Distel, Wildblume, Blüte

Umwelttipp 1: Je wilder desto besser

  • Nora Kieselbach
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„Als Einzelner kann man doch sowieso nichts ändern“. Diesen Spruch konnten die Mitarbeiter der Stiftung SAVE Wildlife Conservation Fund irgendwann nicht mehr hören. Sie setzten sich wochenlang zusammen und recherchierten: Nach kleinen, einfach umsetzbaren Tipps, die die Welt jeden Tag ein bisschen besser machen. Seit gestern veröffentlicht die Stiftung Woche für Woche den Umwelt-Tipp der Woche: Es geht um umweltfreundliche Ernährung, Reinigungsmittel und Kosmetika, Reisen, Papier, ethische Geldanlagen und Gärtnern für die Umwelt.

Umwelt-Tipp Nr. 1 dreht sich um die Schaffung von Lebensräume im Garten und auf dem Balkon. Denn Bienen, Hummeln und Schmetterlinge finden in sterilen Gärten mit exotischen Zuchtpflanzen kaum noch Nahrung. Diese Exoten sind zwar meist auf Schönheit gezüchtet, tragen aber oft nicht mehr genug Nektar in ihrem Blütenkelch.

Für Bienen und Hummeln besser nutzbar wären Wildblumen wie Natternkopf, Kornblume, Mohn, Ochsenzunge, wilde Malven oder Nachtkerze, die man ganz einfach in Töpfe oder ins Beet pflanzen kann; Schmetterlinge freuen sich über Disteln und Brennnesseln. Sie und andere so genannte „Unkräuter“ sind zudem auch Nahrung vieler Insektenlarven. Insekten nutzen auch Wildkräuter wie wilden Thymian oder wilden Oregano als „Tankstelle“. Selbst im 4. Stockwerk entdecken Bienen diese Nahrung.

Nistkästen und Insektenhotels können übrigens einfach selber gebaut werden. Generell gilt: Je wilder dein Garten oder Balkon ist, je mehr heimische Pflanzen und Gehölze dort angepflanzt sind, desto mehr Wildtiere werden sich ansiedeln. Und im Herbst, nach dem Baum- bzw. Heckenschnitt gilt: Igel und Insekten lieben aufgeschichtete Reisig- und Laubhaufen als Winterquartier.

Weitere Informationen

Gesammelte Umwelttipps (pdf) – mehr zum Thema Lebensräume im Garten auf Seite 24
Anleitung Wildbienenhotel

SAVE Wildlife Conservation Fund

Bild: © SAVE Wildlife Conservation Fund

 

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