Bildschirmfoto von penguinwatch.org
Bildschirmfoto von penguinwatch.org

Pinguine zählen!                                

  • Roman Vonwil
  • -

Zahlreiche Forschungsprojekte greifen für die Datensammlung und -auswertung auf die Mithilfe von interessierten Laien zurück. Auf der Webseite von Penguin Watch zum Beispiel können Fotos eines Monitoring-Projekts nach Pinguinen abgesucht und die Tiere auf den Fotos markiert werden. Das ist nicht nur eine spannende Aufgabe sondern auch eine grosse Hilfe bei der Auswertung der unzähligen Fotos und trägt zum Erreichen von Forschungszielen bei.

Das Penguin Lifelines Projekt will ein lückenloses Beobachtungssystem für verschiedene Pinguinarten im Südpolarmeer und auf der Antarktischen Halbinsel aufbauen. Denn Pinguine gelten als Indikatorarten, und Entwicklungen ihrer Populationen geben erste Hinweise auf tiefgreifende Veränderungen der Ökosysteme, die ihnen als Habitat dienen. Die Resultate des Forschungsprojekts sollen jedoch nicht nur Schlüsse über die Entwicklung der antarktischen Ökosysteme liefern sondern auch dazu dienen, wichtige Habitate für Pinguine zu identifizieren und Massnahmen zu ihrem Schutz in die Wege zu leiten.

Im Rahmen des Projekts wurden an entlegenen Orten in der Antarktis fünfzig Kameras aufgestellt, die seit ihrer Inbetriebnahme vor drei Jahren bereits mehrere hunderttausend Fotos von Pinguin-Kolonien geschossen haben. Diese Fotos müssen nun ausgewertet werden, um Daten für das Forschungsprojekt zu erhalten. Für diese Aufgabe greift das Projektteam auf die Hilfe von interessierten Laien zurück. Auf der englischsprachigen Webseite penguinwatch.org lassen sich auf einfache Weise per Mausklick Pinguine auf den Fotos markieren. Eine Aufgabe, die Spass macht (solange man nicht gleich tausende Fotos auswerten muss) und die direkt zum Erfolg eines wichtigen Forschungsprojekts beiträgt.

Helfen Sie mit und suchen Sie die Pinguine auf den Fotos.

Beitrag kommentieren