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Die höchstgelegenste Arve in der Schweiz misst gerade mal 11 cm. | © Urs-Beat Brändli / WSL

Wo steht der höchstgelegenste Baum?

  • Amanda Buol
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In welcher Höhe können Bäume noch wachsen? Dieser Frage geht das Landesforstinventar nach und ruft dazu auf, gefundene Bäume in hohen Lagen zu melden.

Der höchstgelegenste Baum in der Schweiz ist zurzeit am Unterrothorn bei Zermatt dokumentiert. In einer Felsspalte auf 2765 m.ü.M. wächst die 11 cm grosse Arve. Ist sie aber wirklich Höhen-Rekordhalterin? Das Landesforstinventar (LFI) vermutet weitere Exemplare in dieser Höhenlage. In der Literatur gibt es zwar Angaben zu verschiedenen Fundstellen, diese sind jedoch ungenau dokumentiert und können nicht bestätigt werden. Denn die Suche nach Exemplaren ist zeitintensiv und basiert auf Stichproben. Daher errichtete das LFI eine Meldestelle im Internet, wo Spezialisten sowie Laien ihre Funde melden können.

In das Feldbuch können neben der Arve weitere hochgelegene Arten, wie Lärchen und Fichten, eingetragen werden. Zu beachten ist vor allem die Grösse des Baumes. Diese muss mindestens 10 cm betragen, denn erst ab dieser Grösse werden sie vom LFI erfasst. Die bedeutensten Funde werden für die Forschung durch Feld-Teams des LFI verifiziert.

Die genaue Vermessung der Baumfunde sind bedeutend. Die Daten dienen für langfristige Messreihen an der Baumgrenze. So kann die Auswirkung der Klimaveränderung auf die Baumgrenze untersucht werden.

Kennen Sie einen hochgelegenen Standort eines Bäumchens? Das Formular für Fundmeldungen und weitere Informationen finden Sie hier »

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