Der Zug des Admirals, Vanessa atalanta, soll mit dem Citizien Science Projekt aufgezeichnet werden. | © Marco Thoma
Der Zug des Admirals, Vanessa atalanta, soll mit dem Citizien Science Projekt aufgezeichnet werden. | © Marco Thoma

Admirale auf Wanderschaft

  • Mélanie Guillebeau
  • 5

In einem neuen Citizien Science Projekt soll mit der fleissigen Mitarbeit der Bevölkerung die Wanderung des Admiral Falters zurück in den Süden untersucht werden. Ziel ist es, den Zug des Admirals mit einer bisher einmaligen Auflösung nachzuvollziehen.

Mit seinen rot gebänderten und weiss gefleckten schwarzen Flügeln ist der Admiral, in der Fachsprache Vanessa atalanta, unverkennbar. Jedes Jahr besiedelt dieser Wanderfalter den Norden Europas von Süden her. Später im Jahr sind es die Nachkommen dieser Frühjahres-Einwanderer, die zurück nach Süden fliegen. Herbstliche Zugbewegungen können dabei spektakuläre Ausmasse annehmen und pro Tag und Ort Zehntausende Falter umfassen. Diese Massenbewegungen sind auch ein Grund dafür, weshalb der Admiral seit Jahrzehnten Gegenstand der Forschung ist. Trotzdem sind verschiedene Aspekte der Wanderung und der ganzjährigen Dynamik dieses auffälligen Schmetterlings noch immer schlecht bekannt.

Das Citizien Science Projekt wurde von Forschern der Insektenmigration & Ökologie der Universität Bern initiiert. Es vereint den immensen Einsatz Tausender Beobachterinnen und Beobachter in ganz Europa, die Hunderttausende von Beobachtungen beisteuern. Die Wissenschaftler können so die Wanderung des Admirals mit einer bisher nicht erreichten Auflösung verfolgen und analysieren.

21 Länder und über 40 Citizien Science Projekt - Plattfomen sind an der Aufzeichung des Admiralzugs beteiligt. | © Institut für Ökologie & Evolution, Universität Bern
21 Länder und über 40 Citizien Science Portale sind an der Aufzeichnung des Admiralzuges beteiligt. | © Institut für Ökologie & Evolution, Universität Bern

Die Forschungsgruppe will mit dieser Fülle an Daten das Zugmuster des Admirals, den Einfluss äusserer Faktoren sowie die Auswirkungen des Klimawandels besser verstehen. Im Fokus steht ausserdem das Aufspüren möglicher Zugkorridore und den Effekt, den der jährliche Fluss an Biomasse in Form ziehender Admirale auf die Umwelt hat. Mit einem besseren Verständnis des Admiralzuges erhoffen sich die Forscher ausserdem Hinweise auf das Verhalten anderer wandernder Insekten, wie beispielsweise von Landwirtschaftsschädlingen.

Über 21 Länder unterstützen dieses einmalige Forschungsprojekt. Helfen auch Sie mit und melden Sie das Vorbeiziehen der Admirale! Beobachtungen können online oder direkt per App gemeldet werden.

Weiter Infos zum Projekt finden Sie auf der offiziellen Homepage der Berner Forscher.

5 Kommentare

  • B. Poupon

    14./15. und 16.3.17: 2 Admirale in Arlesheim BL – sitzen meistens auf einem rosa blühenden wohlriechenden Zierstrauch (japanisch ?)

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  • Elisabeth Brühlmann

    Admiral gesehen am 12. 3. am Elefantenbach in Zürich

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  • Reto

    Admiral gesehen14.3.2017
    um 15:30 Uhr. In Mollis GL.

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    • Mélanie Guillebeau

      Und hoffentlich auch sogleich auf ornitho.ch gemeldet?!;)

  • Ursula Wattinger

    Admiral gesehen am 13.März 2017 Zeit 13.30 in Niederlenz Leinenstrasse im Garten

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