Der Wendehals ernährt sich ausschliesslich von Ameisen. | © Ron Knight, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Der Wendehals ernährt sich ausschliesslich von Ameisen. | © Ron Knight, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Petition gegen Schwing- und Älplerfest 2022 in Baselland

  • Cécile Villiger
  • 5

Das eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2022 soll in die Ebene zwischen Reinach und Aesch kommen. Dieser Siedlungstrenngürtel in der Agglomeration Basel ist nicht nur für die Lokalbevölkerung ein wichtiges Naherholungsgebiet sondern gleichzeitig eine Schatztruhe der Natur.

Die Naturreichtümer dieser Region wurden durch die langanhaltende und gezielte Aufbauarbeit der ökologischen Infrastruktur kontinuierlich grösser, so dass sich hier ein Hotspot der Artenvielfalt von Kulturlandarten in der Nordwestschweiz herausgebildet hat. Schwarzkehlchen und Feldlerche sind wieder häufigere Gäste, 2013 gab es erstmals einen Wachtelkönig zu beobachten und auch der von Ameisen lebende Wendehals brütet erfolgreich. Und nicht zu vergessen: der Feldhase. Seine Dichte hat sich dank des Projektes „Hopp Hase“ auf über 10 Tiere/km2 erhöht. All diese Tiere gehören zu den prioritären Arten, was die Wichtigkeit dieses Naturraumes für die Artenvielfalt unterstreicht.
Regierungsrätin M. Gschwind hat trotz grosser Bedenken der Umweltschutzverbände dem Schwingerverband zugesagt, bei positiver Machbarkeitsstudie ein Schwingfest am Standort Reinach-Aesch zu unterstützen, um dessen schweizweite Strahlkraft ausnützen zu können. Das bedeutet 200.000 Besucher, 50.000 Parkplätze und eine Fläche von 100 Fussballfeldern.

Die lokalen Naturschutzvereine fordern mit Unterstützung von ProNatura Basel-Land und dem BNV (Basellandschaftlicher Natur- und Vogelschutzverband), dass für das Schwingfest die bereits vorhandenen Infrastrukturen genutzt werden, damit sich die Natur in der Landschaftskammer zwischen Reinach und Aesch unbehelligt weiterentwickeln und ihr volles Potential ausschöpfen kann. Jeder Erdenbürger darf unterschreiben. Bitte unterschreiben auch Sie hier und teilen Sie den Link.

Aga - Trigon Film

5 Kommentare

  • Martin Spiess

    Wie wenn es in der Schweiz nicht genügend Infrastrukturflächen gäbe, welche einen solchen Grossanlass aufnehmen könnten. Und – schon mal darüber nachgedacht, das Ganze zu dezentralisieren und damit die „schweizweite Strahlkraft“ in die Fläche zu tragen?

    Antworten
    • g. von ah

      lieber martin, nehme an du bist der den ich meine ;-))
      vielen dank für deinen kommentar. wir haben ca. 4000 unterschriften sammeln können und werden sie kommenden donnerstag frau gschwind überreichen. hoffen natürlich dass es was nützt.
      alles gute
      gerhard

  • Studer Louis

    Unsinnig !

    Antworten
  • Frdi Projer

    Wenn das Gebiet für die Natur wertvoll ist sollte der Anlass woanders abgehalten werden und ein wirksamer Schutz erhoben werden.
    Politiker werden unter Druck gesetzt und geben nach um zu ihren Stimmen zu kommen und den Ego dieser Spezies kennen wir.
    Die Naturverbände sollen sich zusammen tun und für die Natur kämpfen.

    Antworten
  • Beatrix Mühlethaler

    Es ist kaum zu glauben, dass überhaupt jemandem einfällt, ein solch wertvolles Gebiet mit einem derart belastenden Grossanlass zu belegen. Und wenn dem ein Regierungsrat zustimmt, dann missachtet er, was Bauern und Naturschützerinnen mit grossen Einsatz in den letzten Jahren erreicht haben: Dass bedrohte Arten wieder in die Kulturlandschaft einziehen.

    Antworten

Beitrag kommentieren