Holz, Holzbeige

Umwelttipp 8: Papier – je grauer desto besser

  • Nora Kieselbach
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„Als Einzelner kann man doch sowieso nichts ändern“. Diesen Spruch konnten die Mitarbeiter der Stiftung SAVE Wildlife Conservation Fund irgendwann nicht mehr hören. Sie setzten sich wochenlang zusammen und recherchierten: Nach kleinen, einfach umsetzbaren Tipps, die die Welt jeden Tag ein bisschen besser machen. Seit dem 15. Juli veröffentlicht die Stiftung Woche für Woche den Umwelt-Tipp der Woche: Es geht um umweltfreundliche Ernährung, Reinigungsmittel und Kosmetika, Reisen, Papier, ethische Geldanlagen und Gärtnern für die Umwelt.

Im Umwelt-Tipp Nr. 8 geht es um nachhaltige Produkte aus Holz wie Möbel und Papier. Denn obwohl wir täglich Berge von Papier verbrauchen, macht sich kaum jemand Gedanken über dessen Herkunft. Dabei wird allein in Indonesien pro Jahr eine Million Hektar Regenwald abgeholzt; unter anderem auch, um Plantagen für die Papierproduktion anzulegen.

Am besten ist natürlich, Papierprodukte so gut wie möglich zu vermeiden. Konkret: Überlegt lieber zweimal, ob das Dokument wirklich ausgedruckt werden muss. Oder ihr könnt bereits am Briefkasten ein Statement als „Papiersparer“ abgeben mit dem Aufkleber BITTE KEINE WERBUNG! Da jedoch niemand gänzlich auf Papier verzichten kann, gilt: Am besten recyceltes Papier verwenden. Papier kann sechs bis sieben Mal recycelt werden. Recyceltes Papier, das nicht aus Tropenholz stammt, ist beim Kauf am Siegel des „blauen Engel“ erkennbar. Alleinige Aussagen wie „Schützt den Tropenwald“ sagen noch nichts aus; oft stammt auch dieses Papier aus Urwäldern. Übrigens ist auch Recycling-Papier in seriöser, weisser Färbung erhältlich. Allerdings: Je weisser das Papier, desto mehr Wasser und anderen umweltbelastende Substanzen werden bei der Herstellung verbraucht. Daher: je grau-brauner das Papier, desto umweltfreundlicher ist es.

Auch beim Holz-Möbelkauf kann jeder seine Entscheidung für die Umwelt treffen. Ganz wichtig: Auf die Herkunft achten! Das heisst, am besten Holz aus heimischen Wäldern wählen. Unterdessen gibt es  auch edle Designstücke in Ökoqualität. Die Bezeichnung „Ökomöbel“ dürfen nur solche Möbelstücke tragen, deren Hersteller sowohl eine nachhaltige Holzauswahl garantieren (Verzicht auf Holz aus unkontrolliert abgeholzten Regenwäldern), als auch schadstofffreie Produkte (ohne Formaldehyd oder giftige Holzschutzmittel). Eine weitere Hilfe sind Gütesiegel wie das Label „Forestry Stewardship Council“ (FSC) für Holz aus kontrolliertem Anbau und das Siegel ÖkoControl.

Weitere Informationen

Gesammelte Umwelttipps (pdf) – mehr zum Möbel und Papier auf Seite 18ff

SAVE Wildlife Conservation Fund

Bild: Dbawwsnrw [CC-BY-3.0] via Wikimedia Commons

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