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Umwelttipp 6: LED – die Leuchte der Zukunft

  • Nora Kieselbach
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„Als Einzelner kann man doch sowieso nichts ändern“. Diesen Spruch konnten die Mitarbeiter der Stiftung SAVE Wildlife Conservation Fund irgendwann nicht mehr hören. Sie setzten sich wochenlang zusammen und recherchierten: Nach kleinen, einfach umsetzbaren Tipps, die die Welt jeden Tag ein bisschen besser machen. Seit dem 15. Juli veröffentlicht die Stiftung Woche für Woche den Umwelt-Tipp der Woche: Es geht um umweltfreundliche Ernährung, Reinigungsmittel und Kosmetika, Reisen, Papier, ethische Geldanlagen und Gärtnern für die Umwelt.

Umwelt-Tipp Nr. 6 nimmt sich dem Thema Energiesparlampen an. Natürlich gilt immer noch primär die alte Weisheit: „Masshalten – Abschalten“. Steckerleisten mit Kippschalter ermöglichen heutzutage ein einfaches und vollständiges Abschalten von Elektro-Geräten. Denn allein der Stand-by-Modus kostet einen Durchschnittshaushalt rund 90 bis 180 CHF pro Jahr. Daneben amortisieren sich energiesparende Haushaltsgeräte (mindestens Effizienzklasse A) schon nach kurzer Zeit.

Noch wichtiger aber: Die richtigen Leuchtkörper auswählen! Die angeblichen „Energiesparbirnen“ sind ja bereits stark in die Kritik geraten. Toxikologen warnen: Energiesparlampen seien gesundheitsgefährdend. Zerbrechen sie, kann Quecksilber austreten. Auch im laufenden Betrieb geben sie bedenkliche Stoffe an ihre direkte Umgebung ab, die schleichende Vergiftungen auslösen. Ausserdem müssen sie als Sondermüll entsorgt werden, was eine erhebliche Umweltbelastung darstellt. Daher gilt: Auch nicht zerbrochene Sparlampen gehören NICHT in den Hausmüll sondern können bei allen Verkaufsstellen gratis zurück gegeben werden.

Weit weniger problematisch sind hingegen LED-Leuchten: sie sind äusserst energiesparend, nicht giftig und als Aussenleuchte – beispielsweise im Garten – ein Segen für Insekten, Vögel und Fledermäuse. Denn LED leuchtet in anderen Frequenzbereichen, als Tiere wahrnehmen können. Insekten werden daher nicht wie üblich magisch vom Licht angezogen werden und dann daran verbrennen. Auch Vögel und Fledermäuse fühlen sich von LED-Licht nicht irritiert und bleiben daher in ihren Nestern und Höhlen oder beim Flug durch das helle Licht unbehelligt, wo sonst starke Lichtquellen das Zugverhalten vieler Vögel negativ beeinflussen.

Erste Städte haben bereits ihre Strassenbeleuchtung auf LED umgestellt. Primär aus Kostengründen, aber sie leisten damit natürlich auch einen positiven Beitrag zum Naturschutz – und Umweltschutz.

Weitere Informationen

Gesammelte Umwelttipps (pdf) – mehr zum Thema Energiesparlampen auf Seite 11

SAVE Wildlife Conservation Fund

Bild: Gussisaurio [CC-BY-SA-3.0] via Wikimedia Commons

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