Die Rauchschwalben gehören zu den Zugvögeln und sind nun auf dem Weg zurück in ihr Sommerquartier.
Jetzt kommen die Schwalben aus ihrem Winterquartier in Afrika wieder in die Schweiz zurück. © Michael Gerber

Spring Alive: Mit den Zugvögeln den Frühling erleben

  • Stefanie Wermelinger
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Die Weissstörche beziehen bereits ihre Nester, weitere Zugvogelarten sind auf dem Rückweg in die Schweiz. BirdLife Schweiz lädt die Bevölkerung ein, an der Beobachtungsaktion «Spring Alive» teilzunehmen. Dabei gilt es, nach sechs Zugvogelarten Ausschau zu halten und die jeweils ersten Beobachtungen zu melden.

Wie BirdLife Schweiz berichtet, sind bereits ersten Beobachtungen von Weissstörchen an ihren Nestern auf der Website von «Spring Alive» eingetroffen. In diesen Tagen werden auch die ersten Rauchschwalben bei uns ankommen, die meisten allerdings erst gegen Ende März. Im April folgen Uferschwalbe, Kuckuck und Mauersegler. Der seltene Bienenfresser wird oft erst ab Mitte Mai in der Schweiz gesichtet.

BirdLife Schweiz lädt alle interessierten Personen ein, Beobachtungen der erwähnten Vogelarten über www.birdlife.ch/spring-alive zu melden. Zehntausende von Beobachterinnen und Beobachtern aus ganz Europa werden es ihnen gleich tun und an der Beobachtungsaktion Spring Alive von BirdLife International teilnehmen. Über die Internetseite kann man auf einer interaktiven Karte auch verfolgen, wann und wo die sechs Zugvogelarten in Europa ankommen und wie der Frühling ganz Europa «zurückerobert».

Erstaunliche Leistungen der Zugvögel

Jedes Jahr legen die Zugvögel Tausende von Kilometern zurück, um von ihrem Überwinterungsgebiet in die europäischen Brutgebiete zu gelangen. Bei den Spring-Alive-Arten liegen die Winterquartiere meist in Afrika südlich der Sahara; entsprechend müssen sie die rund 2500 km breite Sahara und danach das Mittelmeer überqueren. «Eine faszinierende Leistung, wenn man bedenkt, dass eine Uferschwalbe nur um die 13 Gramm wiegt» sagt Eva Inderwildi, «Spring Alive»-Koordinatorin bei BirdLife Schweiz.

Gefahren auf dem Zugweg

Ein derart langer Zugweg birgt aber auch viele Gefahren. Die Zugvögel finden immer weniger intakte Rastgebiete auf ihren Routen vor, wo sie ihre Energiereserven wieder auffüllen können. Auch technische Fallen lauern auf dem Weg: Weissstörche sind zum Beispiel oft Stromschlagopfer an Freileitungen. Viele Singvögel rasten in Parks im Siedlungsgebiet und kollidieren mit den umliegenden Glasscheiben, weil sie die dort gespiegelten Bäume für einen realen Lebensraum halten. «Deshalb spielt bei Spring Alive neben dem Gewinn an Daten auch die Sensibilisierung für die Probleme der Zugvögel eine wichtige Rolle», sagt Eva Inderwildi.

Die Teilnahme ist ganz einfach

Hauptzielgruppen der Aktion Spring Alive sind Familien mit Kindern, Schulklassen oder andere Kindergruppen – zahlreiche Materialien sind für diese Altersklassen zugeschnitten. Aber auch Erwachsene sind herzlich eingeladen, an der Aktion teilzunehmen. Die Teilnahme ist einfach: Auf der Seite www.birdlife.ch/spring-alive stehen die nötigen Informationen bereit. Beobachterinnen und Beobachter können online eintragen, wann und wo sie ihren ersten Weissstorch, die erste Rauchschwalbe, den ersten Kuckuck, Uferschwalbe und Mauersegler oder Bienenfresser gesehen haben. Die gesuchten Vogelarten können mit Hilfe der auf der Internetseite bereitgestellten Dokumentation leicht bestimmt werden.

Alle können beim Beobachten von Zugvögeln mitmachen.
Beobachten Sie dieses Jahr die ankommenden Zugvögel! © BirdLife Schweiz

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