Wertvolle Ökosysteme benötigen im Kanton Zürich dringend Schutz. Unterschreiben Sie dafür die Natur-Initiative. @ Natur-Initiative
Wertvolle Ökosysteme benötigen im Kanton Zürich dringend Schutz. Unterschreiben Sie dafür die Natur-Initiative. @ Natur-Initiative

Retten wir die Zürcher Natur!

  • Selina Fehr
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Der Zürcher Natur geht es schlecht. Zu diesem Schluss kommen BirdLife Zürich, Pro Natura Zürich, WWF Zürich, Aqua Viva und der Fischereiverband Kanton Zürich. Mit der Natur-Initiative rufen sie zur Rettung der kantonalen Biodiversität auf. Unterschreiben Sie jetzt!

Wenn fünf Grosse der Schweizer Naturschutz-Szene zusammen eine Initiative lancieren, dann muss die Lage ernst sein. Tatsächlich liegt die Zürcher Natur alles andere als im grünen Bereich: Der Igel verliert in der Stadt Zürich seit 1990 fast 40 Prozent seines Lebensraums. Seit 1988 sind mehr als neun von zehn Feldlerchen aus dem Kanton Zürich verschwunden. Über ein Drittel der Fundorte bedrohter Pflanzenarten sind in den letzten 30 Jahren erloschen. Die Gesamtzahl der Brutvögel geht kantonsweit in 20 Jahren um 150’000 Tiere zurück.

Den Regierungsrat beim Wort nehmen

 

«Wir sind angewiesen darauf, dass es die Natur gut mit uns meint. Darum tun wir gut daran, wenn wir es gut mit der Natur meinen.»

Was wie ein PR-Text für die Initiative tönt, hat Regierungsrat Kägi anlässlich einer Bilanz zu 20 Jahren Naturschutz-Gesamtkonzept im Kanton Zürich gesagt. Nun nehmen die Organisationen ihn beim Wort und starten mit dem Sammeln der Unterschriften für die Natur-Initiative.

Grosse Wirkung, kleiner Preis

Um dem Schwinden der Natur und dem Artensterben entgegen zu wirken, fordert die Initiative mehr Blumenwiesen, mehr Vielfalt im Wald und im Siedlungsraum, mehr und besseren Schutz für die Moore und mehr Gewässerrenaturierungen. Die wertvollsten Lebensräume sollen für die Zukunft gesichert werden.

Damit dies erfüllt wird, muss sich der Kanton Zürich stärker als bisher engagieren. Die Rettung der Zürcher Natur kostet 32 Mio. Franken pro Jahr. Dieser Betrag soll gemäss Natur-Initiative zusätzlich zu den heutigen 23 Mio. jährlich in den Natur- und Heimatschutzfonds gelegt werden. Was nach viel Geld klingt, ist nur ein winziger Bruchteil des kantonalen Budgets – selbst der Opernhausbetrieb oder die Personalkosten der Steuerverwaltung kosten mehr.

Jetzt handeln

Wenn Sie der Meinung sind, dass die Zürcher Natur mehr Schutz verdient, dann unterzeichnen Sie jetzt die Natur-Initiative. Sie können dazu den Unterschriftenbogen von der Website der Natur-Initiative herunterladen und ausdrucken, oder ihn per Post zusenden lassen.

So mag es gelingen, kommenden Generationen muntere Bienen, Grillenzirpen und lebendige Gewässer zu schenken.

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2 Kommentare

  • Andrieas Diethelm

    Einverstanden mit Maya. Sammelt und nutzt die 32 Millionen, welche die Rettung der Zürcher Natur pro Jahr kostet (sic!) für die Bekämpfung konkreter Natur zerstörender Vorhaben, davon gibt’s genug. Von mir aus kann der Fonds aufgestockt werden, aber die Rettung der Natur lässt sich nicht kaufen. Wenn die „Naturschutz-Szene“ zu routinemässig laufenden grossen und kleinen Lebensraumzerstörungen schweigt, brauche ich nichts zu unterschreiben. Die politische Einflussnahme gegen konkrete Projekte ist aufwändiger und anspruchsvoller als die Biodiversität mit der Unterschrift zu „retten“, und sie ist vor allem wichtiger. Denn zugebaute Natur bedarf auch keines Schutzes mehr.

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  • Maya Laubi

    Ich möchte keine Initiative mehr unterschreiben. Wir möchten gerne als Alternative zur Initiative unsere Gärten behalten. Die rot-grüne Stadtregierung soll ab sofort keine weiteren Schrebergärten zubetonieren.

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