Auch der Girlitz darf offiziell gejagt werden. | © Luis García [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
Auch der Girlitz darf offiziell gejagt werden. | © Luis García [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Setzen Sie ein Zeichen gegen den Singvogelfang in Malta

  • Judith Schärer
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Malta eröffnet dieser Tage wieder den Fang von Singvögeln. Helfen Sie mit, ein Zeichen dagegen zu setzen und helfen Sie bei der Protestaktion mit. Viele Stimmen zusammen können oft Erstaunliches bewirken!

Ungeachtet eines von Brüssel angedrohten Verfahrens vor dem EU-Gerichtshof und trotz internationaler Proteste eröffnet Malta in diesen Tagen wieder den Singvogelfang. Bis Ende Dezember dürfen insgesamt über 25.000 Finken (12.000 Hänflinge, 800 Stieglitze, 4.500 Grünfinken, 2.350 Erlenzeisige, 500 Kernbeißer, 5.000 Buchfinken und 2.350 Girlitze) mit Netzen gefangen werden, rund 8.000 Fanganlagen mit riesigen Schlagnetzen sind genehmigt! Die letzte Hoffnung liegt nun auf der EU: Wenn Umweltkommissar Vella das Verfahren gegen Malta wirklich eröffnet, könnte der Vogelfang auch schnell wieder beendet sein.

Protestaktion – Machen Sie mit!

Der Verein „Komitee gegen den Vogelmord e.V.“ und die Stiftung Pro Artenvielfalt haben kurz entschlossen eine Protestaktion gestartet: es wird dazu aufgefordert, dem maltesischen Botschafter in Basel, Herrn Stephan Erbe, zu schreiben, was vom legalisierten Singvogelfang auf Malta zu halten ist halten und ihn aufzufordern, sich kurzfristig dafür einzusetzen, dass dieser massive Verstoss gegen das EU-Naturschutzrecht sofort beendet wird!
Die eMail-Adresse des maltesischen Konsulats lautet: maltaconsul.basel@gov.mt

Wegen laufender Aktionen im Mittelmeerraum bestand keine Möglichkeit, eine größere Protestaktion zu starten. Da individuelle Schreiben aber oft einen größeren Effekt als vorgefertigte Protestmails haben, ist das gar nicht so schlimm. Wenn möglichst viele Personen ein Schreiben formulieren, wird damit der Druck auf Malta weiter aufrecht erhalten!

Italien: Schon 40 Wilderer in Brescia überführt

Dass wirksam etwas gegen die Vogeljagd unternommen werden kann, zeigen die positive Nachrichten aus vom Vogelschutzcamp im norditalienischen Brescia: Hier wurden seit Start des Einsatzes vor 17 Tagen inzwischen 32 Vogelfänger aufgrund unserer Hinweise überführt. Die Polizei hat 72 Netze, 240 Bogenfallen und 302 sichergestellt – für eine erste Hälfte des Brescia-Einsatzes ein historisch niedriger Wert. Zu den 32 Fängern kommen noch 8 Jäger, die am letzten Wochenende bei der illegalen Jagd auf geschützte Finken, Rotschwänze und Rotkehlchen von uns erwischt wurden. Sie werden alle die Jagdlizenz verlieren, ihre Waffen wurden beschlagnahmt.

3 Kommentare

  • Hofmann Brigtte

    Es ist einen Barbarei, wenn Menschen, ohne Hunger zu haben, diesem „Hobby“ frönen und dies mit Tradition begründen.
    Vogelschützer aus ganz Europa, die ünerall unterwegs sind, um Fallen und Netzte zu zerstören, werden bedroht, geschlagen, ihre Autopneus werden zerstochen usw.
    Politiker tolerieren vielerorts diese Barbarei, weil sie sonst Wählerstimmen verlieren. In Frankreich standen bis letztes Jahr Speisekarten vor den Lokalen mit Ortolan-Spezialitäten. Das ist nun verboten. Aber, ob dies nützt?

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  • OTTO KÜNZLI

    Helft alle mit, diese Barbaei zu beenden und dagegen zu protestieren.
    Das ist noch schlimmer als die unsinnigen Stierkämpfe und andere Tierquälereien hier in Spanien.
    Otto Künzli, Spanien

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  • Cornelia Gilgen

    Ich bin für Gerechtigkeit! Jedes Tier hat Anrecht auf menschliche Behandlung, Respekt und Gerechtigkeit! Länder die dies missachten kann ich nicht mehr als Ferienland bereisen und da bin ich nicht die Einzige!

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