© U.S. Fish and Wildlife Service Headquarters, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
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Laubholzbockkäfer-Befall durch Kontrolle verhindern

  • Amanda Buol
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Mit der wärmeren Jahreszeit beginnt auch die Aktivitätsperiode von Schadorganismen wie dem Asiatischen Laubholzbockkäfer oder dem Buchdrucker. Die Kontrollgänge der Förster und Waldeigentümer tragen wesentlich zur Prävention bei. Aber auch die Bevölkerung und Personen, die in «grünen» Berufen tätig sind, können mit Hinweisen dazu beitragen, dass ein Befall möglichst früh entdeckt und bekämpft werden kann.

Gemäss Pflanzenschutzverordnung gilt der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) als besonders gefährlicher Schadorganismus. Er darf in der Schweiz nicht verbreitet werden und muss konsequent bekämpft werden, so das Bundesamt für Umwelt (BAFU). Der aus Asien eingeschleppte Käfer befällt Laubbäume und bringt sie zum Absterben. 2011 trat er erstmals in der Schweiz auf und bis heute sind vier Freilandbefälle verzeichnet. Bisher wurden aber auch mehrere hundert lebende ALB, einige tote Käfer und zahlreiche lebende Larven gefunden in der Schweiz gefunden, schreibt das BAFU.

Wird ein Befall möglichst früh entdeckt, können ihn die zuständigen Behörden rascher und besser bekämpfen. Deshalb sind Hinweise von Personen, die in «grünen» Berufen tätig sind (beispielsweise Gärtner, Landschaftsgärtner oder Baumpfleger), sowie Beobachtungen aus der Bevölkerung sehr wertvoll. So wurde der ALB-Befall in Berikon (AG) im Sommer 2015 dank eines aufmerksamen Gärtnerlehrlings entdeckt.

Wer einen verdächtigen Käfer sieht, sollte ihn fangen, wenn möglich lebendig in einen fest verschliessbaren Behälter geben, nach Möglichkeit fotografieren, auf Verwechslungsmöglichkeiten überprüfen (www.waldschutz.ch/anoplophora) und dann umgehend den zuständigen kantonalen Pflanzen- oder Waldschutzdienst informieren.

1 Kommentar

  • Marc

    Den Buchdrucker im selben Atemzug zu nenne wie der ALB finde ich doch etwas komisch. Zumal er dann im gesamten Text überhaupt nicht mehr erwähnt wird.
    Beim ALB besteht die Hoffnung, dass man ihn noch „ausrotten“ kann. Mit dem Buchdrucker (zusammen mit dem Kupferstecher in der Schweiz als „Borkenkäfer“ bekannt) haben die Förster bereits gelernt zu leben und mit ihm umzugehen. Diese zwei Arten dürfen einfach nicht miteinander vermischt werden.

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