© Josef17 [CC-BY-SA-2.0], via pixabay.com
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Ihre Stimme für Deutschlands Kohleausstieg

  • Julia Hatzl
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Die Welt steckt mitten in der Klimakrise. Das Eis schmilzt, das Wasser wird knapper und Extremwetterereignisse nehmen zu. Schuld daran sind wir und unsere Politik. Deutschland setzt immer noch auf Stromproduktion aus Kohle. Helfen Sie mit und fordern Sie die deutsche Regierung zum Kohleausstieg auf.

Die neue Bundesregierung muss im Koalitionsvertrag festlegen, dass bis 2020 die Hälfte aller Kohlekraftwerke abgeschaltet wird, bis 2035 alle. Dafür protestiert der WWF Deutschland gemeinsam mit uns allen am 14.11.2017 mit dem Online Climate March!

Alle können daran teilnehmen. Setzen wir an diesem Tag gemeinsam ein Zeichen, lasst uns auf Twitter und Facebook an diesem Tag unsere Botschaft so weit wie möglich verbreiten und der Politik zeigen: Wir stehen hinter dem Kohleausstieg! Zusammen werden wir unsere Forderung am 14. November 2017 ab 18 Uhr über Twitter und Facebook verbreiten. Wenn Zehntausende eine Botschaft senden, sorgt das für viel Aufmerksamkeit und zeigt, dass sehr viele Menschen mehr Klimaschutz wollen. Die gesendeten Botschaften gehen nicht nur ins Netz. Der WWF Deutschland wird sie ausserdem auf ein grosses Gebäude am Gelände der Internationalen Klimakonferenz COP23 in Bonn projizieren – unübersehbar für alle.

Machen auch Sie beim Online Climate March mit! Die genauen Anleitungen, wie Sie Ihre Stimme einsenden können, finden Sie auf der Website des WWF Deutschland.

Hintergrund

Der Sachverständigenrat der Bundesregierung (SRU) hat sich in einem aktuellen Gutachten für ein schnelles Abschalten der besonders alten Kohlekraftwerke ausgesprochen. Damit folgt er weitestgehend den Ergebnissen und Empfehlungen der WWF-Studie «Zukunft Stromsystem – Kohleausstieg 2035». «In der nächsten Legislaturperiode wird sich entscheiden, ob Deutschland Energiewendechampion sein oder Kohleweltmeister bleiben möchte, beides zusammen geht nicht», sagt Michael Schäfer, Leiter Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland. «Angela Merkel hat versprochen, das Klimaziel 2020 noch zu erreichen: Dieses Versprechen kann sie nur mit einem schnellen Einstieg in den Kohlausstieg halten.»

Der SRU folgt im Wesentlichen dem Ausstiegspfad im WWF-Modell: Bis 2020 müssen demnach die Hälfte der Kapazitäten vom Netz gehen. Die verbleibenden Kohlekraftwerke können dann bis Ende 2035 schrittweise aus dem Markt genommen werden. «Schnell die Dreckschleudern unter den Kraftwerken abzuschalten, ermöglicht einen sanften und wirtschaftlich gut machbaren Kohleausstieg mit gleichbleibend sicherer Stromversorgung», sagt Schäfer.

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