Das vorhandene Wasserkraftwerk gefährdet den ohnehin seltenen Roi du Doubs. | © Erimouche [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons
Das vorhandene Wasserkraftwerk gefährdet den ohnehin seltenen Roi du Doubs. | © Erimouche [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons

Bewahrt den „König des Doubs“ vor dem Aussterben

  • Mélanie Guillebeau
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Der Roi du Doubs läuft Gefahr, schon bald nicht mehr über das Rhone-Becken zu regieren. Das vorhandene Wasserkraftwerk in Theusseret und die daraus resultierenden Beeinträchtigungen machen ihm zu schaffen. Unterschreiben Sie die Petition, um den Abbau des Kraftwerkes und damit das Überleben des Roi du Doubs zu unterstützen.

Der Roi du Doubs, auch bekannt als Apron oder Rhone-Streber, ist eine endemische Art des Schweizer und französischen Rhone-Einzugsgebiets. In der Schweiz beschränkt sich das Vorkommen auf den Flusslauf der Doubs und beträgt nur noch 52 Exemplare (Zählung 2012). Das letzte Refugium dieser Barschart ist in mehrere Abschnitte separiert unter anderem aufgrund des Wasserkraftwerkes von Theusseret – einem kaum überwindbaren Hindernis. Deshalb fordern Umweltschutzorganisationen wie Pronatura Jura den Abbau des Wasserkraftwerkes.

Die Doubs. Der Heimatort der in des Schweiz vorkommenden Roi du Doubs. | © change.org
Die Doubs: Das Schweizer Herrschaftsgebiet des Roi du Doubs. | © change.org

Dem Wasserkraftwerk folgt ein Rattenschwanz

In vielerlei Hinsicht erschwert das Wasserkraftwerk das Fortleben des Apron: Durch das Wehr wird feines Sediment aufgestaut, welches von Fischweibchen nicht als Laichgrund genutzt werden kann. Abgelegte Eier „ersticken“ in diesem sauerstoffarmen, dichten Untergrund. Zudem werden Laichplätze und Jungfische durch die künstlich erzeugten Hochwasser und anschliessenden Entleerungen weggespült.

Unnatürlich starke Temperaturschwankungen sind ebenfalls eine Folge von Wasserkraftwerken. Insbesondere während der Sommermonate erwärmt sich das angestaute Wasser weit über herkömmliche Temperaturen hinaus.

Die vorhandene Fischtreppe vermag einen Bruchteil der üblichen Migration zu ermöglichen, angesichts des gesamten Rattenschwanzes kommt dies einem Tropfen auf den heissen Stein gleich. Denn eine Fischtreppe ist nicht mit einem barrierefreien Flussabschnitt gleichzusetzen. Trotz dieser Aufbesserungsmassnahme wird die Fischwanderung erschwert und dadurch das Aufsuchen besserer Habitate und Laichgründe.

Fischtreppen erlauben das Überwinden von Wasserkraftwerken - aber nicht im gleichen Masse | © Margrit [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com
Fischtreppen erleichtern den Fischen das Überwinden von Wasserkraftwerken, aber können den negativen Effekt der Wehre auf die Migration nicht komplett ausgleichen. | © Margrit [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com
Erwähnenswert ist ausserdem, dass der vom Kraftwerk erzeugte Strom gering ist und dessen Wegfall bei einem Abbau somit vernachlässigbar.

Durch den Abbau des Wasserkraftwerkes bei Thesseuret wird die Doubs in einen hochwertigen Lebensraum mit zahlreichen Habitaten, guter Wasserqualität und vor allem barrierefreier Migration zurückverwandelt. Helfen Sie mit und begünstigen Sie mit Ihrer Unterschrift das Überleben des Roi du Doubs und die Wiederansiedlung weiterer, essenzieller Flussbewohner.

Weitere Informationen zur Petition und die Möglichkeit, das Vorhaben mit Ihrer Unterschrift zu unterstützen, finden Sie unter change.org.

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