© James St. John, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
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Mit App bei der Hagelforschung helfen

  • Amanda Buol
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Hagel verursachen meist grosse Schäden, jedoch fehlt bis heute ein flächendeckendes Messnetz zur Optimierung der Hagelwarnungen. Forschende der Universität Bern gehen nun neue Wege.

Jedes Jahr entsteht durch Hagel Schäden im Millionenbereich, unter anderem in der Landwirtschaft und an Fahrzeugen. Die Schäden wären geringer, könnte frühzeitig davor gewarnt werden. Zwar erkenne man auf dem Radar Hagelkörner in Gewitterwolken in Echtzeit, so die Universität Bern. Bisher war es jedoch schwierig zu überprüfen, wie präzise die Radardaten seien, da Bodenbeobachtungen von Hagel weitgehend fehlten. Aus diesem Grund kann kaum eine Voraussage gemacht werden.

Forschende des Mobiliar Labs am Oeschger-Zentrum für Klimaforschung der Universität Bern und des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz haben nun Radarhagelkarten und Schadensdaten an Fahrzeugen der letzten 12 Jahre verglichen und die Trefferquote der Radarkarten überprüft, berichtet die Universität Bern. Dabei zeigen die Resultate, die in der Fachzeitschrift „Quarterly Journal of the Royal Meteorological Society“ veröffentlicht wurde, eine gute Übereinstimmung.

Die Forscher wollen nun untersuchen, wie gut der Radar die Grösse der Hagelkörner abschätzen kann. Bodensensoren können die Grösse nicht erfassen und ein automatisches Messnetz ist erst im Aufbau. Aus diesen Gründen versuchen die Forschenden einen neuen Weg, in dem sie die Bevölkerung miteinbeziehen. Mit Hilfe der Apps von MeteoSchweiz und der Mobiliar kann jeder seine Hagelbeobachtung melden und einen Beitrag an die Forschung leisten. Bereits letztes Jahr seien 18’000 Meldungen eingegangen, berichtet die Universität Bern. So hoffen die Forschenden, dass auch dieses Jahr zahlreiche Meldungen eingehen, denn sie bringen die Hagelforschung massiv voran.

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