© NetAP, TIR
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Petition: Kastrationspflicht für Katzen

  • Amanda Buol
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In der Schweiz leben etwa 1.4 Millionen Katzen, hunderttausende davon herrenlos. Damit die Population der streunenden Katzen nicht übermässig ansteigt, will man mit der Petition „Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen in der Schweiz“ das Problem bei der Wurzel packen.

Das liebste Haustier der Schweizer ist die Katze. Doch viele leben nicht bei Herrchen und Frauchen, sondern streunen auf Fabrikarealen, Schrebergärten, Bauernhöfen oder Gärtnereien herum. Dort kämpfen sie gegen Hunger und Krankheiten an und niemand fühlt sich dafür verantwortlich.

Ausserdem nimmt die Katzenpopulation rasant zu. Grund dafür ist die Fortpflanzung zwischen den herrenlosen Tiere, sowie mit nicht kastrierte Freigänger-Katzen. Dies führt zu einem unkontrollierten Wachstum der Streunerpopulation.

Nach der Tierschutzverordnung müssen Tierhalter Massnahmen treffen, zur Verhinderung der übermässigen Vermehrung. Ausserdem sieht das Tierschutzrecht eine Populationskontrolle vor, regelt jedoch nicht die wirkungsvolle Umsetzung.

Die Organisationen Network for Animal Protection (NetAP) und Tier im Recht (TIR) möchte nun mit der Petition „Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen in der Schweiz“ das Problem der Überpopulation nachhaltig an der Wurzel packen, in dem der Artikel 25 Abs. 4 in der Tierschutzverordnung ergänzt wird. So wolle man verhindern, dass weiterhin Katzen auf tierschutzwidrige Weise getötet werden. Eine Kastration sei eine verhältnismässige und „humane“ Massnahme, um den Bestand der Katzen effektiv und nachhaltig zu regulieren, so die Petenten. An verschiedenen Orten im Ausland wurde die Pflicht bereits erfolgreich eingeführt.

Weitere Informationen zum Thema, sowie das Formular zum Ausdrucken oder Online unterzeichnen finden Sie hier »

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