© Marcus Raitner [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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Schritt für Schritt zur eigenen Blumenwiese

  • Kathrin Ruprecht
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Was haben Hauhechelbläuling, Langhornbiene oder Feldgrille gemeinsam? Ihr Überleben hängt von vielfältigen Blumenwiesen ab. Die neue Broschüre «Blumenwiesen anlegen und pflegen» von Pro Natura zeigt, wie sowohl Hobby-Gärtner/innen als auch Profis, aus sterilen Grünflächen farbenfrohe Blumenwiesen zaubern können.

Obwohl artenreiche Blumenwiese als Lebensraum für Tiere und Pflanzen eine wichtige Stellung haben, werden diese in der Schweiz immer seltener. In den vergangenen 60 Jahren sind 90% der artenreichen Wiesen und Weiden verloren gegangen. Mit der neuen Broschüre «Blumenwiesen anlegen und pflegen» zeigt Pro Natura, wie sowohl Hobby-Gärtnerinnen und -Gärtner als auch Garten-Profis in Städten, Gemeinden und Wohnsiedlungen sterile Grünflächen wieder zu farbenfrohen, artenreichen und ökologisch wertvollen Wiesenparadiesen umgestalten können, berichtet Pro Natura.

Eine Blumenwiese in voller Blüte erfreut die Herzen vieler. Trotzdem dominiert monotoner Rasen in privaten Gärten und auf öffentlichen Grünflächen. Pro Natura will dies ändern und zeigt, wie Hausbesitzerinnen und -besitzer, Mieterinnen und Mieter in ihrem Garten Blumenwiesen anlegen können. So entstehen wieder kleine Naturoasen innerhalb der Siedlungen. Freiräume in Städten und Dörfern ähneln durch ihre kleinräumige Struktur oft den historischen Wiesen und Weideflächen. Deswegen eignen sich Gärten und andere Grünflächen im Siedlungsgebiet hervorragend als Ersatzflächen für naturnahe Wiesen. Jetzt ist die Zeit, um die Wandlung hin zum Wiesenparadies einzuläuten. Die neue Pro Natura Broschüre «Blumenwiesen anlegen und pflegen» fasst Schritt für Schritt zusammen, wie man dem Ziel näher kommt.

Die Broschüre kann als PDF (Graustufen) heruntergeladen werden oder im Pro Natura Shop bestellt werden.

Mehr Informationen über die Kampagne «Flower Power – für farbenfrohe Blumenwiesen» von Pro Natura finden Sie hier.

Trendwende einläuten

Artenreiche Blumenwiesen sind Hotspots der Biodiversität. Sie sind faszinierende Lebensräume für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, insbesondere für Schmetterlinge, Heuschrecken und Bienen. Und sie sind Heimat von fast der Hälfte aller Pflanzenarten der Schweiz. Seit Mitte des letzten Jahrhunderts nehmen Qualität und Fläche der Blumenwiesen in der Schweiz stetig ab. Die Gründe dafür liegen bei der Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung in günstigen Lagen, der Aufgabe der Nutzung an steilen Hängen, der Überbauung sonnenexponierter Lagen in Siedlungsgebieten und der Dominanz artenarmer Rasen auf öffentlichen Grünflächen und in privaten Gärten.

2 Kommentare

  • Rhabarber

    Wo wir nichts für die Küche anbauen, lassen wir den Garten soweit verwildern, dass wir nur 1, maximal 2x im Jahr mähen. Die Blumenwiese stellt sich da von ganz alleine ein. Allerdings haben wir auch Glück und leben am Waldrand direkt neben einer Blumenwiese (Gewässerschutz).
    Die Gärten der Nachbarn find ich schlimm. Einige mähen – ernsthaft – 2x pro Woche. Was in diesen Gärten noch wächst, ist importiertes Zeug. Inklusive invasiver Arten, die gar nicht so nah am Waldrand gesetzt werden dürfen. Nur kümmert sich keiner um die Einhaltung solcher Gesetze. Zu unbequem.

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  • Rainer Mauri

    Finde ich super. Wir sollten sowieseo mit vielen Dingen wie verlorengegangenen Pflanzen, Kräutern usw. „zurück zur Natur „

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