13_05_Button_ah

Kurzlebige Produkte melden!

  • Eliane Küpfer
  • 1

Die Lebensdauer von zahlreichen Produkten wird absichtlich ver- kürzt, damit diese häufig ersetzt werden müssen. Dadurch erhöhen die Hersteller ihren Absatz und maximieren den Gewinn, schreibt die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS). Leider sind diese Praktiken, auch bekannt als geplante Obsoleszenz, schwer beweisbar.

Vorzeitiger Produktverschleiss ist nicht nur schlecht fürs Porte- monnaie, es schadet auch der Umwelt, wie Naturschutz.ch berichtete. Für die Produktion neuer Produkte braucht es nicht nur Energie im Herstellungsprozess, viele Rohstoffe werden oft mit giftigen Chemikalien gewonnen oder verarbeitet. Zudem fällt auch zusätzlicher Abfall in Form von Verpackung an und der Transport fügt der Bilanz noch mehr CO2 hinzu.

Die SKS ist daher der Meinung, dass gegen die geplante Obsoleszenz vorgegangen werden muss.
Jedoch ist es schwierig, geplante Defekte bei Produkten nachzuweisen und gegen deren Hersteller vorzugehen, da die Beweis- last beim Konsumenten liegt. Um den Druck auf die Hersteller zu erhöhen, eröffnet die SKS ein Portal und ruft die Konsu- mentinnen und Konsumenten auf, vorzeitige Produktdefekte zu melden: Ein Drucker der kurz nach Ablauf der Garantiezeit den Geist aufgibt, ein Händler, der das defekte Produkt nicht reparieren will oder ein Ersatzteil, dass nicht erhältlich oder unerschwinglich teuer ist?

Hier kurzlebige Produkte melden!

 

1 Kommentar

  • Sandro Lo Piccolo

    Ich habe im TV mal einen Beitrag gesehen, dass die Hersteller von Wäschewaschmaschinen absichtlich ein schwaches (Netz)Teil einbauen. Wenn dieses Teil seinen Geist aushaucht geht nichts mehr, und das weiss der Konsument nicht. Der Hersteller ratet dann normalerweise zu einem Neukauf. Obwohl dieses Teil für nur wenige Franken ausgewechselt werden kann.

    Antworten

Beitrag kommentieren