© Dirk Ingo Franke, [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons
© Dirk Ingo Franke, [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons

Initiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide

  • Cécile Villiger
  • 4

Damit der Konsument stets makelloses Obst und Gemüse geniessen kann, wird von tonnenweise synthetischen Pestiziden Gebrauch gemacht. In der Folge steht unsere Artenvielfalt und Gesundheit auf dem Spiel. Eine Volksinititative will das Spritzen von synthetischen Pflanzenschutzmitteln verbieten.

Ein komplexer Cocktail an verschiedenen Giften gegen Unkräuter, Insekten und Pilzen wird in der konventionellen Landwirtschaft verwendet, um eine sichere Ernte an makellosem Obst und Gemüse zu garantieren. Immer mehr dieser „Pflanzenschutz“-Mittel kommen auf den Markt, womit Chemiekonzerne wie Syngenta ein Milliardengeschäft machen.

Unsere Natur leidet

Gleichzeitig steht es um die Schweizer Natur schlecht – besonders im Vergleich zu unseren Nachbarländern (naturschutz.ch berichtete). Die Anzahl Tier- und Pflanzenarten auf der Roten Liste ist stark gestiegen und weltweit hört man vom Bienensterben – die Natur scheint aus dem Gleichgewicht geraten zu sein.

Unser Körper leidet?

Auch gründliches Waschen vermag nicht sämtliche Pestizid-Rückstände von Früchten und Gemüsen zu entfernen – sie gelangen beim Verzehr in unseren Körper. Eine Greenpeace-Untersuchung hat gezeigt, dass viele der Chemikalien schliesslich im Urin nachweisbar sind. Im Biolandbau dürfen keine synthetischen Pflanzenschutzmittel verwendet werden. So wurden bei Probanden mit hohem Konsum an Bioprodukten deutlich weniger synthetische Pestizid-Rückstände nachgewiesen. Die schädliche Wirkung in unserem Körper ist bisher nicht vollständig geklärt, doch manche sind erwiesenermassen krebserregend oder schwächen das Immunsystem.

„Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide“

Eine Gruppe von Privatpersonen lancierte die Volksinitiative „Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide“, die ein Verbot des Imports und der Verwendung synthetischer Pestizide erzielen möchte. Dabei soll innerhalb von zehn Jahren die Umsetzung erfolgen. Auch Caspar Bijleveld, der Direktor des Papiliorama in Kerzers, hat seine Unterstützung für die Volksinitiative zugesprochen. Er begründet seinen Entscheid unter anderem wegen des massiven Rückgangs an Insekten – aufgrund des massiven Pestizideinsatzes – der sich auf weitere Tiere, wie Vögel, negativ auswirkt.

„80 Prozent der gesamten Biomasse an Insekten sind in den letzten 30 Jahren in der Schweiz und in Europa einfach verschwunden“, heisst es in der Medienmitteilung der Stiftung Papiliorama in Kerzers.

Möchten auch Sie eine Zukunft ohne synthetische Pestizide? Dann unterschreiben Sie die Initiative auf future3.ch.

4 Kommentare

  • Michel de Rougemont

    Diese Initiative ist eine Verneinung aller Kenntnisse der Toxikologie.
    Paracelsus sagte bereits: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei.“
    Das wollen die Initianten nicht wahrhaben. Sie „wissen“, dass synthetische Pestizide giftig sind, ungeachtet der Exposition und der Dosis.
    Bio-Pestizide haben auch ihre Toxikologie, ihre Herkunft entgiftet sie nicht.
    Gemäss Initiativtext sollte auch Bio-Landbau betroffen werden, da es nicht vermieden werden kann, dass die dafür verwendeten Pestiziden synthetisch (durch chemische Reaktion, Fermentation oder weitere chemisch-physikalische Vorgänge) hergestellt werden.
    Wie sollten denn unsere Nahrungsmitel produziert werden?

    Antworten
  • Heinrich Staub

    Schon vor 20 Jahren haben Wissenschafter, auch Nobelpreisträger
    auf die Folgen hingewiesen. (Geld regiert die Welt.) Siehe Walter
    Hollenweger. Leider. Nicht verzagen, weiter kämpfen. Heinrich G.

    Antworten
  • Esra Telesel

    Ich bin absolut dafür, keine synsthetischen Pestizide per sofort mehr einzusetzen. Als Respekt und Nachhaltigkeit für unsere Gesellschaft, Kinder, Natur, Tiere, Erde und unser all Zukunft!! Es ist Zeit erwach-sen zu werden – beselter und weniger egoistischer.

    Antworten
  • Marlyse Müller

    KEINE SYNTHETISCHEN PESTIZIDE………….. unseren Bienen und deMm Kreislauf der Natur zuliebe!!

    Antworten

Beitrag kommentieren