Frucht, Erdbeere, Aprikose

Umwelttipp 7: Regional und saisonal einkaufen!

  • Nora Kieselbach
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„Als Einzelner kann man doch sowieso nichts ändern“. Diesen Spruch konnten die Mitarbeiter der Stiftung SAVE Wildlife Conservation Fund irgendwann nicht mehr hören. Sie setzten sich wochenlang zusammen und recherchierten: Nach kleinen, einfach umsetzbaren Tipps, die die Welt jeden Tag ein bisschen besser machen. Seit dem 15. Juli veröffentlicht die Stiftung Woche für Woche den Umwelt-Tipp der Woche: Es geht um umweltfreundliche Ernährung, Reinigungsmittel und Kosmetika, Reisen, Papier, ethische Geldanlagen und Gärtnern für die Umwelt.

Umwelt-Tipp Nr. 7 steht unter dem Motto: Regional und saisonal! Erdbeeren im Winter, Tomaten das ganze Jahr über: längst sind wir daran gewöhnt, jederzeit alle Obst- und Gemüsesorten im Ladenregal zu finden. Aber Treibhausfrüchte sind nicht nur fad im Geschmack; das importierte und über unzählige Kilometer transportierte Grünzeug ist zudem extrem umweltbelastend. Auch wenn die Sache mit der „guten Ökobilanz“ recht kompliziert ist, gibt es dennoch einige einfach umzusetzende Tipps:

  • Früchte und Gemüse grundsätzlich saisonal einkaufen. Der Saisonkalender informiert darüber, was aktuell auf den Feldern, Sträuchern und Bäumen der Heimat wächst. Oder man kauft sowieso in Reformhäusern und Bioläden ein.
  • Wer aus Kostengründen Bio-Produkte scheut, sollte zumindest lieber einheimische Früchte kaufen als exotische Ware. Die Ökobilanz einheimischer Ware ist fast immer günstiger als die von ausländischer. Obst und Gemüse, das per Lkw, Schiff oder Flugzeug von weither importiert werden muss, ist für die Umwelt durch die hohe CO2- Bilanz immer die schlechtere Wahl. Ausserdem ist Import-Obst und –Gemüse im Schnitt mit wesentlich höheren Giftmengen belastet als inländische Produkte.
  • Besonders umweltschädlich sind früh erhältliche Erdbeeren aus dem Gewächshaus, für deren Anbau in Spanien ganze Landstriche unter Folie liegen. Ihr Anbau verbraucht nicht nur eine Menge an Pestiziden und Energie, sondern auch Unmengen an Wasser. Diese Ressource aber ist vor allem in den spanischen Anbaugebieten knapp. Wertvolle Feuchtbiotope, Heimat seltener Vogelarten, werden dafür trocken gelegt. Übrigens: Bio-Lebensmittel aus dem fernen Ausland, wie z.B. China, machen den Gewinn für die Umwelt natürlich wieder zunichte!
  • Daher gilt als grobe Regel: regional vor importiert, saisonal vor ganzjährig, Freiland vor Treibhaus, Bio vor konventionell!


Weitere Informationen

Gesammelte Umwelttipps (pdf) – mehr zum Thema Obst und Gemüse auf Seite 2

SAVE Wildlife Conservation Fund

Bild: Dungodung [Public domain] via Wikimedia Commons

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