das Problem der fehlenden Nahrungspflanzen angegangen.
      Ihr Ärger, Herr Leuenberger, über respektlosen Umgang mit der Natur ist nachvollziehbar. Es gibt viel zu tun, und drum zählt jedes Engagement für Aufklärung und Verbesserung der Situation.

  • Sonja

    Kann man diese Wildbienen-Nisthilfen auch in den regionalen WWF-Läden finden oder sind sie nur über die online-Bestellung erhältlich?

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    • Kathrin Ruprecht

      Die Partnerläden des WWF’s werden zurzeit leider nicht beliefert. Die Nisthilfen können in Fehraltorf am Produktionsort (auf Voranmeldung) abgeholt werden, oder per Post bestellt werden.

  • Christine Dobler Gross

    Diesen Ausführungen kann ich voll und ganz zustimmen, wildBee. Deshalb bietet der WWF Zürich nicht nur Nisthilfen und Samen mit wertvollem Informationsmaterial an, sondern setzt den Gewinn vom Verkauf für die bodennistenden Wildbienen ein, wie es im Text steht.
    Zusätzlich sorgt das Zürcher WWF-Biodiversitätsprojekt „Lebensraum Kulturlandschaft Burghölzli“ voll und ganz auf Umsetzungen wie Kleinstrukturen, Ansähen von Blumenwiesen usw., die laufend realisiert werden, siehe dazu http://www.wwf-zh.ch/burghoelzli. Wer Wildbienen wirklich fördern will, kommt nicht darum herum, sich mit ihren Ansprüchen zu befassen und wird dann auch schnell merken, welche Produkte zu ihrer Förderung nur dem Kommerz des Anbieters dienen.

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  • wildBee

    Noch viel besser ist es, natürliche Nistplätze zu schaffen (und zu erhalten) an gut besonnten Plätzen wie offene Bodenflächen, Totholz, Morschholz, Markstängel die senkrecht und einzeln stehen, Sandsteilwände, Abbruchkanten, Trockenmauern etc.
    Nisthilfen sind immer künstliche Elemente, die auch entsprechende Probleme mit sich bringen. Sie sind ein Element der Umweltbildung, wo Menschen einige wenige und bereits häufige Arten von hohlraumbewohnenden Wildbienen kennen (und lieben :-) ) lernen – doch sie helfen den allermeisten Wildbienen nicht wirklich – vor allem nicht denen, die wirklich dringend Hilfe brauchen. Landschaftsschutz und Erhalt von Nistplätzen ist von grosser Bedeutung. Mit naturnahen Strukturen kann zusätzlicher Lebensraum geschaffen und mit einheimischen Wildpflanzen das dringend nötige Nahrungsangebot verbessert werden… Es ist wunderbar zu sehen, wie viele Menschen sich für Wildbienen (und viele weitere Wildbestäuber) einsetzen möchten – mit den richtigen Massnahmen liegt hier ein enormes Potential für die Wildbienen drin :-)

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