Gartenschläfer (Eliomys quercinus): Der nahe Verwandte des Siebenschläfers kommt vor allem in den südlichen Gebieten der Schweiz sowie im Jura vor. Lokal taucht er jedoch auch in den nördlichen Voralpen auf. Wird sein Verbreitungsgebiet unterschätzt? Der neue Atlas soll Klarheit liefern. | © Jiri Bohdal
Gartenschläfer (Eliomys quercinus): Der nahe Verwandte des Siebenschläfers kommt vor allem in den südlichen Gebieten der Schweiz sowie im Jura vor. Lokal taucht er jedoch auch in den nördlichen Voralpen auf. Wird sein Verbreitungsgebiet unterschätzt? Der neue Atlas soll Klarheit liefern. | © Jiri Bohdal

Neuer Säugetieratlas sammelt Beobachtungen

  • Amanda Buol
  • 5

Säugetiere beschäftigen den Menschen schon seit Jahrtausenden, sei es als Beutetiere, Konkurrenten, sowie Nutz- und Haustiere. Trotzdem kennt die breite Bevölkerung nur wenige der rund 90 wildlebenden Säugetierarten. Die Schweizerische Gesellschaft für Wildtierbiologie (SGW) möchte das ändern und lanciert einen neuen Säugetieratlas der Schweiz und Liechtensteins. Helfen Sie mit!

Die Verbreitung vieler Arten hat sich seit der Herausgabe des letzten Atlas 1995 markant geändert. Zusätzlich wurde die Methodik der genetischen Bestimmung stetig weiterentwickelt. Das wirkt sich auf eine zuverlässige Unterscheidung schwierig bestimmbarer Arten, sowie auf die Entdeckung neuer Arten aus. Eine Arbeitsgruppe aus Fachpersonen aus der ganzen Schweiz und Liechtenstein ist deshalb daran, einen neuen Atlas zu realisieren, schreibt Schweizerische Gesellschaft für Wildtierbiologie in ihrer Mitteilung. Das Atlasprojekt soll aktuelle Standards in der Säugetierbiologie setzen, eine Grundlage für Naturschutz und Lehre darstellen, die Säugetierforschung in der Schweiz stimulieren und junge Fachpersonen langfristig für diese bedeutenden Artengruppen gewinnen.

Mit dem Teilprojekt „Citizen Science“ soll die Bevölkerung aktiv in die Datenerfassung einbezogen werden. Somit können gleichzeitig Wissenslücken gefüllt und breite Bevölkerungskreise für Säugetieranliegen und die Erhaltung der Biodiversität sensibilisiert werden.

Melden Sie Ihre Wildtier-Beobachtungen auf säugetieratlas.wildenachbarn.ch und tragen Sie so zum neuen Säugetieratlas bei. Jede Meldung ist wichtig und liefert wertvolle Hinweise zur Verbreitung der wildlebenden Säugetiere. Haben Sie Ihre Beobachtung mit einem Foto dokumentiert? Dann laden Sie das Bild beim Melden Ihrer Beobachtung auf die Webseite. Die eingeschickten Fotos nehmen automatische an einem Fotowettbewerb teil.

5 Kommentare

  • Uwe Zeeb

    Uwe Zeeb,

    am 16.08.2017 wurde von uns in einer Lebendfalle ein ausgewachsener Gartenschläfer gefangen. Er erfreut sich bester Gesundheit und wird heute wieder in ein für ihn besseres Umfeld frei gelassen.
    Gefangen wurde er im Gerwerbegebiet Bruch, 67098 Bad Dürkheim, Deutschland.

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  • Hofmann Brigitte

    Frage: Werden die Säugetierbeobachtungen auf Ornitho.ch
    weitergeleitet? Und Stadtwild gibts ja auch noch!

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    • Cécile Villiger

      Guten Tag Frau Hofmann,
      Die Projekte StadtWildTiere und Wilde Nachbarn arbeiten mit den nationalen Faunadatenbanken des CSCF (Schweizerisches Zentrum für Kartografie) und der Karch (Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz) zusammen und es findet ein Daten- und Informationsaustausch statt.

      Bei der Karch sind die Speziallisten für Amphibien. Aber ob eine Meldung, die Sie auf ornitho.ch machen, in das Salamander-Monitoring einfliesst, weiss ich nicht. Am besten fragen Sie bei Karch direkt:http://www.karch.ch/karch/page-26937_de.html

  • Monika Stürm-Lehner

    Kein Kommentar aber trotzdem interessiert? Am letzten Samstag,9.7.16, beobachteten mein Mann und ich 3 junge Hermeline über 20
    Minuten lang beim Spielen (Fangis, Schwanzbeissen, Schwimmen , Rennen, Fauchen)Ort: Binnenkanal, Rechtes Ufer Höhe Schwimmbad Oberriet ca 14.30 Uhr

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  • Pingback: Schweizer Säugetieratlas powered by Citizen Science – Naturgebloggt


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