Kein Fluglärm mehr in der Nacht, dies fordert die Petition von KLUG. © skeze [CC-BY-SA-3.0], via Pixabay
Kein Fluglärm mehr in der Nacht, dies fordert die Petition von KLUG. © skeze [CC-BY-SA-3.0], via Pixabay

Petition gegen nächtlichen Fluglärm

  • Selina Fehr
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Keine Flüge mehr zwischen 22.00 Uhr und 7.00 Uhr, neue Grenzwerte für Fluglärm und stärkere Massnahmen, um ebendiese einzuhalten. Das fordert die Koalition Luftverkehr, Umwelt und Gesundheit KLUG in ihrer aktuellen Petition. Denn: Lärm schadet unserer Gesundheit.

Bei Emissionen denken die meisten von uns an stinkende Abgase oder ungesunde Abwässer, die in die Umwelt gelangen. Aber auch Lärm ist eine Form von «Umweltverschmutzung» und beeinträchtigt unsere Lebensqualität. Die Koalition Luftverkehr, Umwelt und Gesundheit KLUG lanciert deshalb eine neue Petition gegen nächtlichen Fluglärm.

Sie fordert damit vom Bund die Einhaltung einer Nachtruhe von 22.00 bis 07.00 Uhr an allen Schweizer Flughäfen und Flugplätzen. Die Koalition fordert ausserdem, dass unter Berücksichtigung der aktuellsten wissenschaftlichen Kenntnisse neue Grenzwerte festgelegt werden und deren Einhaltung garantiert wird.

Flugverkehrslärm macht krank und belastet insbesondere Kinder

Jüngste Studien zeigen auf, dass Personen, die regelmässig Fluglärm ausgesetzt sind, ein höheres Risiko für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes haben. Die andauernde Lärmbelastung löst Stress und Schlafstörungen aus und kann die Psyche der Bevölkerung in Mitleidenschaft ziehen. Die Schlafstörungen beeinträchtigen auch die kognitive Entwicklung von Kindern und schlagen sich in ihrer Lernfähigkeit nieder. Das kann sich damit auch auf ihre Schulleistungen auswirken.

Immissionsgrenzwerte: weder tagsüber noch in der Nacht eingehalten

Die in der Lärmschutz-Verordnung (LSV) festgehaltenen Werte definieren jene Schwellen, ab welchen die negativen Auswirkungen des Lärms auf die Bevölkerung allzu schwer wiegen. Die Grenzwerte für Wohngebiete sind auf 60 dB (A) für den Tag und auf 50 dB (A) für die Nacht festgelegt. Jüngste Studien kommen nicht nur zum Schluss, dass schon eine Lärmbelastung unter den heute geltenden Grenzwerten für die Bevölkerung gesundheitsschädlich ist, sondern weisen auch noch darauf hin, dass diese Werte rund um die Flughäfen und Flugplätze regelmässig überschritten werden. Bedenklich ist auch, dass der Bund für 2030 ein Drittel mehr Flugbewegungen als im Vergleichsjahr 2016 vorsieht. Dabei sind heute schon 65 000 Menschen tagsüber übermässigem Fluglärm ausgesetzt, in der Nacht steigt die Zahl auf 95’000.

Die Petition können Sie auf der Webseite von KLUG unterzeichnen.

Aga - Trigon Film

1 Kommentar

  • Rita Stirnemann

    es ist eifach unglaublich was das Militär sich erlaubt, Stundenlang muss man diesen Lärm ertragen und dann fliegen Diese noch so knapp über den Wohngebieten……was nicht ungefährlich ist, es gibt ja immer wieder abstürze. Und dann noch die kleinen Hobbyflieger, die den ganzen Tag umher dröhnen…….ich wohne auf dem Hirtenhof, dort wäre es so schön ruhig. Ja und wenn ich mal laut Musik mache oder höre, wird das sofort als Ruhestörung empfunden…….

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