Die Grosse Zangenlibelle gilt in der Schweiz als ausgestorben. © Fturmo [CC BY-SA 4.0], via wikimedia commons
Die Grosse Zangenlibelle gilt in der Schweiz als ausgestorben. © Fturmo [CC BY-SA 4.0], via wikimedia commons

Projekte gegen Insektensterben gesucht

  • Redaktion Naturschutz
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Für die Vergabe des Elisabeth und Oscar Beugger-Preises für Natur- und Landschaftsschutz 2020 werden herausragende Projekte gesucht, die Massnahmen gegen das Insektensterben ergreifen und so zum Schutz der Tierwelt beitragen.

Der Elisabeth und Oscar Beugger-Preis wird seit 2008 an private oder öffentliche Institutionen für ein herausragendes Projekt im Natur- und Landschaftsschutz vergeben. Die Preissumme beträgt 50’000 Franken, berichtet Pro Natura. Für die Preisverleihung 2020 sucht Pro Natura im Auftrag der Emanuel und Oscar Beugger-Stiftung geeignete Projekte gegen das Insektensterben.

Innerhalb von nur drei Jahrzehnten hat der Mensch in verschiedenen Gebieten die Insektenpopulationen um bis zu 75 Prozent dezimiert. Auch die Zahl der Arten nimmt dramatisch ab. Zwei Drittel aller Schmetterlings- und Wasserkäferarten sind in ihrer Existenz bedroht. 40 Prozent der bisher untersuchten Insektenarten der Schweiz sind «gefährdet ». Mindestens 163 Insektenarten gelten in der Schweiz als ausgestorben, so etwa der Kreuzdorn-Widderbock, die gefleckte Schnarrschrecke oder die grosse Zangenliebelle.

Der massive Rückgang der Insekten hat, je nach Art und Lebensraum, verschiedene Ursachen. Hauptgründe sind die intensive Landwirtschaft, der massive Einsatz von Pestiziden sowie die Zerstörung der Lebensräume. Die Lichtverschmutzung und der Klimawandel sind weitere wichtige Gründe.

Für den Elisabeth und Oscar Beugger-Preis 2020 werden beispielhafte Projekte gesucht, die Massnahmen gegen das Insektensterben enthalten und zum Zeitpunkt der Projekteingabe noch nicht realisiert sind.

Eingabeschluss für Projekte ist am 5. November 2019. Alle weiteren Informationen finden Sie unter www.pronatura.ch.

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